Titelbild: Produkttests

Im Fokus

Die Pferd+Sport-Testredaktion Produkttests

Gamaschen im Produkttest

 

Sie sollen Pferdebeine schützen – der Zweck von Gamaschen ist simpel. Aber um ausreichend Schutz zu gewährleisten, dabei nicht zu rutschen, zu scheuern oder einen Wärmestau zu verursachen, stecken hinter vielen Produkten ausgeklügelte Systeme. Ob Innovatives oder Bewährtes in der Praxis besteht, hat die PFERD+SPORT-Redaktion getestet.

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Busse – Art Fur

 

Beschreibung:
Die Dressurgamaschen sind leicht und anatomisch geformt. Die atmungsaktive Schaumstoff-Schale soll Stöße absorbieren und ist von innen  mit Kunstfell gefüttert. Größen: S bis XL, Farben: schwarz, weiß, maschinenwaschbar, Preis: 30,90 Euro


Das Testurteil von Anja Feddern:

Die Gamaschen passen sich gut dem Pferdebein an und verrutschen nicht. Dabei sind die Klettverschlüsse einfach in der Handhabung und haften extrem gut.  Das angeraute Außenmaterial lässt sich leicht abbürsten, das Kunstfell im Innenbereich der Gamasche ist nach Nutzung jedoch etwas „knotig“. Für die Dressurarbeit bieten sie in jedem Fall genug Schutz bei Stößen und sich streifenden Beinen. Die Maschinenwäsche ist unproblematisch und die Gamaschen trocknen schnell.


Gesamteindruck:

Die Verarbeitung und Optik sind einfach gehalten, jedoch vollkommen zweckmäßig. Während der Testphase ergaben sich nur wenige Abnutzungserscheinungen. Die Gamaschen sind günstig, haben eine gute Passform und ein einfaches Handling.


www.busse-reitsport.de


Passform: 4
Robustheit: 3,5
Reinigung: 3,5
Preis-Leistung: 3,5


Bild: Fotos Busse No. 1
Bild: Fotos Busse No. 2
Bild: Fotos Busse No. 3

EQuest – Softgamaschen

 

Beschreibung:
Die Soft Gamaschen von EQuest sind aus Kunstleder und haben weiches Innenfutter aus Weblammfell für einen hohen Tragekomfort. Sie verfügen über stabile Klettverschlüsse, die einen optimalen Sitz garantieren sollen. Man kann sie bei 30 Grad in der Maschine waschen. Größen: S bis XL, Farben: schwarz, marine, mokka, grau, weiß, champagner, Preis: 32,95 Euro


Das Testurteil von Jennifer Witt:

Die Gamaschen sind gut verarbeitet und passen sich aufgrund des weichen Weblammfells bestens an das Pferdebein an. Praktisch sind die stabilen Klettverschlüsse, die eine gute Größenanpassung ermöglichen. Der Gummizug sorgt hierbei für noch mehr Flexibilität. Das Äußere der Gamaschen überzeugt mit der Lederoptik. Leider wiesen sie schnell erste Kratzer und Risse an der Innenseite auf. Bei Pferden wie meinem, die dazu neigen sich zu streifen, würde ich daher robustere Gamaschen empfehlen.


Gesamteindruck:

Die Gamaschen haben mich durch ihren Sitz und die Anpassbarkeit an das Pferdebein überzeugt. Das Außenmaterial in Lederoptik würde ich mir jedoch robuster und unempfindlicher wünschen.


www.equest-online.de


Passform: 4
Robustheit: 2,5
Reinigung: 3,5
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Equest No. 1
Bild: Fotos Equest No. 2
Bild: Fotos Equest No. 3

Equick – eKur front

 

Beschreibung:
Die eKur-Dressurgamasche soll durch das Quick Release-System ermöglichen, die Gamasche in weniger als einer Sekunde abzunehmen. Zwei breite Klettverschlüsse sind für eine optimale Passform zuständig. Die harte Innenschalte soll vor Schlägen und Stößen schützen. Größen: S bis L, Farben: schwarz, weiß, Preis: 119,95 Euro


Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Die Gamasche ist sehr leicht. Durch das Material und die breiten Klettverschlüsse hat man tatsächlich das Gefühl, sie gleichmäßig stabil am Pferdebein anbringen zu können. Die harte Innenschale reicht vollkommen aus, um Stöße bei der Dressurarbeit abzufangen. Durch das leichte, dünne Material war das Bein nach der Arbeit deutlich weniger verschwitzt als bei anderen Gamaschen. Besonders praktisch ist, dass die Gamasche wirklich schnell abzunehmen ist. Nach dem Waschen habe ich keine Veränderung von Material oder Optik feststellen können. Den Preis empfinde ich für eine optisch einfach gehaltene Gamasche als eher hoch.


Gesamteindruck:

Eine tolle Arbeitsgamasche, die aufgrund des Klettsystems bei mir nun auf dem Turnier verwendet wird. Damit spare ich Zeit für das Abnehmen und meine Pferde gehen in Zukunft ohne verschwitzte Beine in die Dressurprüfungen.


www.equick.shop


Passform: 4
Robustheit: 3,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 2,5


Bild: Fotos equick No. 1
Bild: Fotos equick No. 2

ESKADRON – FLEXISOFT Memo Gamaschen

 

Beschreibung:
Die FLEXISOFT Pro Safe Memo Gamasche mit der robusten TPU-Außenschale soll vor Stößen und Schlägen schützen. Die Besonderheiten sind die verbesserte Anpassungsfähigkeit und der erhöhte Tragekomfort, was durch den ursprünglich von der NASA entwickelten viscoelastischen Memoschaum im Inneren gewährleistet werden soll. Die Spornmulde unten und die  FlexiSoft-Zone am oberen Teil bieten zusätzlich beste Bewegungsfreiheit. Größen: Pony, Warmblut, Farben:  white, dark brown, grey, black und nightblue, Preis: 69,95 Euro

Das Testurteil von Anna Blunck:
Ich habe mich gefreut, die Eskadron-Gamaschen zu testen, da ich die früheren Modelle seit Jahren nutze. Gewohnt leicht und mit den klassischen Klettverschlüssen ausgestattet, schmiegen sie sich durch den Memoschaum perfekt an das Pferdebein an und rutschen überhaupt nicht. Besonders positiv hervorheben kann ich, dass mein Wallach mit seiner Narbe am Bein (weshalb ich immer zu Bandagen greife) keinerlei Druckstellen oder aufgerautes Fell und auch keine starke Schweißbildung zeigte, was die gute Luftzirkulation und Druckverteilung bestätigt.


Gesamteindruck:
Diese Eskadron Gamaschen halten, was sie versprechen und sind pflegeleicht und praktisch. Sie zeigen nach wochenlanger Nutzung keinerlei Kratzer oder Gebrauchsspuren, was den Preis von knapp 70 Euro rechtfertigt.

www.eskadron.de

Passform: 4
Robustheit: 4
Reinigung: 4
Preis-Leistung: 3,5


Bild: Fotos Eskadron No. 1
Bild: Fotos Eskadron No. 2
Bild: Fotos Eskadron No. 3

Felix Bühler – Dressurgamaschen Save the Sheep

 

Beschreibung:
Die Felix Bühler Dressurgamaschen Save the Sheep haben ein softes Innenfutter aus Kunstfell. Durch die breiten Klettverschlüsse und die Elastikbänder sind sie flexibel, anschmiegsam und sollen dank des stabilen und robusten Außenmaterials ausreichenden Schlagschutz und sicheren Halt bieten. Farben: anthrazit, schwarz, aubergine und navy, Größen: Kleinpferd und Warmblut, Preis: 32,90 Euro

Das Testurteil von Anna Carolina Quellmann:
Auf den ersten Blick sind die Gamaschen sehr gut verarbeitet und wirken auf mich  robust und weich. Durch die Elastikbänder an den Klettverschlüssen und das weiche Kunstfell lassen sie sich perfekt anpassen. Während des Reitens rutschen die Gamaschen nicht und bieten für das tägliche Training ausreichenden Schutz. Dank des Materials und der guten Passform bleiben Scheuer- oder Druckstellen komplett aus. Nach der Wäsche in der Maschine sehen die Gamaschen aus wie neu und weisen auch nach den Testwochen keine Mängel auf.


Gesamteindruck:
Pflegeleicht, schick und robust zugleich sind diese Kunstfell-Dressurgamaschen meine neuen Lieblingsbegleiter geworden. Lediglich für Stangenarbeit und Springtrainings würde ich Gamaschen ohne Fell mit härterer Außenschale bevorzugen.

www.kraemer.de


Passform: 4
Robustheit: 3,5
Reinigung: 3,5
Preis-Leistungs: 4


Bild: Fotos Felix Bühler No. 1
Bild: Fotos Felix Bühler No. 2
Bild: Fotos Felix Bühler No. 3

Kavalkade – Kunstleder-Gamaschen Show

 

Beschreibung:
Die Kunstleder-Gamasche von Kavalkade mit Teddyfell auf der Innenseite hat drei Klettverschlüsse, egal ob für die Vorder- oder Hinterbeine. So soll ein optimaler Sitz garantiert werden. Farben: schwarz, weiß, Größen: S bis XL


Das Testurteil von Anja Feddern:

Die Gamaschen bestechen durch ihre sehr gute Optik und die hervorragende Verarbeitung. Sie fallen jedoch sehr groß aus. Bei unserem ersten Testpferd, einer circa 1,68 Meter großen, eher etwas  blütigen Stute, wirkten die Gamaschen klobig und verrutschten beim Reiten. Bei einem anderen Pferd mit stabilerem Knochenbau passen die Gamaschen gut und verrutschen bei der Dressurarbeit nicht. Die Klettverschlüsse sind einfach zu schließen, jedoch recht lang. Es entstanden keine Abnutzungsspuren durch Streifen der Beine oder Reinigen der Gamaschen.


Gesamteindruck:

Das glatte Außenmaterial lässt sich leicht feucht abwischen, das weiche Kunstfell im Innenbereich der Gamasche lässt sich gut ausbürsten.  Sie sind maschinenwaschbar und trocknen schnell.


www.kavalkade.de


Passform: 2,5
Robustheit: 3,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Kavalkade No. 1
Bild: Fotos Kavalkade No. 2
Bild: Fotos Kavalkade No. 3

LOESDAU – Dressurgamaschen von Cheval de Luxe

 

Beschreibung:
Die Loesdau-Fesselkopfgamaschen von Cheval de Luxe sind aus Kunstleder und sollen besten Schlagschutz bieten, da sie rundum schützen und mit einer schockabsorbierenden Neopren-Innenfütterung und einer festen Kunststoffschale an der Innenseite ausgestattet sind.
Farben:  white, brown, und black, Größen: M und L, Preis: 32,- Euro

Das Testurteil von Anna Blunck:

Die Fesselkopfgamaschen sind klassisch und schick. Unser 1,72 Meter großer Wallach hat eher schmale Beine, weshalb die Gamaschen in Größe L fast zu groß wirkten. Beim ersten Training rutschten sie hinten – nach starkem Festziehen der Klettverschlüsse blieben sie aber in Position. Durch die Kunststoffschale und den Rundum-Schutz waren die Pferdebeine auch auf dem Feld oder beim Ausreiten bestens geschützt. Nach der Testphase sind leichte Abnutzungen am Kunstleder erkennbar, was auch damit zusammenhängen kann, dass sie bei unserem Pferd am Fesselkopf leicht abstehen und nicht flexibel anpassbar sind. Die Reinigung habe ich per Hand vorgenommen.


Gesamteindruck:

Für knapp über 60 Euro bekommt man ein Vierer-Set Gamaschen, das in Sachen Optik, Schutz und Preis-Leistung überzeugt. Ich würde sie in weiß als Turniergamasche empfehlen und mir für das tägliche Training robusteres Außenmaterial und bessere Anpassungsmöglichkeiten wünschen.


www.loesdau.de


Passform: 2,5
Robustheit: 2,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Loesdau No. 1
Bild: Fotos Loesdau No. 2
Bild: Fotos Loesdau No. 3

Mattes – Profi Gamasche

 

Beschreibung:
Die Profi Gamasche ist für das professionelle Dressurtraining entwickelt worden und soll einen  ungehinderten Bewegungsablauf des Fesselgelenkes garantieren. Das Lammfell soll vor Reibung schützen, nicht aufheizen und größere Mengen Schweiß speichern. Verschiedene Farben und Größen, Preis: ab 72,30 Euro


Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Die Gamaschen sind sehr schick und hochwertig verarbeitet mit schönen Details. Aufgrund der großen Farbpalette sind bei der Konfiguration kaum Grenzen gesetzt. Besonders gut gefällt mir das abnehmbare Lammfell, das auch nach mehrfachem Waschen weich und flauschig blieb. Die Außenschale der Gamasche lässt sich einfach abwischen und ist an den Innenseiten nochmal extra verstärkt und bietet daher optimalen Schutz der Beine. Durch das dicke Lammfell passt sich die Gamasche optimal dem Pferdebein an und auch nach dem Training hatte ich nie das Gefühl, dass die Beine stark verschwitzt waren.


Gesamteindruck:

Für mich eine tolle Trainingsgamasche ohne Wenn und Aber. Der erhöhte Pflegeaufwand des Lammfells ist der einzige kleine Minuspunkt für dieses Produkt.


www.e-a-mattes.com


Passform: 4
Robustheit: 3,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 4


Bild: Fotos Mattes No. 1
Bild: Fotos Mattes No. 2
Bild: Fotos Mattes No. 3

Showmaster by Krämer – Softzone Hartschalengamaschen und Streichkappen

 

Beschreibung:
Die Gamaschen und Streichkappen haben eine anatomisch geformte Hartschale, die dem Sehnenapparat den nötigen Schutz und gleichzeitig gute Bewegungsfreiheit bieten soll. Die Hartschale hat im Bereich des Fesselträgeransatzes eine Aussparung, die weich gepolstert ist. Größen: Cob, Warmblut, Farben: anthrazit, schwarz, dunkelbraun, night-blue, Preis: 24,90 Euro Gamaschen, 17,90 Euro Streichkappen


Das Testurteil von Johanna Wilke:

Die Gamaschen passen sich hervorragend an die Pferdebeine an, besonders die weiche Polsterung mit der Aussparung am Fesselträgeransatz hat mich begeistert. Die Elastik-Bänder sind breit, sodass der Druck gut verteilt wird und man sie leicht einstellen kann. Die Schale ist für die Alltags-Arbeit fest genug. Bei Pferden, die sich viel streifen oder in die Vorderbeine springen, dürfte sie aber gerne härter sein. An den Streichkappen waren nach einigen Wochen Abriebspuren an der Innenseite zu sehen. Ich habe die Gamaschen ohne Probleme in der Maschine gewaschen.


Gesamteindruck:
Für das tägliche Training und Ausritte sind die Gamaschen und Streichkappen absolut zu empfehlen. Sie sind sehr günstig und passen sich trotzdem herausragend gut an das Bein an.


www.kraemer.de 


Passform: 4
Robustheit: 3
Reinigung: 4
Preis-Leistung: 4


Bild: Fotos Kraemer No. 1
Bild: Fotos Kraemer No. 2
Bild: Fotos Kraemer No. 3

USG – Tekna Gamaschen und Streichkappen mit Kunstfell

 

Beschreibung:
Die Tekna Hartschalen-Vordergamaschen und Streichkappen in Karbonoptik verfügen über ein weiches Kunstfellfutter. Sie sollen besonders pflegeleicht sein und verfügen über stabile Knopfstrippen-Verschlüsse. Größen: Pony, Vollblut, Warmblut, Farbe: schwarz, Preis: Vordergamaschen 47,95 Euro, Streichkappen 43,95 Euro

Das Testurteil von Jennifer Witt:

Die Hartschalen-Gamaschen passen sich trotz ihres härteren Materials optimal an das Pferdebein an. Die Knopfstrippen-Verschlüsse verhindern, dass sich Dreck, Staub oder Flusen festsetzen, wie es oft bei Klettverschlüssen der Fall ist. Lediglich die Verstellbarkeit der zwei elastischen Riemen ist nicht so flexibel wie bei einem Klettverschluss, da man hier an die drei vorgegebenen Befestigungspunkte gebunden ist. Das weiche Kunstfellfutter auf der Innenseite verhindert, dass die Gamaschen scheuern, ist gut verarbeitet und leicht zu reinigen. Durch die weißen Nähte sind die Gamaschen optisch ein echter Hingucker.


Gesamteindruck:

Die Gamaschen schützen das Pferdebein zuverlässig vor Stößen und geben zusätzliche Stabilität. Sie sind ideal für Ausritte oder zum Springen geeignet und überzeugen mit einem weichen, unempfindlichen Kunstfellfutter.


www.usg-reitsport.eu


Passform: 3,5
Robustheit: 4
Reinigung: 3,5
Preis-Leistung: 3,5


Bild: Foto Tekna No. 1
Bild: Foto Tekna No. 2
Bild: Foto Tekna No. 3
Bild: Foto Tekna No. 4

EQ Protect von EQuest

 

Beschreibung:
Die Innenseite der anatomisch geformten Gamaschen ist mit einem atmungsaktiven Neopren gefüttert. Außen sorgt eine Hartschale für Stoßabsorbierung. Farben: matt-schwarz, matt-weiß, matt-braun, lack-schwarz und lack-weiß. Preis: 69,95 Euro


Das Testurteil von Anna Carolina Quellmann:
Besonders der hohe Schutzfaktor aufgrund der anatomisch geformten Hartschale hat mich überzeugt. Dank der atmungsaktiven Innenseite der Gamaschen wird das Pferdebein nicht warm. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Gamaschen optimal passen, denn sie fallen  verhältnismäßig klein aus. Der Klettverschluss ist stabil und hält auch, wenn Sand in den Verschluss gerät. Es ist eine Handwäsche zu empfehlen, da das Kunstleder anfällig für Risse und Abnutzungserscheinungen ist.


Gesamteindruck:
Für Pferde, die sich häufig streifen und deshalb einen besonderen Beinschutz mit härterer Schale benötigen, sind die Gamaschen gut geeignet. Schnelles An- und Ausziehen machen sie für die tägliche Arbeit interessant, sie sind aber vergleichsweise teuer.


www.equest-online.de


Passform: 3
Robustheit: 3
Reinigung: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 2,5


Bild: Fotos Equest No. 1
Bild: Fotos Equest No. 2
Bild: Fotos Equest No. 3

Equick – eSHOCK FRONT

 

Beschreibung:
Die eSHOCK-Serie zeichnet sich durch das patentierte Gel-System aus: Die spezielle Blase in der Schicht soll die Belastung auf das Pferdebein reduzieren, Stöße und Tritte sollen absorbiert werden. Die Außenschale ist mit TPU verstärkt, innen schützt weiches Neoprenfutter. Zwei elastische Riemen werden an Befestigungspunkten angebracht. Handwäsche bei 30 Grad möglich, Größen: S bis L, Farben: schwarz, braun, Preis: 134,95 Euro


Das Testurteil von Johanna Wilke:
Die Gamaschen von Equick sind stabil und die Schale hart, sodass man das Gefühl bekommt, dass die Pferdebeine sehr gut vor Stößen geschützt sind. Man kann die Riemen in drei Stufen befestigen, weshalb die Flexibilität nicht so groß ist wie bei einem Klettverschluss. Der Stufen-Verschluss, die Schale mit der Gel-Blase und das Innenfutter sind sehr gut verarbeitet. Die Riemen sind jedoch ziemlich schmal, sodass das Fell leider etwas aufgeraut und der Druck nicht so gut verteilt wird wie bei breiteren Riemen.


Gesamteindruck:
Die Gamaschen vermitteln durch ihre Härte und Stabilität ein sicheres Gefühl. Die Riemen würde ich mir breiter und elastischer wünschen, um sie besser anpassen zu können.


www.equick.shop


Passform: 2,5
Robustheit: 4
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 2,5


Bild: Fotos Equick No. 1
Bild: Fotos Equick No. 2
Bild: Fotos Equick No. 3

Mähnen- und Schweifspray im Test


Die einen verwenden es täglich, andere nur vor dem Turnier  – wie oft man Mähnen- und Schweifspray einsetzt, hängt aber nicht nur vom eigenen Empfinden, sondern auch maßgeblich von der Qualität und Langlebigkeit des Produkts ab. Die PFERD+SPORT-Testredaktion hat neun Sprays in den Alltagstest genommen.

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Carr & Day & Martin Canter Mane & Tail Conditioner

 

Beschreibung:
Der Canter Mane & Tail Conditioner von Carr & Day & Martin soll Haarbruch  reduzieren, das Langhaar pflegen und schonend von Knoten befreien, ohne ölig zu wirken. Der Conditioner ist mit einer 360-Grad-Sprüh-Technologie ausgestattet. Preis: 16,90 Euro (600 Milliliter)


Das Testurteil von Anna Blunck:
Mein Welsh Cob mit viel Schweifvolumen ist  täglich draußen, weshalb die Langhaarpflege immer besonders zeitintensiv ist. Wie gewohnt habe ich Strähne für Strähne eingesprüht und mich nach dem Putzen dem Schweif gewidmet.  Dank des 360-Grad-Sprühkopfs ist kaum ein Geräusch hörbar, während sich der langanhaltende Sprühnebel sanft und großflächig verteilt. Das Langhaar ist innerhalb von Minuten kämmbar, glänzt natürlich und wird deutlich weicher. Der Geruch ist angenehm und auch die Langzeitwirkung konnte – je nach Wetter – mit zwei bis vier Tagen überzeugen.


Gesamteindruck:
Ich kann den Canter Mane & Tail Conditioner wärmstens empfehlen. Er überzeugt durch sofortige Wirksamkeit, eine tolle Langzeitwirkung bei gutem Verbrauch und nicht zuletzt durch das edle Design der Flaschen, die ab Mai auch aus recyclebarem Aluminium verfügbar sind.


www.carrdaymartin.de


Kämmbarkeit und Glanz: 4
Haltbarkeit: 3,5
Anwendbarkeit: 4
Preis/Leistung: 3,5


Bild: Fotos Carr Day MArtin No. 1
Bild: Fotos Carr Day MArtin No. 2
Bild: Fotos Carr Day MArtin No. 3

Leovet Milton-Weiß Schimmel Striegel

 

Beschreibung:
Der Schimmel Striegel soll das Fell leicht von hartnäckigen Flecken wie Mist, Gras und Dreck befreien. Verfärbungen sollen verschwinden und das klare Weiß wieder zum Vorschein bringen. Natürliche Proteine des Moringabaums dienen dazu, die neue Anlagerung von Schmutzpartikeln verhindern. Preis: 13,95 Euro (500 Milliliter)


Das Testurteil von Jennifer Witt:

Der Milton-Weiß Schimmel Striegel von Leovet bietet eine tolle Alternative zum altbewährten Schimmelstein. Er wird direkt auf die betroffenen Flecken gesprüht und mit einem Tuch abgewischt. Verfärbungen und Flecken im Fell werden so zuverlässig entfernt. Besonders vorteilhaft finde ich dieses Spray für die kälteren Tage. Ohne sein Pferd waschen zu müssen, erhält man ein gutes Ergebnis. Das Spray riecht sehr angenehm und lässt sich leicht auf Fell und Langhaar aufsprühen. Allerdings trat der gewünschte Weißeffekt beim Schweif leider nicht ein. Lediglich die Kämmbarkeit von Mähne und Schweif hat sich, wie bei herkömmlichen Schweifsprays auch, verbessert.


Gesamteindruck:

Eine tolle Alternative um das Fell seines Pferdes sauber zu bekommen, ohne es gleich waschen zu müssen. Bei Mähne und Schweif hat das Spray nicht den gewünschten Effekt erzielt.


www.leovet.de


Kämmbarkeit und Glanz: 3
Haltbarkeit: 3
Anwendbarkeit: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3


Bild: Fotos Leovet No. 1
Bild: Fotos Leovet No. 2
Bild: Fotos Leovet No. 3

Soulhorse by Bense&Eicke Lili’s #Unique Hairspray

 

Beschreibung:
Lili’s #Unique Hairspray fällt auf: Die rosafarbene Flüssigkeit in der liebevoll designten Flasche enthält eine Micro-Silikonöl-Emulsion, die Schmutzpartikel lösen und für leichte Kämmbarkeit und Volumen sorgen soll. Preis: 13,50 Euro (500 Milliliter)


Das Testurteil von Anja Feddern:

Mähne und Schweif lassen sich nach dem Aufsprühen leicht durchkämmen. Besonders der Sprühkopf, der nach einmaligem Drücken noch länger nachsprüht, sorgt für eine gute Verteilung des Sprays auf dem Pferd. Der Sprühnebel ist sehr fein, sodass nichts vom Inhalt verschwendet wird. Je nach Wetterlage hält das Spray den Schweif und die Mähne noch mehrere Tage gut kämmbar. Der Geruch ist angenehm und nicht zu aufdringlich. Das rosafarbene Spray hinterlässt keine Spuren auf dem Fell. Das Design macht das Spray zum Hingucker in der Putzbox.


Gesamteindruck:

Das Spray eignet sich für den täglichen Eigengebrauch oder wegen seiner Optik auch als Geschenk. Es punktet gleichzeitig mit der hervorragenden Anwendbarkeit durch den nachsprühenden Kopf.


www.bense-eicke.de


Kämmbarkeit und Glanz: 3,5
Haltbarkeit: 3,5
Anwendbarkeit: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5


Bild: Fotos SoulHorse No. 1
Bild: Fotos SoulHorse No. 2

Effol Mähnen-Schweif-Liquid

 

Beschreibung:
Das Mähnen-Schweif-Liquid von Effol soll mehr Fülle und Volumen in Schweif und Mähne bringen. Spezielle Öle sollen die Schweifrübe und den Mähnenkamm vor dem Austrocknen schützen. Silikonöle sollen eine leichtere Kämmbarkeit garantieren. Preis: 13,50 Euro (500 Milliliter)


Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Ich habe das Spray nicht nur auf gewaschenem Haar sondern ebenfalls auf verdrecktem Haar nach dem Paddock-Gang  getestet und das Liquid hat den Test absolut bestanden. Der Lemongras-Ölgehalt des Sprays sorgt nicht nur für einen angenehm dezenten und natürlichen Duft, er lässt den Schweif und die Mähne auch gepflegt und glänzend wirken, ohne dass das Haar fettig wirkt. Auch mehrere Tage nach dem Gebrauch merkt man das Liquid noch deutlich im Langhaar, sodass man sehr sparsam damit umgehen kann. Lediglich der erste Sprühstoß wirkt sehr grob, sodass man das Spray aus genügend Entfernung auftragen sollte.


Gesamteindruck:

Das Mähnen-Schweif-Liquid hält, was es verspricht und lässt das Langhaar langfristig glänzend und weich wirken. Die zierliche Flasche lässt sich problemlos im Putzkasten oder im Turnierrucksack verstauen.


www.effol.com


Kämmbarkeit und Glanz: 4
Haltbarkeit: 4
Anwendbarkeit: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3


Bild: effol fotos No. 1
Bild: effol fotos No. 2

Leovet 5-Sterne Striegel

 

Beschreibung:
Der 5-Sterne Striegel verspricht sensationellen Glanz, schnelle Kämmbarkeit von Mähne und Schweif und tagelangen Schutz vor Staub und Schmutz. Mit Arginin als Wirkstoff soll das Haarwachstum angeregt, mit pflanzlichem Pentavitin Juckreiz gemildert werden. Preis: 15,95 Euro (750 Milliliter)


Das Testurteil von Johanna Wilke:
Bei dem 5-Sterne Striegel handelt es sich um einen Klassiker unter den Mähnensprays: Es duftet dezent und verfügt über einen klassischen Sprühkopf. Die Flasche mit 750 Millilitern hält bei wöchentlicher Anwendung mehrere Monate. Besonders positiv aufgefallen ist mir die lange Haltbarkeit – ich habe das Spray meist nach dem Schweifwaschen großzügig aufgesprüht und nach dem Trocknen gekämmt. Das Schweifhaar ließ sich leicht kämmen, es wurden nur wenige Haare ausgerissen und vor allem hielt die verbesserte Kämmbarkeit immer mindestens drei Tage an. Einziger kleiner Minuspunkt ist der Sprühkopf, bei dem ich mir einen breiteren Sprühnebel gewünscht hätte.


Gesamteindruck:

Ein klassisches Mähnen- und Schweifspray, das sich durch seinen dezenten Duft und die lange Haltbarkeit auszeichnet. Der Preis ist für eine verhältnismäßig große Flasche, die lange hält, absolut angemessen.


www.leovet.de


Kämmbarkeit und Glanz: 3,5
Haltbarkeit: 4
Anwendbarkeit: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4


Bild: Leovet fünf sterne fotos No. 1
Bild: Leovet fünf sterne fotos No. 2
Bild: Leovet fünf sterne fotos No. 3

 

Beschreibung:
Das Horsegloss 3in1 von Parisol verspricht leichte Kämmbarkeit und Glanz mit Langzeitformel. Die staub- und schmutzabweisende Wirkung soll die Putzzeit verkürzen. Das Spray enthält Silikon-Emulsionen. Preis: 13,50 Euro (750 Milliliter)


Das Testurteil von Anna Carolina Quellmann:

Beim ersten Sprühen fällt direkt der angenehm unauffällige Duft des Sprays auf. Dank des multifunktionalen Sprühkopfs lässt sich das Horsegloss entweder fein oder grober sprühen und wieder verschließen, sodass ein Auslaufen in der Putzbox fast unmöglich ist. Das Sprühgeräusch ist sehr leise und somit ist das Spray auch für ängstliche Pferde gut geeignet. Nach einer kurzen Einwirkzeit gleitet die Bürste ganz leicht durch die Mähne. Der Schweif musste nicht einmal verlesen werden, sondern konnte beim ersten Bürstenstrich komplett durchgekämmt werden. Nach mehreren Tagen hielt die Wirkung des Mähnensprays immer noch an, sodass ich sehr sparsam mit dem Produkt umgehen konnte.


Gesamteindruck:
Die 3in1-Wirkung für Mähne, Schweif und Fell macht das Spray äußerst praktisch. Das Produkt punktet mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugt durch seine langanhaltende Qualität.


www.bense-eicke.de


Kämmbarkeit und Glanz: 4
Haltbarkeit: 3,5
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4


Bild: Fotos Parisol No. 1
Bild: Fotos Parisol No. 2

KERBL Mähnenspray ManeCare

 

Beschreibung:
Das Mähnen- und Schweifspray ManeCare mit Mandelöl soll nicht nur für  gute Kämmbarkeit des Langhaares sorgen und Glanz verleihen, sondern auch Haut und Fell vor Austrocknung schützen, Haarbruch minimieren und zusätzlich pflegen. Preis: 9,90 Euro (1.000 Milliliter)

Das Testurteil von Anna Blunck:

Als Besitzerin von vier Pferden freute ich mich besonders über die Größe der Flasche – auch wenn sie nicht in den Putzkasten passt und in der Anwendung ein wenig unhandlicher ist. Ein Liter Schweifspray für unter zehn Euro machen die vielleicht etwas sperrige Handhabung aber wett. Der Geruch ist frisch. Im ersten Moment wirkt es klebrig, weshalb ich eine Einwirkzeit von circa 15 Minuten empfehlen würde.  Für die Verwendung auf dem Fell sollte man etwa einen Meter Abstand halten, da das Aufsprühen sonst nur punktuell erfolgt. Fell und Haar überzeugen nach der Anwendung aber durch schönen Glanz und auch die Wirkung hielt zwei bis drei Tage an.


Gesamteindruck:
Das Preis-Leistungs-Verhältnis des ManeCare-Sprays aus dem Hause Kerbl ist wohl kaum zu toppen. Ohne viel Designaufwand besticht dieses Produkt vor allem bei häufiger Anwendung und hohem Verbrauch durch Funktion und Ergebnis.


www.kerbl.de

Kämmbarkeit und Glanz: 3,0
Haltbarkeit: 3,0
Anwendbarkeit: 2,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4


Bild: Fotos Kerbl No. 1
Bild: Fotos Kerbl No. 2

Magic Brush Care & Shine Pflegespray

Beschreibung:
Das Care & Shine Pflegespray von Magic Brush gibt es in zwei Varianten: „Fruit Surprise“ mit einem angenehm fruchtigen Beeren-Duft und „Sensitive-Aloe Vera“, das sehr mild nach Aloe Vera duftet und extra Feuchtigkeit spendet. Das Pflegespray ist frei von Silikonen und besteht zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen. Preis: 11,99 Euro (300 ml)


Das Testurteil von Lina Preuss:
Das Spray sprüht fein und ist deswegen in der Anwendung sehr sparsam. Durch das leise Sprühgeräusch ist es besonders bei sensiblen Pferden gut einsetzbar. Die Flasche ist richtig praktisch, weil sie auch verkehrt herum sprüht. Meiner Meinung nach erfüllt das Pflegespray seinen Zweck voll und ganz, denn das Fell glänzt nach der Anwendung natürlich schön und der Schweif lässt sich super leicht ausbürsten.


Gesamteindruck:

Mein Favorit ist die Variante „Sensitive-Aloe Vera“, da es sogar entzündungshemmend wirkt. Aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe würde ich das Care & Shine Pflegespray von Magic Brush für die regelmäßige Anwendung am Pferd empfehlen.


www.magicbrush.com


Kämmbarkeit und Glanz: 4
Haltbarkeit: 3
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3


Bild: Fotos Magic Brush No. 1
Bild: Fotos Magic Brush No. 2

Zedan Mähnen-, Fell- und Schweifglanzspray

 

Beschreibung:
Das Spray für Mähne, Fell und Schweif von Zedan mit Provitamin B5, natürlichem Vitamin E und ausgewählten Conditionern soll einen außergewöhnlichen, langanhaltenden seidigen Glanz und mehr Volumen. Das Spray ist hautfreundlich und pH-neutral. Preis: 15,95 Euro (750 Milliliter)


Das Testurteil von Johanna Wilke:

Das Spray riecht außergewöhnlich gut, dabei ist es nicht zu aufdringlich. Beim Sprühen fällt auf, dass der Schweif und die Mähne zunächst etwas klebrig werden. Der Sprühnebel ist gleichmäßig und nicht zu grob. Ist das Produkt eingezogen, lässt sich das Langhaar gut durchkämmen und erhält mehr Volumen. Damit es auch mehr glänzt und das Pflegeergebnis anhält, müsste man das Spray jeden Tag verwenden. Dadurch hat man allerdings einen recht hohen Verbrauch.


Gesamteindruck:

Ein sehr wohlriechendes Produkt, das ich eher denjenigen empfehle, die nicht jeden Tag den Schweif bürsten oder verlesen wollen. Weil man für ein langanhaltendes Ergebnis täglich sprühen müsste, gibt es Abzüge in der Haltbarkeit.


www.zedan.de


Kämmbarkeit und Glanz: 3
Haltbarkeit: 2,5
Anwendbarkeit: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 2,5

Bild: Fotos Zedan No. 1
Bild: Fotos Zedan No. 2

Sattelgurte im Test

Dass der Sattel für Reiter und Pferd angepasst werden muss, ist zu den meisten Sportlern mittlerweile durchgedrungen. Weniger Wert wird aber auf die Passform des Gurtes gelegt – zu Unrecht! Ist ein Sattelgurt zu eng, werden die Atmung, die Bewegungsfreiheit und somit die Leistungsfähigkeit des Tieres beeinträchtigt. Gurtzwang kann eine langwierige und kaum umkehrbare Folge eines zu engen oder störenden Sattelgurts sein. Ob klassisch oder futuristisch – der Gurt muss passen. Eine Auswahl an Modellen hat die PFERD+SPORT-Redaktion getestet.

Bild: Foto Sattel Aufmacher No. 1
Bild: Foto Sattel Aufmacher No. 2
Bild: Foto Sattel Aufmacher No. 3
Bild: Foto Sattel Aufmacher No. 4
Bild: Foto Sattel Aufmacher No. 5

dt Saddlery - Butterfly Kurzgurt Rainer

 

Beschreibung:
Der Kurzgurt Rainer von Butterfly mit Kautschuk-Unterseite soll ein Verrutschen des Sattels verhindern. Durch den ergonomischen Schnitt des Sattelgurtes soll eine optimale Druckverteilung erreicht werden, die das Brustbein entlastet und zu hoher Ellenbogenfreiheit führt. Der Gurt wird aus atmungsaktivem MEMOFORM®-Gewebe gefertigt, das durch seine semi-elastischen Eigenschaften hohen Tragekomfort garantiert. Er wird daher auch für Pferde empfohlen, die unter Gurtzwang leiden. Die Sattelstrippenführung wird per Klettband geschlossen. Die Rollschnallen aus rostfreiem Edelstahl erleichtern das Nachgurten. In der Waschmaschine bei 20 Grad waschbar, Längen: 45 bis 90 Zentimeter, Preis: 109,- Euro


Das Testurteil von Johanna Wilke:

Der Hersteller empfiehlt, den Gurt fünf bis zehn Zentimeter länger zu wählen, als die übliche Gurtlänge des Pferdes. Ich habe mich für fünf Zentimeter entschieden, was bei meinem Pferd völlig ausreichend war. Der Gurt hat eine gute Passform und die Haut bildete keine Falten. Normalerweise tendiere ich wegen der einfacheren Reinigung eher zu Leder-Gurten, allerdings lässt sich der Kurzgurt Rainer problemlos in der Maschine waschen. Das Angurten ließ sich meine recht empfindliche Stute gut gefallen, beim Reiten habe ich allerdings keine positive Veränderung zu meinem vorherigen Gurt ohne Bauchauflage gemerkt. Der Klettverschluss für die Sattelstrippen war für meinen Geschmack etwas zu dick, ein flacherer Verschluss würde mehr Schulterfreiheit ermöglichen und die Strippen ließen sich leichter verstauen.


Gesamteindruck:

Der Kurzgurt Rainer ist sehr gut verarbeitet und das Material robust. Abzüge gibt es für das Testkriterium Praktikabilität, da der Klettverschluss für die Gurtstrippen etwas zu dick und unpraktisch ist. Der Preis von 109,- Euro für einen ergonomischen Gurt mit Bauchauflage zur Druckverteilung ist positiv hervorzuheben.


www.dt-saddlery.de


Passform: 3,5
Praktikabilität: 2,5
Reinigung: 4
Preis-Leistung: 3,5


Bild: Fotos dt saddlery No. 1
Bild: Fotos dt saddlery No. 2
Bild: Fotos dt saddlery No. 3

Christ - Mondgurt Lammfell

 

Beschreibung:
Der Lammfell-Mondgurt von Christ ist ein anatomisches Modell mit konkaver Sichelform. Die innere, kürzere Sichelform gehört nach vorne, in Richtung der Vorderbeine. Die lange Außenseite muss zum Bauch zeigen. Der Sattelgurt hat zwischen den beiden nach vorne gerichteten Rollenschnallen einen kürzeren Abstand als hinten. Damit öffnet sich der Gurt nach hinten und der Bauch soll mehr Platz haben. Dadurch soll der Gurt nicht mehr so stark nach vorne gezogen werden. Farben: schwarz, natur, anthrazit, braun, Längen: 40 bis 90 Zentimeter, Preis: 129,- Euro


Das Testurteil von Ken-Christian Horst:
Für meine sensible, etwas bauchige Stute passte dieser Gurt optimal. Es gab aufgrund des anatomischen Schnitts kein Verrutschen von Gurt oder Sattel, wie ich es von manch anderem gewohnt war. Das Pferd reagiert grundsätzlich sehr sensibel beim Angurten und hatte auch schon von anderen, nicht optimal passenden Gurten bereits Scheuerstellen. Mit dem Testgurt hatte ich durchweg das Gefühl, mein Pferd nicht einzuengen. Aufgrund der dicken Polsterung durch das Lammfell kam ich nicht in die Versuchung, zu fest zu gurten. Auch Scheuerstellen blieben aus. Damit das Lammfell nicht durch Schweiß und Dreck verklebt, habe ich den Gurt regelmäßig mit Lammfell-Waschmittel gewaschen und mit einer Metallbürste bearbeitet. Abnutzungsspuren waren in dieser Zeit nicht zu erkennen.


Gesamteindruck:
Für jedes Pferd gibt es einen passenden Gurt, ich habe durch diesen Test den optimalen Gurt für meine Stute gefunden und bin sehr zufrieden. Besonders die weiche Polsterung zeichnet ihn positiv aus. Lediglich für den erhöhten Pflegeaufwand gibt es Abzug in der Bewertung.


www.lammfelle.de


Passform: 4
Praktikabilität: 3,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung:  4


Bild: fotos Christ No. 1
Bild: fotos Christ No. 2
Bild: fotos Christ No. 3

Stübben - Equi-Soft

 

Beschreibung:
Dieser Sattelgurt verspricht eine optimale Gurt-Druck-Verteilung, was eine negative Reaktion beim Angurten vermindern soll. Seine Besonderheit ist der Aufbau: Der Gurt besteht aus drei flexiblen Teilen und passt sich der Körperform des Pferdes somit leichter an. Außerdem ist durch die Elastizität ein Öffnen des Brustkorbes und somit die Entlastung des Brustbeines möglich. Anders als bei handelsüblichen Sattelgurten sind die Elastikstrippen nicht an der Gurtschnalle, sondern unter dem Bauch in Form von Elastikringen verarbeitet. Farben: ebony, tobacco und schwarz, wahlweise mit Lammfell-, Leder- oder Neoprenpolster, Längen: 40 bis 150 Zentimeter, Preis: ab 250,- Euro


Das Testurteil von Anna Carolina Quellmann:

Beim ersten Betrachten sieht der Sattelgurt ungewöhnlich aus. Doch meine Skepsis verflog schon bei der ersten Anwendung. Die Polsterung ist leicht durch einen Klettverschluss auf dem Gurt anzubringen. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, das Polster zu wechseln und so auf die Bedürfnisse des Pferdes anzupassen. Das Polster sowie der Gurt selbst überzeugten mich mit ihrer sehr guten Verarbeitung. Es entstehen weder Scheuerstellen noch Haarbruch, da das Polster über den Gurt hinausragt. Der Gurt soll immer mittig unter dem Pferdebauch liegen, sodass auf beiden Seiten nachgegurtet werden muss, damit der Gurt seinen Zweck erfüllt. Darauf habe ich sehr geachtet und mein Pferd reagierte deutlich entspannter, der Gurt scheint ihn dank der Elastikringe nicht einzuengen. Auch beim Reiten bewegt sich mein Pferd freier und runder. Ein zu festes Gurten aufgrund der Elastizität konnte ich nicht bemerken.


Gesamteindruck:
Für ein Pferd mit Gurtzwang ist der Equi-Soft Sattelgurt die optimale Lösung. Trotz seines stolzen Preises ist die Anschaffung für betroffene Pferde oder auch als prophylaktische Maßnahme jeden Cent wert. Toll ist auch die Möglichkeit, die Polster auszutauschen.


www.stuebben.com


Passform:4
Praktikabilität: 4
Reinigung: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3


Bild: Fotos Stübben No. 1
Bild: Fotos Stübben No. 2
Bild: Fotos Stübben No. 3
Bild: Fotos Stübben No. 4

Pferdefaible - Tapestry Komfort

 

Beschreibung:
Der Tapestry Komfort Sattelgurt wurde für Pferde mit Gurtzwang und Problemen beim Gurten entwickelt. Auch Pferde, die keine Probleme mit herkömmlichen Sattelgurten haben, laufen laut Hersteller mit diesem Modell runder und zufriedener. Das patentierte Design mit neoprengepolsterter Brustplatte soll es dem Pferd ermöglichen, frei zu atmen und bietet gleichzeitig einen festen und sicheren Halt. Die natürliche Bewegung des Ellenbogens soll durch die schlanke Passform des Gurtes an dieser sensiblen Stelle nicht eingeschränkt und typische Druckpunkte des Sattelgurtes durch das Design deutlich reduziert werden. Farben: schwarz, braun, Größen Kurzgurt: 61 bis 81 Zentimeter, Langgurt: 97 bis 137 Zentimeter, Preis: 149,90 Euro


Das Testurteil von Jennifer Witt und Johanna Wilke:

Wir haben einen Kurz- und einen Langgurt getestet. Dabei fiel auf, dass der Dressurgurt durch den kürzeren Elastik-Teil deutlich fester ist als die Langversion. Der Gurt und die Brustplatte zur Druckverteilung sind gut verarbeitet, die Platte ist jedoch recht steif und wenig flexibel. Getestet wurde der Kurzgurt an zwei Pferden mit unterschiedlichen Ergebnissen. Während ein Pferd sich mit dem Gurt gut und locker reiten ließ, zeigte das andere Pferd deutliches Unbehagen auf, hielt sich im Rücken fest und klemmte. Beim Wechseln des Gurtes, zurück zum altbewährten Gurt, legte das Pferd dieses Verhalten sofort ab. Beim Langgurt hatte man wegen des hohen Elastikanteils das Gefühl, häufiger nachgurten zu müssen als bei dem normalerweise benutzten Gurt. Das Testpferd hat ihn aber gut angenommen.

Gesamteindruck:

Wir würden wegen seiner festeren Form eher den Kurzgurt empfehlen. Die Brustplatte wünschen wir uns flexibler. Der Gurt ist gut verarbeitet und kann gut abgebürstet und abgewischt werden.


www.pferdefaible.de

Passform: 3
Praktikabilität: 2,5
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 2,5


Bild: Fotos Tapestry No. 1
Bild: Fotos Tapestry No. 2
Bild: Fotos Tapestry No. 3
Bild: Fotos Tapestry No. 4

Kieffer - Dressurgurt Air-Tex Plus

 

Beschreibung:
Der neue Dressurgurt Air-Tex Plus der Firma Kieffer hat eine breitere Auflagefläche als das Vorgängermodell, um die Druckverteilung zu optimieren. Das atmungsaktive Material soll die Luftzirkulation gewährleisten und für mehr Tragekomfort und verbessertes Klima sorgen.
Die patentierten Rollschnallen mit integriertem Elastomerband sollen das Nachgurten erleichtern, da der Dorn stabil in Position bleibt und automatisch von Loch zu Loch gedrückt wird. Längen: 45 bis 80 Zentimeter, Preis: 75,- Euro

Das Testurteil von Anna Blunck:

Der Kieffer Air-Tex Plus hebt sich durch sein leichtes und weiches Material von herkömmlichen Leder- oder Neoprengurten ab. Das Design und die Form sind dabei eher schlicht gehalten. Der Gurt passt sich gut an, lässt aber nicht allzu viel Raum im Bereich der Ellenbogen. Mein Pony ist zwar nicht empfindlich beim Gurten, aber in diesem Winter das erste Jahr nicht geschoren, weshalb ich gerade bezüglich der Schweißbildung und Luftzirkulation große Erwartungen hatte, die der Kurzgurt tatsächlich erfüllt. Starke Schweißränder und verklebtes Fell konnten reduziert werden. Auch Scheuerstellen, mit denen wir gerade im Fellwechsel immer mal wieder zu kämpfen hatten, blieben aus. Nach dem Reiten trocknete der Gurt in der beheizten Sattelkammer bis zum Folgetag komplett. Die Rollenschnallen mit Elastomerband vereinfachen das Nachgurten – gerade von oben – sehr,  lediglich das Lösen des Gurtes wird ein wenig aufwendiger. Die Gurtstrupfen können bequem in den Nylonlaschen verstaut werden.


Gesamteindruck:

Für das alltägliche Training ist der Air-Tex Plus für 75,- Euro der perfekte Begleiter. Nach mehreren Outdoor-Einsätzen – auch bei schlechtem Wetter – sieht der Gurt nach zweimaliger Wäsche in der Waschmaschine bei 30 Grad aus wie neu. Und gerade im Gelände ist das vereinfachte Nachgurten ein großes Plus.


www.kieffer.net


Passform: 3
Praktikabilität: 3,5
Reinigung: 4
Preis-Leistung: 4


Bild: Fotos Kieffer No. 1
Bild: Fotos Kieffer No. 2

Mattes - SLIM LINE

 

Beschreibung:
Der asymmetrische Langgurt Slim Line von Mattes mit abnehmbarem Lammfellüberzug soll dem Pferd mehr Bewegungsfreiheit im Ellbogenbereich gewährleisten, da er in diesem Bereich stark zurückgeschnitten ist. Empfohlen wird dieser Sattelgurt bei Pferden mit wenig ausgeprägter Gurtlage. Die abnehmbare Polsterung aus Lammfell soll für Entlastung sorgen, ein Verrutschen verhindern und  Scheuerstellen sowie Hautirritationen vorbeugen. Das sichtbare Gurtstück des Sattelgurtes besteht aus Leder. Bei 30 Grad mit Fellwaschmittel waschbar. Längen: 105 bis 160 Zentimeter; Lederfarbe: braun, schwarz, champagner; Lammfell: 30 Farbtöne wählbar. Preis: 211,10 Euro


Das Testurteil von Jennifer Witt:

Besonders überzeugt haben mich bei diesem Sattelgurt die Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen man sich seinen individuellen Gurt zusammenstellen kann. Bei der Gurtform kann man zwischen vier Alternativen wählen: anatomisch, asymmetrisch, mondförmig und athletico. Darüber hinaus kann beim Leder zwischen verschiedenen Farben gewählt werden. Keine Grenzen sind in den Farbwahl des Lammfells gesetzt. Hier hat man die Auswahl zwischen 30 verschiedenen Farbtönen. Funktional überzeugte der Langgurt durch optimale Bewegungsfreiheit des Pferdes im Ellbogenbereich. Mein Pferd ging deutlich lockerer und besser vorwärts als mit seinem üblichen Gurt. Der Lammfellbezug verhindert zuverlässig Scheuerstellen im Gurtbereich. Gerade bei empfindlichen Pferden, wie mein Wallach es als Schimmel ist, würde ich diesen Gurt trotz des relativ hohen Preises wärmstens empfehlen.


Gesamteindruck:

Der Mattes Langgurt Slim Line aus Lammfell hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Neben den tollen Gestaltungsmöglichkeiten wurde er vom Pferd optimal angenommen. Oft hatte ich bei anderen Sattelgurten Probleme mit Scheuerstellen im Gurtbereich.


www.e-a-mattes.com


Passform: 4
Praktikabilität: 4
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 3,5


Bild: Fotos Mattes No. 1
Bild: Fotos Mattes No. 2
Bild: Fotos Mattes No. 3

Euroriding - Kurzgurt Privilege Equitation

 

Beschreibung:
Der in Frankreich patentierte Kurzgurt Privilege Equitation ist bei Euroriding erhältlich. Von Eric le Tixerant entwickelt, soll das verwendete vollelastische Gewebe im Bereich des Brustbeins die Druckverteilung optimal lösen. Der Spinnstoff des Gurts stammt aus dem Bereich medizinischer Spezialgewebe und ist gleichermaßen dehnbar und  fest. Die Schnallen sind mit Leder ummantelt.  Farben: schwarz und braun, Längen: 55 bis 80 Zentimeter, Preis: 179,- Euro


Das Testurteil von Anna Blunck:

Der ergonomisch geformte Kurzgurt ist gut verarbeitet und die Brustplatte wirkt weich und flexibel. Ich war gespannt, ob mein Holsteiner, der beim Gurten leichte Abwehrreaktionen zeigt, diesen Gurt besser annehmen würde. Von Anfang an zeigte er bei vorsichtigem Gurten kaum angelegte Ohren und auch das sonstige Kopfschlagen blieb aus. Die Gurtstrupfen können durch einen doch recht massiven Klettverschluss gut verstaut werden. Wichtig ist aber, auf beiden Seiten gleichmäßig zu gurten, damit die Schaumstoffplatte mittig liegt, was aber durch den D-Ring gut von außen erkennbar ist. Beim Reiten hatte ich das Gefühl, dass mein Pferd nach dem Gurten und Aufsteigen tatsächlich  weniger klemmig losläuft. Eine generell verbesserte Losgelassenheit konnte ich aber nicht feststellen. Nach mehrmaligem Training – auch bei schlechtem Wetter draußen – waren kaum Gebrauchsspuren zu erkennen. Die Enden des Gurtes sind mit Lederpflege zu reinigen, die Brustplatte und das Gewebe sind einfach abzuwaschen – in die Waschmaschine darf er nicht.


Gesamteindruck:

Bei Pferden mit Sattelzwang oder Pferden, die nach dem Gurten zu Anspannung neigen, kann ich diesen Gurt wirklich empfehlen. Lediglich der recht hohe Preis, die Handwäsche und der etwas dicke Klettverschluss geben einen Punkt Abzug.


www.euroriding.de


Passform: 4
Praktikabilität: 3
Reinigung: 3
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Euroriding No. 1
Bild: Fotos Euroriding No. 2

Sommer - Kurzgurt Elegance

 

Beschreibung:
Der anatomisch geformte Kurzgurt ELEGANCE  der Sommer Sattlerwaren GmbH in klassischem Design ist aus sehr weichem und hochwertigem Leder gefertigt. Mit der Taillierung hinter den Schnallen soll er dem Pferd mehr Bewegungsfreiheit garantieren.  Für die Gurtstrupfen sind pro Seite je drei Laschen vorgesehen. Farben: schwarz, moro, mocca und cognac, Längen: 60 bis 90 Zentimeter, Preis: 170,- Euro


Das Testurteil von Anja Feddern:

Da ich seit Jahren ein älteres Modell des Herstellers verwende, war ich sehr gespannt. Sofort fielen mir das deutlich geschmeidigere Leder, die weiche Polsterung und die erstklassige Verarbeitung auf.  Da der Gurt hinter den Schnallen schmal tailliert ist, hat er eine sehr gute Passform und bietet viel Freiheit im Bereich der Ellenbogen. Es bilden sich auch bei festerem Gurten keine Falten. Besonders positiv ist hervorzuheben, dass der Gurt auch nach mehrmaligem Einsatz draußen, vielen Matschspritzern und trotz stärkerer Schweißbildung keine Gebrauchsspuren aufweist und mit gängigen Lederpflegemitteln kinderleicht zu reinigen ist. Auch Scheuerstellen oder kleine Abwehrreaktionen beim Gurten blieben aus. Ein weiterer Pluspunkt ist die gut durchdachte Verstauung der Gurtstrupfen am oberen und unteren Teil des Gurtes. Auch längere Gurtstrupfen können problemlos untergebracht werden.


Gesamteindruck:

Wer auf elegantes Design, beste Lederqualität und eine hochwertige Verarbeitung setzt, trifft mit dem Kurzgurt ELEGANCE die richtige Wahl. Der Preis von 170,- Euro für einen Ledergurt ohne besondere Eigenschaften erscheint zuerst hoch, ist aber bei Betrachtung der Qualität gerechtfertigt. Für mich als Dressurreiterin stellt der Gurt auch optisch viele Konkurrenten in den Schatten.


www.sattelmacher.com


Passform: 4
Praktikabilität: 4
Reinigung: 4
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Sommer No. 1
Bild: Fotos Sommer No. 2

Aufsteigen und oben bleiben - Steigbügel im Test

 

Die Geschichte der Steigbügel in der Reiterei ist lang. Schon aus dem Jahr 50 vor Christi wurden Aufzeichnungen über ihre Verwendung gefunden. Damals ritt man noch in schweren Panzern, was ohne Steigbügel über längere Strecken undenkbar gewesen wäre. Über die Jahrhunderte haben sich die verschiedensten Ausprägungen entwickelt, die – abhängig vom Ziel des Reitens – ganz unterschiedlich in Material und Aussehen gefertigt wurden. Auch heute unterscheiden sich nicht nur die Steigbügel der jeweiligen Reitweisen (Englisch, Western, Distanzsport…), sondern auch für die verschiedenen Disziplinen einer Reitweise (Dressur, Springen, Vielseitigkeit) werden bestimmte Bauweisen und Modelle bevorzugt. So setzen Dressurreiter meist auf schlichte, schmale Metallbügel mit Gummi-Trittfläche, während Spring- und Vielseitigkeitsathleten mittlerweile Steigbügel mit einem Gelenk-Arm bevorzugen. Dieser soll im Falle eines Sturzes verhindern, dass man mit dem Fuß im Bügel hängenbleibt. Auch verfügen diese Sicherheitssteigbügel in der Regel über Spikes auf der Trittfläche für mehr Halt im leichten Sitz und bei Nässe.


Sicherheitssteigbügel sind deutlich teurer als die klassischen Metallbügel, sie kosten zwischen 130 und 400 Euro. Herkömmliche Modelle liegen preislich zwischen 30 und 100 Euro. Ob sich die Anschaffung hochpreisiger Bügel lohnt, hat die PFERD+SPORT-Testredaktion überprüft.

Bild: foto sattel No. 1
Bild: foto sattel No. 2
Bild: foto sattel No. 3
Bild: foto sattel No. 4

Acavallo Arena Alupro Sicherheitssteigbügel

 

Beschreibung:
Die Sicherheitssteigbügel der Firma Acavallo bestehen aus leichtem Aluminum, mit einem Sicherheits-Gelenkarm und einer Fußauflage aus  Polyamidmaterial. Die flexiblen Materialen sollen ein weiches Abfedern der Kniegelenke begünstigen. Die Trittfläche ist mit rostfreiem Stahl versehen, was für Langlebigkeit und Halt sorgen soll. Dank des schwenkbaren Gelenkarms ist ein Hängenbleiben im Steigbügel unmöglich. Der Steigbügel ist in zehn unterschiedlichen Farben erhältlich und kostet 149,- Euro.

www.acavallo.com


Das Testurteil von Anna Carolina Quellmann:
Als erstes aufgefallen ist mir die breite Trittfläche. Mein Fuß im Stiefel hatte sehr guten Halt in den Steigbügeln,  nicht zuletzt dank der Stahlsohle.  Hier ist allerdings zu beachten, dass die Fläche regelmäßig gereinigt werden sollte, da sich nach einer Woche intensiver Nutzung die Stahlzähne mit Sand aus dem Hallenboden festgesetzt haben. Sie haben sich aber leicht mit einem Hufauskratzer reinigen lassen. Die Bügel sind sehr leicht am Fuß, lassen sich gut austreten und bleiben immer gerade. Die Steigbügelriemen können gerne ein bis zwei Löcher kürzer geschnallt werden, da der Steigbügel an sich sehr lang ist.


Gesamteindruck:

Das Reitgefühl hat mich auf jeden Fall überzeugt. Für Jungpferde wie meinen Holsteiner sind die  Sicherheitssteigbügel sehr zu empfehlen, da auch bei einem kleinen Sprung zur Seite der Fuß fest im Steigbügel bleibt. Außerdem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Optisch sind sie zudem ein Hingucker: Die Farbe rosé-gold passt zu allen Sattelfarben und ist wirklich etwas Besonderes. Durch die große Farbauswahl ist aber auch für schlichte Wünsche etwas dabei.

Halt im Bügel: 4
Reitgefühl: 3,5
Optik: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

Bild: Fotos Acavallo No. 1
Bild: Fotos Acavallo No. 2

flex-on Green Composite

 

Beschreibung:
Der Green Composite-Steigbügel  von flex-on ist aus NaWaRo-Polyamid hergestellt, das auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.  Der Steigbügel verfügt über Stoßdämpfer, die schockabsorbierende Eigenschaften haben sollen und somit die Muskelbelastung reduzieren und die Gelenke entlasten. Der schräge Tritt des Steigbügels hat die Aufgabe, die natürliche Position der Fersen zu verbessern und eine optimale Position der Beine zu  gewährleisten. Die Ultra Grip Steigbügeleinlage mit gefassten Spitzen aus gehärtetem Stahl soll optimalen Halt geben. Im oberen Bereich des Steigbügels befindet sich ein Magnet-Clip, der einfach auszutauschen ist und die Option zu unterschiedlichen Designs bietet.
Preis: ab 169,- Euro

www.flex-on.fr

Das Testurteil von Jennifer Witt:
Ganz besonders interessant für mich waren bei diesem Steigbügel die eingearbeiteten Stoßdämpfer, da ich vorher noch nie von solch einer Eigenschaft  gehört hatte und schon lange leichte Probleme mit meinem linken Knie habe. Dass der Steigbügel die Muskelbelastung reduziert und die Gelenke entlastet werden, kann ich nur bestätigen. Mein Knie schmerzte beim Springen mit den Steigbügeln deutlich weniger. Allgemein verleiht der Green-Composite Steigbügel ein gutes Reitgefühl: Durch den schrägen Tritt ist das verlieren des Bügels quasi unmöglich und man hält automatisch die Ferse tief. Die Ultra Grip Steigbügeleinlage verhindert ein Verrutschen des Fußes im Bügel, ohne diesen dabei steif zu fixieren. Hervorzuheben ist, dass man sich die Bügel in sämtlichen Variationen und Farben zusammenstellen kann, der Magnet-Clip austauschbar ist und man ihn farblich immer an das jeweilige Pferdeoutfit anpassen kann.


Gesamteindruck:

Ein toller Steigbügel, der mich gerade durch seine muskel- und gelenkschonenden Eigenschaften überzeugt hat. Ein großer Pluspunkt besteht zudem daran, dass man sich den Bügel nach seinen eigenen Wünschen zusammenstellen kann. Einen kleinen Abzug gibt es für mich in der Optik, weil mir der Magnet-Clip in Deutschland-Farben zu prägnant ist.


Halt im Bügel: 4
Reitgefühl: 4
Optik: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Bild: flex on Fotos No. 1
Bild: flex on Fotos No. 2

Prestige Stephi 2.0

 

Beschreibung:
Der Stephi 2.0 ist ein Aluminiumbügel aus einem Material, das vor allem für Kraftfahrzeuge und in der Luftfahrt  verwendet wird. Durch die nahtlose Verarbeitung und das rostfreie Material soll der Steigbügel besonders widerstandsfähig gegen Verschleiß und mechanische Beanspruchung sein. Die Aufhängung der Steigbügels ist im Verhältnis zum Schenkel leicht gedreht, sodass man ihn leichter aufnehmen kann. Die hinten angeschrägte Trittfläche soll dem Reiter guten Halt und Sicherheit garantieren. Der Steigbügel ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich. Preis: 249,- Euro

www.prestigeitaly.com

Das Testurteil von Ken-Christian Horst:
Ich war gespannt auf den Test der Steigbügel, da diese viel leichter sind und eine deutlich breitere Trittfläche besitzen als meine vorherigen Bügel. Schnell habe ich gemerkt, dass gerade diese breite Trittfläche für einen besonders guten Halt im Bügel sorgt. Gerade bei Nässe und Matsch hatte ich mit den vorherigen Gummi-Einlagen das Problem, dass der Fuß schnell rutscht. Besonders dann, wenn die Einlage schon etwas abgerieben war. Das Problem gibt es mit diesen Steigbügeln nicht. Auch das deutlich leichtere Gewicht hatte absolut keine negativen Auswirkungen auf das Reitgefühl. Zu beachten ist jedoch, dass man vor dem Aufsteigen den Hallensand etwas abstreifen sollte, da der Steigbügel bei mir ansonsten leicht angefangen hat zu knirschen. Zusätzlich ist postitiv anzumerken, dass der Absatz durch die leicht nach unten angeschrägte Trittfläche direkt in die richtige Postition fällt.

Gesamteindruck:
Ein sehr moderner und gut verarbeiteter Steigbügel, der wegen der großen Farbauswahl auf nahezu jedes Outfit abgestimmt werden kann. Aufgrund des guten Halts und Reitgefühls möchte man diesen Steigbügel nicht mehr missen. Da der Bügel sich doch im gehobenen Preissegment bewegt, ziehe ich aufgrund des auftretenden Knirschgeräusches beim Preis-Leistungs-Verhältnis einen Punkt ab.

Halt: 4
Reitgefühl: 3,5
Optik: 4
Preis/Leistung: 3

Bild: Fotos Prestige No. 1
Bild: Fotos Prestige No. 2

Freejump Soft’Up Pro Premium Edition

 

Beschreibung:
Der einarmige Steigbügel aus gehärtetem Stahl verfügt über einen elastischen äußeren Arm aus Elastollan, der den Fuß bei einem Sturz leichter freigeben soll. Außerdem wird der Druck durch die Einarm-Technologie besser verteilt und so werden laut Hersteller sowohl die Gelenke des Reiters als auch der Pferderücken geschont. Durch die vorgezogene Position der Steigbügelöse lässt sich der Schwerpunkt der Trittfläche nach hinten verlagern, um eine tiefe Absatzposition zu fördern. Die Stollen aus Stahl auf der Trittfläche sind nach dem Vorbild von Pedalen aus dem Downhill-Biking konzipiert und sollen besonderen Halt bieten.
Preis: 299,- Euro

www.freejumpsystem.com


Das Testurteil von Johanna Wilke:

Obwohl ich regelmäßig springe und auch im Gelände unterwegs bin, habe ich bisher keine Sicherheitsbügel gehabt. Die Freejump Soft’Up Pro sind schwerer als meine bisherigen Kunststoffbügel, was ich deutlich angenehmer finde und mir ein ruhiger liegendes Bein bescherte. Zunächst kamen mir die Bügel recht schmal vor, weil der Außenrist meines Fußes an der Seite des Bügels ankam. Daran habe ich mich jedoch schnell gewöhnt. Mir gefallen besonders die weiche Federung und der verlagerte Schwerpunkt, wodurch mein Absatz tiefer wurde und ich das Gefühl hatte, mein Pferd besser am Bein zu haben. Die Stahl-Stollen auf der Trittfläche haben sicheren Halt gegeben, die Sohle aber nicht beschädigt – ich freue mich auf das nächste Geländetraining!


Gesamteindruck:

Ein äußerst hochwertig verarbeiteter Steigbügel, der mir ein gutes und sicheres Reitgefühl vermittelt. Ob der flexible Außenarm im Falle eines Sturzes den Fuß besser freigibt, konnte ich leider (oder zum Glück!) nicht testen. Wer regelmäßig springt, sollte über diese Investition nachdenken.


Halt im Bügel: 4
Reitgefühl: 3,5
Optik: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

Bild: Fotos Freejump No. 1
Bild: Fotos Freejump No. 2

SPRENGER Flexcite GRIP

 

Beschreibung:
Der Flexcite GRIP aus dem Hause Sprenger bietet nicht nur eine geschwungene und gut ausbalancierte Form, sondern verspricht durch die neue Edelstahl Einlage und die extra breite Trittfläche (zwölf Zentimeter) bestmöglichen Halt und zusätzliche Sicherheit. Der Steigbügel mit Gelenk für eine verbesserte Stoßdämpfung ist aus rostfreiem HS-Edelstahl gefertigt und in Teilbereichen mit strapazierfähigem Gummi überzogen. Preis: 198,- Euro

www.sprenger.de

Das Testurteil von Anna Blunck:
Edel und klassisch in Schwarz und Silber gehalten, überzeugte der Bügel  bereits beim Auspacken. Form und Design lassen ihn bei einem guten Eigengewicht sehr hochwertig erscheinen. Da ich bisher immer ganz schlichte Steigbügel mit gummierter Trittfläche hatte, war ich besonders gespannt. Bereits bei der ersten lockeren Trainingseinheit bemerkte ich, wie viel mehr Halt ich dank der Edelstahl-Trittfläche hatte. Das Bein liegt durch die geschwungene Form sehr gut am Pferd. Besonders überzeugt hat mich der Bügel bei meinem Galopptraining auf dem Feld, da er sehr schön federt und ich durch die breite Trittfläche und die Flexibilität ein deutlich sichereres Gefühl hatte als bei meinen bisherigen Steigbügeln. Auch nach wochenlanger Testphase im Winter ohne Reithalle lassen sich keine Roststellen oder Gebrauchsspuren an der Trittfläche oder den Gummierungen erkennen.


Gesamteindruck:
Der Sprenger Flexcite GRIP ist durch das elegante Design und die geschwungene Form auch im Viereck ein perfekter Begleiter, da er nicht zu sportlich oder futuristisch wirkt. Durch die breite Trittfläche, die verbesserte Edelstahl-Einlage und das Gelenk gibt er mir aber auch im Gelände, beim Springen oder auch bei jungen Pferden sicheren Halt und das Gefühl, im Falle eines Sturzes nicht im Bügel hängen zu bleiben.


Halt im Bügel: 4
Reitgefühl: 4
Optik: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Bild: Fotos Sprenger No. 1
Bild: Fotos Sprenger No. 2

Lederpflegeprodukte im Test

 

Fett, Seife, Schaum, Spray, Creme, Öl – welches Produkt pflegt Leder am besten und welches Equipment sollte man mit welchem Mittel behandeln? Unsere Test-Redaktion hat sich Sättel, Gurte und Trensen geschnappt und den Frühjahrsputz vorverlegt.

Bild: Foto Lederpflege No. 1

Equinatura – Leder Pflegefix

 

Beschreibung:
Die Equinatura Lederpflege ist eine Kombination aus Sattelseife und Lederfett. Bei Equinatura werden Alpenkräuter und viele Pflanzen, die in der Naturheilkunde verwendet werden, naturnah verarbeitet. Das Leder Pflegefix ist zur Pflege und Reinigung aller Glattleder geeignet. Der Hersteller verspricht optimal gefettetes, geschütztes und haltbar gemachtes Equipment. Die 250 Milliliter-Flasche kostet 8,45 Euro.

Das Testurteil von Johanna Wilke:
Der praktische Sprühkopf erleichtert das Auftragen der Lederpflege und ist wegen der geringen Streuung auch für kleinste Flächen auf Trensen und Zügeln geeignet. Die Textur ist eher wässrig als cremig und hinterlässt deshalb keine schmierigen Rückstände auf dem Leder. Ich würde das Pflegefix daher aber eher für das Überputzen oder das Säubern meiner Trensen und weniger für intensive Sattelpflege verwenden.

Gesamteindruck:

Ein praktischer Helfer, wenn die Reinigung und Pflege schnell gehen müssen. Die handliche Flasche eignet sich auch gut fürs Turnier oder zum Mitnehmen im Anhänger.

Pflegeleistung: 3
Reinigungskraft: 3
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5


www.equinatura-online.de

Bild: Fotos Equinatura No. 1
Bild: Fotos Equinatura No. 2

Ballistol – Universalöl

 

Beschreibung:
Das Ballistol Universalöl verspricht seit 1904 in unveränderter Rezeptur der Alleskönner zu sein. Mit medizinisch reinem Weißöl als Grundstoff und weiteren ausschließlich biologischen Wirkstoffen ist es lebensmittelecht, biologisch vollständig abbaubar, hautverträglich und umweltfreundlich. Somit bietet es unzählige Anwendungsgebiete in den Bereichen Mensch, Tier und Technik – und auch in der Lederpflege. Erhältlich ist es von der 15 Milliliter-Flasche bis zum 10 Liter-Kanister. Getestet wurden die 0,5 Liter-Flasche (Preis: 13,38 Euro) und die 0,2 Liter-Punktsprühflasche (Preis: 7,19 Euro)

Das Testurteil von Anna Blunck:
Zuerst stieg mir der markante Ballistol-Geruch in die Nase. Ich kenne das Produkt seit frühester Kindheit – für quietschende Scharniere, als Cockpit-Politur für das Auto oder auch für die Hundepfoten im Winter. Mit einem Tuch lässt sich das Universalöl aus der Flasche aber auch perfekt für die Lederpflege (außer Wildleder) verwenden. Das Sattelzeug erhält einen schönen matten Glanz und das Öl pflegt trockene Stellen des Leders sichtlich. Es zieht schnell ein, ohne dabei fettig zu sein. Quietschen, Abfärben oder Kleben gibt es nicht. Stattdessen wird das Leder wasserabweisend und geschmeidig. Stärker verschmutztes Leder sollte man aber vorab reinigen. Die Sprühflasche ist perfekt bei schwer zu pflegenden Stellen, oder bei festen Steigbügelfedern, klemmenden Reißverschlüssen oder auch am Pferdeanhänger.

Gesamteindruck:

Das Ballistol Universalöl hat seinen Namen mehr als verdient! Wer es für die Lederpflege benutzt, wird begeistert sein. Alle Anwendungsgebiete konnten wir in unserer Testphase leider nicht prüfen, aber sicher ist, dass es gerade im Pferdestall nicht fehlen sollte – und das nicht nur zur Lederpflege!

Pflegeleistung: 4
Reinigungskraft: 2,5
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

www.ballistol.de

Bild: Fotos Ballistol No. 1
Bild: Fotos Ballistol No. 2
Bild: Fotos Ballistol No. 3

Passier – Lederbalsam und Trensenreiniger

Beschreibung:
Der Lederbalsam von G. Passier & Sohn verspricht Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und eine andauernde Geschmeidigkeit. Eine längere Lebensdauer des Leders soll die Folge von regelmäßiger Pflege mit dem Produkt sein.
Der Passier-Trensenreiniger ist in einer Flasche mit Sprühkopf erhältlich und pflegt das Material von innen und außen. Die Inhaltsstoffe sind laut Hersteller so schonend, dass die Pflege für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Preise: Lederbalsam 14,50 Euro (500 ml), Trensenreiniger 15,50 Euro (200 ml)

Das Testurteil von Anna Quellmann:

Bevor man den Lederbalsam auftragen kann, muss das Equipment zunächst gründlich gereinigt werden und trocken sein. Der Hersteller empfiehlt, das Produkt mithilfe eines Pinsels aufzutragen, was deutlich aufwendiger ist als mit einem Lappen oder Schwamm. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man jeden Winkel erreicht. Das Pflegemittel hat einen süßlichen Honigduft. Zunächst zieht der Balsam nicht sofort ein, man braucht folglich etwas Zeit. Die Tiefenpflege ist jedoch sehr gut und auch nach Wochen ist das Leder noch geschmeidig und sichtlich gepflegt. Der Trensenreiniger ist dank seines kleinen Sprühkopfes leicht anzuwenden, das Leder glänzt sofort und bedarf keiner Nachreinigung. Für den Alltag ist das Produkt besonders praktisch.

Gesamteindruck:
Der Trensenreiniger ist eine tolle Intensivpflege für den täglichen Gebrauch, der die Langlebigkeit des Leders fördert. Der Lederbalsam war mir für den Alltag zu aufwendig aufzutragen. Entgegen der Herstellerempfehlung ist das Auftragen mit einem Lappen deutlich einfacher.

Pflegeleistung: 4
Reinigungskraft: 3,5
Anwendbarkeit: 2,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.passier.com

Bild: fotos passier No. 1
Bild: fotos passier No. 2
Bild: fotos passier No. 3
Bild: fotos passier No. 4

Bense & Eicke – Sattelseife und Leather Conditioner

Beschreibung:
Die Sattelseife enthält die Wirkstoffkomponente Glycerin und soll  dem Leder, dank ihres hohen Gehalts an Feuchtigkeit,  langanhaltende Geschmeidigkeit und einen gepflegten Glanz verleihen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie leicht aufzutragen ist und über eine staub- und schmutzabweisende Rezeptur verfügt. Nach der Reinigung mit der Seife kann der B&E Leather Conditioner (Step 2) angewendet werden. Das Spray-Pflegemittel enthält eine Mischung aus pflanzlichem Kokosnussöl und pflegendem Glycerin. Preise: Sattelseife: 8,50 Euro (500 ml), Leather Conditioner: 10,50 Euro (500 ml)


Das Testurteil von Jennifer Witt:

Besonders praktisch fand ich, dass bei der Sattelseife ein Schwamm dabei war. Verschmutzungen und Schweißränder ließen sich problemlos von Sattel und Trense entfernen. Gefallen hat mir der rückfettende Effekt der Sattelseife. Oftmals hatte ich bei anderen Sattelseifen das Gefühl, dass sie das Leder bei der Reinigung austrocknen. Der Leather Conditioner ist ein praktisch anzuwendendes Spray mit leicht cremiger Konsistenz. Er kann problemlos auf den Sattel gesprüht werden, ohne dass er wie Wasser gleich den Sattel hinunter läuft. Mit einem Tuch habe ich es auf dem Sattel einmassiert und verteilt. Das Ergebnis hat mich überzeugt: Der Sattel erstrahlte in neuem Glanz und das Leder fühlte sich geschmeidig an.


Gesamteindruck:

Ich bin überrascht von der langanhaltenden Pflegedauer dieser Produkte. Seit der Anwendung bilden sich viel weniger Schweißränder am Sattel und auch Staub und Schmutz setzen sich nicht mehr so leicht auf dem Leder ab. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Anwendung des Conditioners bei Trensen: Es ist schwierig, mit der Sprühflasche direkt die dünnen Riemen zu treffen.

Pflegeleistung: 4
Reinigungskraft: 4
Anwendbarkeit: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

www.bense-eicke.de


Bild: fotos Bense eicke No. 1
Bild: fotos Bense eicke No. 2
Bild: fotos Bense eicke No. 3

Carr, Day & Martin – Belvoir Tack

 

Beschreibung:
Der Belvoir Tack Lederreiniger (Step 1) soll hartnäckige Verschmutzungen sanft an die Oberfläche des Materials bringen und somit das Abwischen des Schmutzes ermöglichen. Die PH-neutrale Formel greift die Nähte nicht an und trocknet das Leder nicht aus. Die antimykotische Formel verhindert das Wachstum von Schimmel. Nach der Reinigung kann der Belvoir Tack Lederpflege Step 2 oder, wie in unserem Test, das Belvoir Leather Balsam aufgetragen werden. Dieser Balsam enthält Lanolin und echtes Bienenwachs. Preise: Lederreiniger: 10,95 Euro (600 ml) , Leather Balsam 16,95 Euro (500 ml)

Das Testurteil von Johanna Wilke:

Auf den Lederreiniger war ich sehr gespannt, weil ich bei herkömmlichen Lederpflegeprodukten oftmals das Gefühl hatte, den Schmutz auf meinen Sätteln und Trensen nur zu verteilen. Er lässt sich gut aufsprühen und mit einem Schwamm oder Tuch einmassieren. Direkt nach dem Wischen sieht das Leder deutlich sauberer aus und glänzt. Für schmale Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel die Riemen einer Trense, ist der Radius des Sprühstrahls etwas zu großflächig. Für Sättel und Gurte dagegen ist er sehr praktisch, da bereits kleine Mengen eine gute Reinigung ermöglichen. Der Lederbalsam riecht angenehm und hat eine feste und dennoch leicht cremige Struktur. Er lässt sich gut in das Leder einarbeiten und zieht schnell ein. Ein Schwamm wird mitgeliefert.

Gesamteindruck:

Ich habe meinen Springsattel und den dazugehörigen Gurt mit den beiden Produkten geputzt und bin mit der Pflegeleistung sehr zufrieden. Der Sattel hat nach der Reinigung, wie bisher häufig vorgekommen, nicht gequietscht. Besonders den Lederreiniger empfehle ich, damit der Schmutz nicht nur hin und her gewischt wird.

Pflegeleistung: 4
Reinigungskraft: 4
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4


www.carrdaymartin.de

Bild: Carr Day MArtin Fotos No. 1
Bild: Carr Day MArtin Fotos No. 2
Bild: Carr Day MArtin Fotos No. 3
Bild: Carr Day MArtin Fotos No. 4

Effax – Leder-Combi+ und Leder-Balsam

 

Beschreibung:
Die Leder-Combi+ ist erhältlich in einer Sprühflasche, die einen wechselbaren Sprühkopf hat, der ein Auftragen des Produkts als Spray oder Schaum ermöglicht. Die „Schimmelfrei-Formel“ soll das Leder vor Pilzen und Schimmel schützen. Hochwertige Zusätze sollen der Lederfaser die benötigten Nährsubstanzen zuführen, damit das Leder weich, geschmeidig und reißfest bleibt. Der Lederbalsam ist in einer 150 Milliliter fassenden Tube erhältlich oder in Dosen bis zu 500 Milliliter. Pflegezusätze wie Lanolin, Avocadoöl und Bienenwachs sorgen für langanhaltenden Schutz und Pflege des Leders. Preise: Leder-Combi+ 15,65 Euro (500 ml), Lederbalsam 5,45 Euro (150 ml)

Das Testurteil von Anna Quellmann:
Für hartnäckigen Schmutz ist die Leder-Combi+ sehr gut geeignet. Die fettfreie Rezeptur beseitigt Dreck und Schweiß gründlich. Besonders die Flaschenform und der variable Sprühkopf haben mir sehr gut gefallen, da man punktuell putzen aber auch große Flächen leicht bearbeiten kann. Außerdem gelingt die Reinigung ohne lange Einziehdauer.
Der Leder-Balsam hat eine merkliche Tiefenwirkung und einen Honig-Duft. Das Bienenwachs wirkt feuchtigkeitsabweisend und lässt den Sattel sofort glänzen. Beim Reiten hört man keinerlei Quietschen und das Leder ist rutschfest. Die Tubenform gefällt mir sehr, da so wenig vom Produkt verschwendet wird.

Gesamteindruck:

Für das schnelle Reinigen zwischendurch ist die Leder-Combi+ mein zukünftiger Stallbegleiter. Wer eine Tiefenpflege für das geliebte Leder sucht, dem kann ich den Leder-Balsam wärmstens empfehlen, da das Material auch nach Wochen noch weich ist und gepflegt aussieht.

Pflegeleistung: 4
Reinigungskraft: 3,5
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5


www.effax.de

Bild: Fotos Effax No. 1
Bild: Fotos Effax No. 2
Bild: Fotos Effax No. 3

leovet - Lederschaum

 

Beschreibung:
„…einfach schneller fertig“: Der Lederschaum aus dem Hause leovet verspricht alles in einem. Ausschließlich für glattes Leder geeignet, soll er das Leder reinigen und fetten und dank der enthaltenen Antioxidantien zeitgleich schützen und haltbarer machen. Zusätzlich entsteht ein schöner Glanz. Der Lederschaum ist in einer praktischen 200 Milliliter-Dose erhältlich. Preis: 7,95 Euro.

Das Testurteil von Anna Blunck:
Der Lederschaum von leovet ist tatsächlich sehr praktisch. Die Sprühdose passt in jeden Putzkasten und in jede Tasche und auch der Sprühkopf ist sehr robust. Nach kräftigem Schütteln kann der Schaum direkt auf das Leder aufgetragen werden. Mit einem sauberen Lappen lässt es sich leicht reinigen. Sehr angenehm ist, dass der Lederschaum keine fettige oder gar klebrige Konsistenz hat und schnell einzieht. Auch der Geruch ist angenehm frisch. Die Reinigungskraft ist bei leichten Verschmutzungen, wie zum Beispiel Staub, sehr gut. Aber bei stärkerem, festen Schmutz muss mehrmals gewischt werden. Poliert man das Leder abschließend, ist es glänzend und wirkt für mehrere Tage geschmeidig. Lästiges Quietschen des Leders, ein „Kleben“ während des Reitens oder ein Abfärben auf Textilien – auch direkt nach der Lederpflege –  bleiben aus.

Gesamteindruck:
Sucht man eine Lederpflege, die im Handumdrehen reinigt und Glanz verleiht, ist der Lederschaum von leovet sicherlich eine gute Wahl – gerade kurz vor der Reitstunde oder auf dem Turnier. Für stark verschmutztes oder sehr poröses Leder würde ich aber klassisch zu Sattelseife und Lederfett greifen. Mit „…einfach schneller fertig“ und „Alles in einem“ hält die Firma leovet aber, was sie verspricht.

Pflegeleistung: 3
Reinigungskraft: 3
Anwendbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.leovet.de

Bild: fotos leovet No. 1
Bild: fotos leovet No. 2
Bild: fotos leovet No. 3

Slowfeeder im Test

 

Pferde sollten mindestens 12 Stunden pro Tag fressen, um das natürliche Kaubedürfnis zu befriedigen.  Heu ist dabei, neben Gras, die wichtigste Nahrungsgrundlage. Der Grundbedarf eines Pferdes beträgt 1,5 bis 1,8 Kilogramm Heu pro 100 Kilogramm Körpermasse. Bei einem 600 Kilogramm schweren Pferd sind neun bis elf Kilogramm zu empfehlen. Pferde  sind oftmals aber zu schnell beim Fressen, sie benötigen für  ein Kilogramm Heu rund 40 Minuten – haben neun Kilogramm Heu also bereits nach sechs Stunden Kauzeit vertilgt. Füttert man einfach mehr Heu, steigt natürlich auch die Energiezufuhr, bei zwölf Stunden fressen und 18 Kilogramm Heu nehmen Pferde das Doppelte der benötigten Energie von 60 Megajoule zu sich. Slowfeeder sollen Abhilfe schaffen, indem sie die Fressdauer verlängern, ohne den Pferden zu viel Energie zuzuführen.


Kritisiert werden Slowfeeder aber häufig dafür, dass sie der natürlichen Fresshaltung – mit gesenktem Hals und Kopf vom Boden fressend – nicht nahe genug kommen und so körperliche Probleme hervorrufen sollen. Welche Modelle den Alltag im Stall bestehen können und von den Vierbeinern gerne angenommen werden, hat PFERD+SPORT für Sie getestet.

Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 1
Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 2
Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 3
Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 4
Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 5
Bild: Fotos gemischt Slowfeeder No. 6

Der Heuzipfel von Großewinkelmann

Besonderheiten:
Der Growi Heuzipfel trägt seinen Namen aufgrund seiner außergewöhnlichen Form. Die Netzfutterraufe ist an einem eckigen Rahmen befestigt, der sich bequem aufklappen lässt. Das Netz ist sehr stabil und lässt sich durch die  40 mal 40 Zentimeter große Öffnung leicht befüllen. Aufgrund der variablen Montagehöhe können Pferde jeder Größe daraus fressen. Preis : 149,95 Euro


Das Testurteil:

Der Growi Heuzipfel hat ein robustes, engmaschiges Netz, das langsames Fressen von Heu positiv beeinflusst. Das Test-Pferd, eine zweijährige Holsteiner Stute, hatte vorher noch keinerlei Erfahrung mit Slowfeedern und hat den Heuzipfel sehr gut angenommen. Die Kopfhaltung beim Fressen war der natürlichen sehr ähnlich, da die Montagehöhe individuell abgestimmt werden kann. Man sollte darauf achten, dass das Netz nicht zu niedrig angebracht wird, damit die Pferde nicht in die Maschen treten und hängen bleiben. Das Heunetz lässt sich aus dem Klapprahmen herausschieben und so leicht auch direkt am Heulager befüllen, was sehr praktisch ist. Ist der Slowfeeder nicht gefüllt, nimmt er kaum Platz ein. Durch den selbst einrastenden Verschluss lässt sich das Heunetz auch einhändig befüllen und wieder verschließen. Die Montage sollte man in Privatställen erst mit dem Eigentümer besprechen, da Löcher in die Wand gebohrt werden müssen.


Gesamteindruck:

Durch die Rahmenvorrichtung lässt sich das Heunetz leichter befüllen als ein gebräuchliches Heunetz. Beim Kauf eines zusätzlichen Netzes ist das einfache Auswechseln für die nächste Ration möglich. Ist einem dieser Vorteil 149,95 Euro wert, ist der Heuzipfel auf jeden Fall empfehlenswert.


www.growi.de

Bild: Foto Heuzipfel No. 1
Bild: Foto Heuzipfel No. 2
Bild: Foto Heuzipfel No. 3

HAAS Heusack

 

Besonderheiten:
Der HAAS Heusack soll langsames, pferdegerechtes Fressen fördern: Das Pferd muss sich das Heu erarbeiten. Dadurch sollen Koliken und Stauballergie verringert werden. Eine geringere Staubbelastung des Pferdes kommt zustande, da nicht durch das Heu – wie bei einem Heunetz der Fall –  eingeatmet werden muss. HAAS verspricht bis zu 15 Prozent weniger Futterverlust im Vergleich zur üblichen Fütterung, da kein Heu mehr in der Einstreu untergegraben wird. Farben: schwarz, Größen: für acht beziehungsweise 16 Kilogramm Heu, Lochdurchmesser: acht Zentimeter, Höhe: 70 cm, Durchmesser: 37 cm, Preis: 59,- Euro (klein), 79,- Euro (groß)

Das Testurteil:
Der Heusack aus reißfestem, aber weichen Material wurde vom Testpferd Cosmo gut angenommen und die Öffnungen waren groß genug, sodass er die Halme gut herausziehen konnte. Der Sack lässt sich einfach befüllen und reinigen, man kann ihn einfach mit Wasser abspülen. Er punktet besonders durch das Material, das deutlich geräuschärmer ist als vergleichbare Produkte aus Hartplastik. Die Geräuschbelästigung der anderen Pferde und Einsteller wird somit stark reduziert, da nerviges Scheuern und Klappern an der Wand kaum mehr zu hören sind. Die kleine Variante (acht Kilogramm) eignet sich sehr gut für den Anhänger oder das Paddock, die große (16 Kilogramm) ist für den Stall konzipiert. Auch nach mehreren Wochen in Gebrauch hat der Sack noch keine Risse oder sonstige Beschädigungen gehabt.

Gesamteindruck:
Der Heusack ist praktikabel und unkompliziert in der Handhabung. Er lässt sich leicht reinigen, gut befüllen und ist deutlich leiser als vergleichbare Produkte, die aufgehängt werden. Der Preis von 79,- Euro für den großen Sack ist durch das haltbare Material absolut gerechtfertigt.


www.haas-pferdesport.de

Bild: Fotos heusack No. 1
Bild: Fotos heusack No. 2
Bild: Fotos heusack No. 3

Ridcon HeuBoy Futterspielball

 

Besonderheiten:
Der Ball fördert spielend die langsame und pferdegerechte Raufutteraufnahme und ist für eine Verwendung im Stall, auf dem Paddock oder der Weide geeignet. Er hat 19 Fressöffnungen, die jeweils sieben Zentimeter groß sind und besteht aus stabilem, UV-beständigen Kunststoff. Die Füllmenge liegt bei etwa drei Kilogramm Heu. Farben: rot und blau, Preis: 45,59 Euro, Gewicht: 1,7 Kilogramm

Das Testurteil:
Das Testpferd Cosmo hat sofort angefangen mit dem Ball zu spielen und Heu herauszuzupfen. Er ist ideal, um ihn als Beschäftigung auf dem  Paddock zu verwenden. Das Material ist robust und widerstandsfähig, Wind und Wetter hatten keinen negativen Einfluss auf den Ball. Auch härterem Aufprallen und leichten Tritten von Cosmo hielt der HeyBoy stand. Den Ball zu befüllen ist etwas umständlich und die Öffnung muss man regelmäßig sauber machen, da der Schraubverschluss anderenfalls nicht mehr gangbar ist. Besonders für verspielte Pferde, die anderenfalls bei Langeweile anfangen, Koppelpartner zu ärgern, die Zäune zu zerstören oder sich ihre Decken auszuziehen, ist der Spielball geeignet. Ist der Ball gut gefüllt aber das Heu trotzdem nicht zu fest gestopft, können sie sich stundenlang damit beschäftigen. Bei der Verwendung in der Box verlor das Testpferd recht schnell das Interesse, weil der Ball weniger rollen konnte und andere Futtermittel (Stroh, Leckstein) bequemer zu erreichen waren.

Gesamteindruck:
Eine schöne Beschäftigungsmöglichkeit für den Paddock, wegen der geringen Füllmenge ist der HeuBoy Futterspielball nicht für die reguläre Raufuttergabe geeignet. Bei einem Ball sollte man mit den Paddock-Nachbarn besprechen, dass er auch mal zu ihnen herüberrollen könnte. Beim Spielen mit dem Ball halten die Pferde den Kopf gesenkt, seltener schräg und mit verdrehtem Hals.


www.ridcon.de

Bild: Fotos Heuball No. 1
Bild: Fotos Heuball No. 2
Bild: Fotos Heuball No. 3

Das HeuToy von Udo Röck

 

Besonderheiten:
Das HeuSackToy ist die Kombination eines flexiblen Volumenbehälters und einer definierten Fressplatte. Die Lochgrößen und Abstände eignen sich besonders, um das Inhalieren von Staub zu vermeiden. Die Lochgrößenverstellung dient dazu, die Fressdauer und Beschäftigung individuell auf das Pferd anzupassen. Optimal geeignet für die Benutzung im Anhänger. Speichel, Nässe und Feuchtigkeit können frei nach unten abfließen und somit können sich keine Pilz- und Schimmelnester bilden. Größen: S (50 Liter), M (70 Liter) und L (105 Liter), Farben: rot, blau, Preis: ab 99,90 Euro

Das Testurteil:

Das HeuSackToy lässt sich gut befüllen und wurde vom Testpferd Sam, der bereits Erfahrungen mit dem HeuToy hat, gut angenommen. Aufgrund der Plane ist der Sack deutlich geräuschärmer als das HeuToy aus Hartplastik. Zudem ist das nachgiebige Material sehr reiß- und bissfest. Die anfängliche Skepsis, ob das Heu auch wirklich immer nachrutschen würde, ist schnell vergangen. Sam hat den Sack immer restlos leergefressen. Der stabile Korb unten garantiert, dass auch geringe Futtermengen noch aufgefressen werden können, wie ein Produkt ganz aus nachgiebigem Material es nicht unbedingt könnte. Für Allergiker und kolikgefährdete Pferde ist der HeuSack sehr gut geeignet. Wenn man ihn für die Anhängerfahrt nutzen möchte, lohnt es sich aber nur für empfindliche Tiere, da der Preis von mindestens 99,90 Euro je nach Größe vergleichsweise hoch ist. Das HeuSackToy wird als Bausatz geliefert und muss selbst montiert werden.

Gesamteindruck:

Das HeuSackToy ist ein relativ teurer Slowfeeder, der aber hält, was der Hersteller verspricht. Die Plane ist widerstandfähig und erleichtert das Reinigen und Befüllen. Für staub- und magenempfindliche Pferde ist er sehr gut geeignet.

www.udoroeck.de

Bild: Fotos heuSackToy No. 1
Bild: Fotos heuSackToy No. 2
Bild: Fotos heuSackToy No. 3

Der Forager von Haygain

 

Besonderheiten:
Haygain bietet mit dem „Forager“ einen Slowfeeder, der mit zwei unterschiedlichen Fressgittern eine deutlich reduzierte Fressgeschwindigkeit bei pferdegerechter Fresshaltung verspricht. Für einen sicheren Stand kann der Sockel mit Sand befüllt werden. Mit 70 cm Durchmesser und einer Höhe von 72 cm fasst der Slowfeeder aus festem Kunststoff laut Hersteller bis zu 14 Kg Heu. Preis: 329,- Euro.


Das Testurteil:
Der Sockel, die vier Seitenteile und der obere Ring sind dank „EasyOn“-Verschlusssystem einfach zu montieren. Das Fressgitter wird an einem äußeren Metallring befestigt und bewegt sich je nach Futtermenge mit nach unten. Das Testpferd, ein 17-jähriger Oldenburger, hatte im vergangenen Jahr ein Reheschub, was seine Fütterung ohnehin erschwert. Um Frustration und große Futtermengen zu vermeiden, wurde das Raufutter bisher in mehreren kleinen Portionen gefüttert. Dank des Foragers war bereits am ersten Tag zu beobachten, dass die Fressgeschwindigkeit von etwa 7,5 Kg Heu um mehr als die Hälfte reduziert wurde. Die Fresshaltung war dabei immer entspannt und das Heu wird ähnlich des natürlichen Grasens herausgezupft. Lediglich das „Klirren“ des Metallringes beim Fressen ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Das Herausnehmen der Fressgitter zum Befüllen erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Leider brachen die Haken der Fressgitter sehr leicht. Hier liefert der Hersteller aber auf Nachfrage Ersatz und standartmäßig robuste Karabinerhaken mit, die als alternative Befestigung genutzt werden können.


Gesamteindruck:
Der Haygain Forager eignet sich wirklich sehr gut, um die Fressgeschwindigkeit deutlich zu reduzieren, ohne die gesunde Körperhaltung zu beeinträchtigen. Dem Testpferd hat es sogar sichtlich Spaß gemacht, das Heu aus dem Slowfeeder zu fressen. Für den Preis wäre aber eine bessere Qualität der Fressgitter wünschenswert.

www.haygain.com

Bild: Fotos Forager No. 1
Bild: Fotos Forager No. 2

Das HeuToy von Udo Röck

 

Besonderheiten:
Das HeuToyFlex der Udo Röck GmbH bietet gegenüber dem Original mit etwa sieben Kilogramm Fassungsvermögen mehr Volumen und einen verlängerten Rand, der bei Abnutzung ausgetauscht werden kann. Das konisch geformte HeuToy verspricht mit seinen seitlichen Löchern und einem gitterartigen Boden eine gesunde und sichere Alternative zum Heunetz, um die Fressgeschwindigkeit ohne Staubkontakt zu regulieren. Preis: ab 129,- Euro.


Das Testurteil:

Der Bausatz war nach kurzer Zeit zusammengebaut und das Material ist fest aber trotzdem flexibel. Der 7-jährige Welsh-Cob war zunächst skeptisch, fand aber schnell Gefallen an dem frei hängenden HeuToy. Da die Fresshaltung hier sehr unruhig war und er begann, das HeuToy mit wachsender Begeisterung quer durch die Box zu „Schleudern“, wurde es an der Wand aufgehängt. Dies verbesserte die Fresshaltung bei langem, losem Heu sofort. Kurzes Heu rutscht leider schlecht nach, was zu einem häufig schräg gestellten Kopf und Hals führte. Ein großes Plus ergibt sich aber aus der Sicherheit und Haltbarkeit, denn ein Hängenbleiben, Splittern oder Verformen gibt es trotz spielfreudigem Tester nicht. Dank Deckel und der flexiblen Aufhängungsmöglichkeit in allen Höhen kann das HeuToy nicht nur in der Box, sondern auch auf dem Paddock eingesetzt werden. Auch bei Shetlandpony-Haltern im Stall sorgte es für Begeisterung, da Gitterraufen dank des Gitterabstandes häufig zu unsicher und gängige Raufen für die Kleinsten zu hoch sind.

Gesamteindruck:
Wer etwas sucht, um seinem Pferd eine zusätzliche Beschäftigung zu verschaffen, hat mit dem HeuToy eine sichere und flexibel einsetzbare Alternative. Da das Nachrutschen des Heus nicht immer gewährleistet und auch die Fresshaltung nicht immer optimal ist, ist zusätzlich loses Heu für die tägliche Fütterung zu empfehlen.

www.udoroeck.de

Bild: Fotos Heytoy No. 1
Bild: Fotos Heytoy No. 2
Bild: Fotos Heytoy No. 3

Großraum-Heuraufe 160 von Haas

 

Besonderheiten:
Für die Box konzipiert bietet Haas Pferdesport eine feuerverzinkte Großraum-Heuraufe, die mit 80 cm Breite, 1,60 m Höhe und 40 cm Tiefe ausreichend Volumen für die tägliche Raufuttermenge bietet. Am oberen Teil offen, lässt sich die Wandraufe bequem mit bis zu 15 Kilogramm Heu befüllen. Der Gitterabstand beträgt 6 cm und die schräg gestellte Bodenplatte ermöglicht das einfache Nachrutschen der Heureste. Preis: 179,- Euro.


Das Testurteil:
Die Großraum-Heuraufe wurde mit passendem Montageset (vier Dübel und Schrauben) geliefert. Die Verarbeitung ist sehr gut - weder Gitter noch Schweißnähte zeigen scharfkantige Abschlüsse. Auch als Frau wurde dank stemmbarem Eigengewicht und einfacher Handhabung keine zweite Hand zur Anbringung benötigt. Das Testpferd, ein elfjähriger Holsteiner Wallach, neigt dazu, schnell zu fressen und sein Heu stets großzügig zu verteilen. Hatte er seine lose Portion bisher immer nach circa drei bis vier Stunden aufgefressen und verscharrt, befand sich nun auch fünf bis sechs Stunden  nach dem Reinholen noch Heu in der Raufe. Die Fresshaltung war dabei überwiegend entspannt mit gesenktem Kopf ohne starkes „Zupfen“ zu beobachten. Lediglich kurzes Heu oder Heureste wurden mit verdrehter Hals- und Genickpartie versucht, aus der Raufe zu bekommen.


Gesamteindruck:

Futterverlust vermeiden und Fresszeit verlängern klappt mit der Haas Großraum-Heuraufe 160 wirklich sehr gut. Gebrauchsspuren sucht man nach monatelangem Einsatz vergeblich. Lediglich bei kleinen Ponys würde ich die Raufe sicherheitsbedingt nicht empfehlen, da der Gitterabstand mit 6 cm gerade an den Ecken nicht allzu klein ist.

www.haas-pferdesport.de

Bild: Fotos Heuraufe No. 1
Bild: Fotos Heuraufe No. 2

Gut zu Fuß - Stiefeletten und Chaps im Test

Robust und trotzdem schick, hoher Tragekomfort und dabei funktional: Unsere Tester haben sich Stiefeletten und Chaps angezogen und das Gefühl an Fuß und Bein überprüft, haben geschaut, ob sie tatsächlich wasserdicht oder zu eng oder zu weit sind. Hier kommen die Urteile.

Bild: fotos gut zuFuße No. 1
Bild: fotos gut zuFuße No. 2
Bild: fotos gut zuFuße No. 3
Bild: fotos gut zuFuße No. 4
Bild: fotos gut zuFuße No. 5
Bild: fotos gut zuFuße No. 6
Bild: fotos gut zuFuße No. 7

Tonics Space II

Beschreibung:
Die Reitstiefelette „Space II“ von Tonics besticht durch ihren sportlichen Look und Funktionalität. Dank der eingearbeiteten technischen Membran soll die Stiefelette aus feinstem italienischem Leder wasserdicht sein. Auch die Front-Reißverschlüsse sind wasserabweisend. Die Kombination aus anatomischem Fußbett, stabilisierender Mittelsohle  und gepolstertem X-Static™ Futter gewährleistet den Tragekomfort. Größe:  36 bis 47, Farbe: schwarz und braun, Preis: 259,00 Euro.
Passend dazu: die Tonics „Sirius“-Chaps aus sehr weichem Narbenleder mit Elastikeinsatz am anatomisch geschnittenen Reißverschluss. Farbe: schwarz und dunkelbraun, Preis: 159,00 Euro.

Testurteil Anja Feddern:

Obwohl ich bisher eher den klassischen Look gewählt habe, gefallen mir die Stiefeletten im sportlichen Look. Das Leder ist von Beginn an sehr weich und das Fußbett passt sich toll an. Durch das dünne Leder der Chaps liegt das Bein schön dicht am Pferd und bietet Dank der Grip-Innenseite guten Halt. Und auch als „Selbstmister“ ist die wasserdichte Stiefelette ein großer Vorteil, denn auch bei der täglichen Stallarbeit konnte sie mit guter Haltbarkeit bei bestem Tragekomfort überzeugen. Nach langer Testphase rechtfertigt sich der recht hohe Preis durch die herausragende Qualität und Funktionalität. Wer allerdings in der kalten Jahreszeit gern ein Paar dicke Socken anziehen möchte, sollte die Stiefeletten eine Nummer größer bestellen.

Gesamturteil:

Die Space II-Stiefeletten sind sowohl zum Reiten als auch für die tägliche Arbeit rund ums Pferd wahre Allround-Begleiter, die angenehm zu tragen sind und die Füße trocken halten. Lediglich der leicht klemmende Reißverschluss und die geringe Farbabweichung von Chaps und Stiefeletten sorgen für kleine Abstriche.

Punktevergabe:

Tragekomfort: 4
Qualität des Materials: 4
Funktionalität: 3,5
Preis/Leistung: 3,5

www.tonics-shoes.com

Bild: Fotos Tonics No. 1
Bild: Fotos Tonics No. 2
Bild: Fotos Tonics No. 3

Tattini Alano Jodhpur Boots

Besonderheiten:
Die Tattini Alano Jodhpur Boots sind mit einem Air Boost-Belüftungs-System ausgestattet. Durch Poren in der Innensohle gelangt die Luft in die Sohle, wo sie kanalisiert und durch ein Ventil in den hinteren Teil des Absatzes und über ein kleines Loch nach außen geleitet wird. Der Absatz verfügt darüber hinaus über ein schockabsorbierendes System, das Stöße reduziert und über den gesamten Fuß verteilt. Sie sind aus einem hochqualitativen, natürlichen Kalbsleder und verfügen über eine Gummisohle mit einer Innensohle aus Leder. Größen: 35 bis 46, Farben: braun und schwarz, Preis: 119,00 Euro


Das Testurteil von Johanna Wilke:

Die Stiefeletten sind sehr elegant geschnitten und optisch äußerst ansprechend aufgrund der hochwertigen Verarbeitung und der gleichmäßigen Farbe des Leders. Von „zu schade für den Stall“ bis „wo kann man die kaufen?“ reichten die Reaktionen beim ersten Stallbesuch mit den Jodhpur-Stiefeletten. Durch die Lasche an der Rückseite und die seitlichen Elastikeinsätze gelingt ein schneller Schuh-Tausch auch ohne Reißverschluss mühelos.
Die Stiefeletten sind pflegeleicht und waren nach einmaligem Imprägnieren schmutzabweisend. Auch nach mehreren Wochen sind nur geringe Gebrauchsspuren zu erkennen. Mit meinen Chaps kombiniert hatte ich auch auf dem Pferd einen guten Halt im Steigbügel. Zu bemängeln ist aber die lose Einlegesohle, deren Verrutschen den Tragekomfort im Alltag beeinträchtigt.

Gesamteindruck:

Diese Stiefeletten sind nicht nur zum Reiten geeignet - aufgrund der schicke und modernen Optik kann man sie auch perfekt als modischen Freizeitschuh tragen. Lediglich für „schmutzigere“ Stallarbeiten, wie Misten oder Pferde rein- und rausbringen würde ich sie nicht unbedingt nutzen.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 2,5
Qualität des Materials: 3,5
Funktionalität: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.tattini.com

Bild: Fotos Tattini No. 1
Bild: Fotos Tattini No. 2
Bild: Fotos Tattini No. 3

Suedwind Legacy BZ Lace

 

Beschreibung:
Die Reitstiefelette Back Zip Lace aus der Suedwind Legacy-Serie ist aus premium Rindsleder gefertigt und besticht durch ihren klassichen Look. Die Gummisohle mit integrierter Gelenkstütze, das OrthoLite Triple Destiny Fußbett und die EVA-Fersendämpfung sollen vom ersten Tag an einen perfekten Komfort und beste Flexibilität sowie sicheren Halt bieten. Die Frontschnürung und der hintere Reißverschluss ermöglichen ein leichtes An- und Ausziehen. Farbe: schwarz, Größe: 35 bis 46, Preis:  129,00 Euro. Passende Soft Chaps Comfort mit Elastikeinsatz entlang des hinteren Reißverschlusses sind in schwarz oder braun erhältlich. Preis: 69,00 Euro.


Testurteil Anna Blunck:
Als Reiterin, dessen Herz für den Dressursport schlägt, war ich von dem klassischen Look begeistert. Das Leder von Chaps und Stiefeletten ist sehr flexibel und passt sich Fuß und Bein perfekt an. Wie der Hersteller verspricht, entfällt das sonst lästige Einlaufen komplett und der Tragekomfort ist nahezu unschlagbar. Beim Reiten liegt das Bein durch das flexible Leder der Chaps sehr dicht am Pferd und die Stiefeletten bieten einen guten Halt im Steigbügel. Lediglich die Stabilität im Bein fehlt ein wenig. Nach wochenlangem Test – auch in der Stallarbeit - sind leichte Gebrauchsspuren zu erkennen und das Leder hat sich ein wenig ausgedehnt, wodurch die Stiefelette am Fuß ein wenig weiter geworden ist.


Gesamturteil:
Die Stiefeletten Legacy BZ Lace sind in punkto Tagekomfort kaum zu schlagen. Der klassische Look der Stiefelette und der hohe Dressurbogen der Chaps machen die Kombination zu einer tollen Alternative zum Reitstiefel. Lediglich die etwas geringere Stabilität im Bein und mangelnde Farbauswahl sorgen für kleine Abstriche.


Punktevergabe:

Tragekomfort: 4
Qualität des Materials: 3
Funktionalität: 3
Preis/Leistung: 4

www.suedwind.com

Bild: Fotos Suedwind No. 1
Bild: Fotos Suedwind No. 2
Bild: Fotos Suedwind No. 3

Freejump – „Liberty XC“

 

Beschreibung:
Die Freejump-Stiefelette Liberty XC soll gleichermaßen für Turnier und Stall zu gebrauchen und durch die  genähte Sohle sowie das imprägnierte und ultraresistente Leder sehr widerstandsfähig und wetterfest sein. Der frontale YKK Reißverschluss ermöglicht ein einfaches Anziehen. Größen: 36 bis 46, Farben: schwarz und braun, Preis: 225,00 Euro. Die Freejump Liberty XC-Chaps sind extra für die Stiefelette konzipiert. Die feinkörnige Innenschicht soll für optimalen Kontakt sorgen. Der versetzte Reißverschluss hinten vermeidet ein Zerkratzen des Sattels. Farben: schwarz und braun, Preis: 195,00 Euro.

Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Auf den ersten Blick wirkt die Stiefelette durch den fehlenden Absatz und den sportlichen Schnitt unkonventionell. Vom ersten Tag an beeindruckte mich der Tragekomfort dank des weichen Leders und der anatomischen  Sohle.  Die Chaps – ebenfalls im sportlich-stylishen Look – waren zu Beginn so hauteng, dass das Anziehen kaum alleine möglich war. Auch während der ersten Reiteinheiten hatte ich ein eingeengtes Gefühl. Wie vom Hersteller empfohlen, konnte ich aber tatsächlich nach wenigen Tagen problemlos trainieren und das Reitgefühl war großartig. Der Schenkel liegt dicht am Pferd und die lamellenförmige Gummisohle hat mir einen optimalen Halt im Steigbügel gegeben. Auch die Qualität ist super, denn nach mehrwöchiger Benutzung bei Regen und Matsch ist der Zustand einwandfrei. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, die Sporen in drei unterschiedlichen Höhen präzise zu befestigen.

Gesamteindruck:
Die Freejump Liberty XC-Kombi überzeugt durch Qualität, Optik und Komfort. Die Stiefelette ist eher etwas für ambitionierte Sportreiter. Die minimale Anziehproblematik am Anfang wird durch das besonders gute Reitgefühl absolut ausgeglichen.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Qualität: 4
Funktionalität: 3,5
Preis-Leistung: 3

Bild: fotos freejump No. 1
Bild: fotos freejump No. 2
Bild: fotos freejump No. 3

Sergio Grasso Dynamik

Beschreibung:
Diese Stiefelette von Sergio Grasso stammt aus der Walk&Ride-Serie und ist als Schuh für Wanderungen und in Kombination mit einem Chap fürs Reiten konzipiert. Die Stiefelette aus Kalbsleder hat einen Reißverschluss vorne, eine atmungsaktive Fütterung und eine rutschfeste Vibram-Sohle. Die Hingucker sind Reißverschluss und Sohle, die sich durch farbliche Akzente abheben. Größen: 36 bis 46, Grundfarben: schwarz, braun, Akzentfarben: arancio (orange), blu (blau), rosso (rot), nero (schwarz), Preis: 199,00 Euro

Die Flexy-Chaps aus Kalbsleder mit elastischem Seitenleder und seitlichem Reißverschluss sind farblich passend zu den Stiefeletten erhältlich. Preis: 179,00 Euro

Das Testurteil von Johanna Wilke:
Sowohl der Schuh als auch der Chap sind echte Hingucker, die kräftige Farbe von Reißverschlüssen und Sohle sorgt für eine extravagante Optik. Aufgrund des Fußbetts und der dicken, federnden Sohle ist die Stiefelette besonders bequem und auch leichter könnte sie kaum sein. Beim Reiten hat man hervorragenden Halt im Steigbügel, der dünne Chap gab mir stets das Gefühl, nah am Pferd zu sein, ohne dass diese Nähe auf Kosten eines ruhig liegenden Unterschenkels ging. Der Chap kann mit und ohne das typische Chap-Gummiband entlang des Knöchels und der Sohle verwendet werden, ich brauchte keines. Auch nach mehreren Wochen haben die Chaps und Stiefeletten keine Abnutzungsspuren aufgewiesen. Der Preis ist mit 199,- Euro recht hoch, aber gerechtfertigt.

Gesamturteil:
Die Optik der Sergio Grasso Dynamik-Serie ist sportlich und sehr speziell – der Tragekomfort ist herausragend gut und besonders zum Springen oder Reiten im Gelände eignet sich das Modell bestens – und für alle, die im Stall-Alltag weite Wege zurücklegen.


Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Qualität des Materials: 4
Funktionalität: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Bild: fotos sergio grasso No. 1
Bild: fotos sergio grasso No. 2

Mountain Horse - Snowy River Paddock

 

Beschreibung:
Die Outdoor-Reitstiefelette Snowy River Paddock von Mountain Horse ist aus sehr robustem und geöltem Vollnarbenleder und soll nicht nur für warme, sondern auch für 100 Prozent trockene Füße sorgen. Der stabile YKK-Front-Reißverschluss ermöglicht ein einfaches An- und Ausziehen. Der Fußbereich ist komplett mit warmem Kunstpelz ausgekleidet und soll zusammen mit der ShockX-Einlegesohle und der 200G Thinsulate Isolierung besten Tragekomfort gewährleisten. Farbe: braun, Größe: 36 bis 42,  Preis: 189,00 Euro.


Testurteil Anna Blunck:
Auf den ersten Blick erscheinen die Stiefeletten robust und schwer. Am Knöchel sind sie hoch geschnitten und schließen eng am Bein ab, was besonders bei der Stallarbeit sehr praktisch ist, da weder Dreck noch Stroh in den Schuh gelangen. Nach einwöchigem Eintragen passt sich das Fußbett perfekt an und auch das Leder wird geschmeidiger. Durch die hohe und rutschfeste Sohle und das geölte Leder konnten matschige Koppeleingänge und Pfützen zu jeder Zeit trockenen Fußes durchlaufen werden. Zu meiner Überraschung wirkt die Stiefelette nach dem Eintragen weder schwer noch klobig am Fuß. Somit ist sie nicht nur bei der täglichen Stallarbeit sondern auch bei ausgedehnten Waldspaziergängen mit den Hunden zu meinem liebsten Begleiter geworden. Und auch für eine kleine Schrittrunde auf dem Pferd eignet sich die Outdoor-Stiefelette perfekt.


Gesamturteil:
Wer wirklich eine robuste Stallstiefelette sucht, die die Füße warm und trocken hält, ist mit den Snowy River Paddocks bestens gerüstet. Auch nach mehrwöchiger Testphase halten die Stiefeletten, was sie versprechen. Kleiner Minuspunkt: Man muss die Farbe braun mögen, weitere Farbvarianten sind nicht erhältlich.


Punktevergabe:
Tragekomfort: 3,5
Qualität des Materials: 4
Funktionalität: 4
Preis/Leistung: 4

Bild: fotos mountain horse No. 1
Bild: fotos mountain horse No. 2
Bild: fotos mountain horse No. 3

Ariat – Heritage IV Waterproof Paddock


Beschreibung:
Die elegante Stiefelette Heritage IV Waterproof Paddock von Ariat soll dank ihrer 4LR Technologie für optimalen Halt und Stoßdämpfung sorgen. Die wasserfeste PRO-Konstruktion und das Vollnarbenleder sowie das feuchtigkeitsabweisende und atmungsaktive Futter bieten besondere Widerstandsfähigkeit, wobei der funktionelle Absatz mit Aufprallzone und integrierter Fersendämpfung besten Tragekomfort gewährleisten soll. Der YKK-Reißverschluss in Messingoptik sorgt für leichtes An- und Ausziehen.
Größe: Herren 41 bis 46, Damen 36 bis 42.5, Farbe: schwarz, Preis: Herren 189,90 €, Damen 179,00 Euro.

Das Testurteil von Ken-Christian Horst:
Die Stiefelette wirkt beim ersten Betrachten robust und klassisch zugleich. Aufgrund der stoßgedämpften Sohle ist der Tragekomfort schon beim ersten Anziehen sofort da. Das weiche Leder ersparte mir das „Einlaufen“ und der Schuh passt sich dem Fuß perfekt an. Besonders im Stallalltag bin ich nach echtem norddeutschem Herbstwetter überzeugt, da der Schuh absolut wasserfest und schmutzabweisend ist. Wasser perlt wortwörtlich an ihm ab und hinterlässt keinerlei Rückstände auf dem Leder. Beim Reiten hatte ich dank der gummierten Sohle einen sehr guten Halt im Bügel, lediglich die Schaftweite am Knöchel ist für meinen Geschmack etwas weit, sodass der Fuß beim Reiten minimal wackelt und das Bein an Stabilität verliert. Tendenziell fallen die Stiefeletten recht groß aus, weshalb ich die Ariat Heritage IV Waterproof Paddocks eine Nummer kleiner bestellen würde.

Gesamteindruck:
Die Stiefelette empfiehlt sich sehr gut für die tägliche Stallarbeit, da Funktionalität und Tragekomfort hier perfekt aufeinander treffen. Als Reitstiefelette eignen sie sich eher für die leichte Arbeit und das lockere Training als für den wirklich sportlichen Einsatz.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Qualität: 4
Funktionalität: 3
Preis-Leistung: 3

www.ariat.com

Bild: fotos ariat No. 1
Bild: fotos ariat No. 2

Hobo Safety Lacer

 

Beschreibung:
Der Hobo Safety Lacer ist eine Reitstiefelette aus Rindsleder mit Schnürung und Reißverschluss hinten. Das Besondere: Schutz vor Verletzungen bietet die Stahlkappe, die mindestens einer Kraft von 200 Joule standhält. Das bedeutet, die Stiefeletten halten einem Gewicht von 20 Kilogramm aus einem Meter Fallhöhe stand. Ist die Fallhöhe gleich Null, halten sie circa 1.500 Kilogramm aus. Somit sollten sie auch dann noch schützen, wenn ein Pferd auf den Fuß tritt. Mit Schutzklasse SB wird hier eine Stoßdämpfung in der Ferse mit mindestens 20 Joule vorausgesetzt. Größen: 35 bis 46, Farbe: schwarz, Preis: 159,00 Euro

Das Testurteil von Johanna Wilke:
Eine Reitstiefelette mit Stahlkappe – zugegeben, ich war zunächst sehr skeptisch, ob ich mit diesem Modell etwas anfangen könnte. Anders als erwartet, ist der Safety Lacer keineswegs klobig und übermäßig breit, lediglich der größere Zehenfreiraum lässt erahnen, dass es sich um einen Sicherheitsschuh handelt. Besonders auffällig ist die gute Verarbeitung des matten Leders, das einen widerstandsfähigen Eindruck macht. Der Schutz ist sehr hilfreich im Stallalltag mit den Pferden und für diejenigen, die täglich schwere Arbeiten im und um den Stall ausführen, hervorragend geeignet. Ich habe zur Probe einen schweren Sprungständer aus Holz auf den Schuh gestellt, was keinerlei Schmerzen oder auch nur Unannehmlichkeiten verursacht hat. Auch leichtes Reiten funktioniert problemlos.

Gesamteindruck:
Diese Stiefelette ist perfekt für diejenigen, die in einem Pferdebetrieb arbeiten und auch reiten und dabei keine Lust haben, ständig das Schuhwerk zu wechseln. Durch die Stahlkappen werden die Füße geschützt und dennoch ist der Schuh ausreichend filigran, um in Steigbügel zu passen.


Punktevergabe:
Tragekomfort: 3,5
Qualität des Materials: 4
Funktionalität: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

www.hoboshoes.com

Bild: fotos Hobo No. 1
Bild: fotos Hobo No. 2
Bild: fotos Hobo No. 3

Lyon Flex Winter von ELT

Beschreibung:
Die schwarze Winter-Schnürstiefelette von ELT zeichnet sich durch ein weiches, geöltes Leder aus und besitzt ein wärmendes Innenfutter aus echter Wolle. Die schweißabsorbierende Innensohle ist dabei herausnehmbar. Für eine optimale Passform besitzt die Stiefelette vorne eine praktische Schnürung. Das einfache An- und Ausziehen wird durch einen Reißverschluss hinten sichergestellt. Die Laufsohle der Stiefelette ist leicht verbreitert, mit hoher Dämpfung und reitgerechtem Absatz ausgestattet und gleichzeitig rutschhemmend. Größen: 36 bis 43; Farbe: Schwarz, Preis: 129,95 Euro

Das Testurteil von Jennifer Witt:
Schon beim ersten Tragen überzeugte mich die Schnürstiefelette. Durch das weiche, geölte Leder passte sie sich auf Anhieb an und machte ein unangenehmes Einlaufen, wie ich es sonst bei Lederschuhen gewohnt war, überflüssig. Ideal geeignet ist die Stiefelette auch für kaltes und matschiges Wetter. Durch ihr Innenfutter aus Wolle hielt sie meine Füße auch nach mehreren Stunden warm. Das Obermaterial ist robust: Dreck lässt sich leicht entfernen und nassen Füßen wird durch die verbreiterte Sohle gut entgegengewirkt. Optisch ist die Stiefelette schlicht, wird jedoch durch die Schnürung vorne aufgewertet. Für Ausritte und leichte Arbeit ist die Schnürstiefelette ebenfalls geeignet. Meiner Ansicht nach bietet die Schnürstiefelette ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie überzeugt durch gute Qualität, zu einem verhältnismäßig günstigen Preis.

Gesamteindruck:

Eine tolle Allrounder Stiefelette, die keine kalten Füße zulässt und für die täglichen Stallarbeiten im Winter ideal geeignet ist. Durch den reitgerechten Absatz der Sohle, kann die Schnürstiefelette ebenfalls auf dem Pferd Verwendung finden.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Qualität des Materials: 4
Funktionalität: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

www.waldhausen.com

Bild: fotos waldhausen No. 1
Bild: fotos waldhausen No. 2
Bild: fotos waldhausen No. 3

Busse Reitsport - Fargo-Winter

 

Beschreibung:
Die Jodhpur-Stiefelette FARGO-WINTER aus dem Hause Busse ist eine gefütterte Winterstiefelette aus echtem Rindsleder mit beidseitigen Elastikeinsätzen. Neben dem Schuhinneren ist auch die Innensohle mit kuscheligem Lammfell gefüttert. Die Stiefelette hat eine sportliche Optik, eine Gummi-Profilsohle und einen geeigneten Absatz zum Reiten. Durch den YKK®-Reißverschluss lässt sich der Schuh vorne leicht öffnen und ermöglicht zusammen mit der Schlaufe an der Ferse ein einfaches An- und Ausziehen. Farbe: braun und schwarz, Größe: 36 bis 45, Preis: 159,00 Euro.


Das Testurteil Anna-Carolina Quellemann:
Die kuschelige Lammfellfütterung ist an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen. Dank der beidseitigen, elastischen Einsätze und dem weichen Leder ist die Stiefelette auch ohne langes Einlaufen sehr bequem. Sie fällt verhältnismäßig groß aus, was ein Paar dicke Socken an kalten Tagen nicht ausschließt. Die Fargo-Winter-Stiefelette ist trotzdem leicht am Fuß und bietet durch den Absatz und den sportlichen Schnitt ausreichend Gefühl und Halt auf dem Pferd. Der Reißverschluss ist stabil und nicht besonders schmutzempfindlich – und auch der Rest des Schuhs ist pflegeleicht und weist auch nach häufigem Tragen auch bei schlechtem Wetter kaum Gebrauchsspuren auf. Die braune Lederfarbe ist deutlich intensiver als es die Produktbilder vermuten lassen. Aufgrund der Elastikeinsätze und des Reißverschlusses sind die Stiefeletten leider nicht komplett wasserdicht.

Gesamteindruck:
Im Stallalltag ist die Stiefelette ein schicker und gleichzeitig robuster Wegbegleiter, der durch seine Qualität besticht und somit jeden Cent wert ist. Für mich ist sie die perfekte Stallstiefelette für den Winter und vereint sportliche Optik mit 100 Prozent Tragekomfort.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Qualität des Materials: 3,5
Funktionalität: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

www.busse-reitsport.de

Bild: fotos busse No. 1
Bild: fotos busse No. 2
Bild: fotos busse No. 3

Haariger Kraftakt?! Bürsten und Fellwechselhelfer im Test

Der Winter naht, die Pferdehaare fliegen – es ist Fellwechselzeit. Die beste Gelegenheit also, sich Fellwechselhelfer und innovative Bürsten genau anzuschauen. Welche Produkte sich lohnen, Zeit und Mühe sparen, haben unsere Tester an ihren Pferden ausprobiert…

Bild: Foto Putzbox No. 1

fellschön-Bürste

 

Produktbeschreibung
Der Fellwechselhelfer fellschön stammt aus Erbach im Odenwald und soll mit Hilfe einer  feinen und 15 Zentimeter langen Metallklinge die losen Haare sanft aus dem Fell ziehen. Der Griff mit fellschön-Logo ist aus lebensmittelechtem Kunststoff oder Holz. Für kreative Köpfe bietet fellschön ein „Design-Set“ zur individuellen Bürsten-Gestaltung. Farben: magenta-pink, leuchtend-türkis, dunkles-smaradgrün,  sattes-apfelgrün und stein-grau und Holz, Preis: 24,50 Euro


Das Testurteil:

Die fellschön-Bürste liegt durch den keilförmigen Griff und ihre Größe sehr gut in der Hand. Mit wenig Druck lassen sich loses Winterfell und kleine Hautschuppen leicht herausziehen. Die Haare fallen büschelweise zu Boden, ohne in der Klinge festzustecken, was die Reinigung und Desinfektion der Bürste einfach macht.  Auch verklebte oder matschige Stellen lassen sich nach mehrmaligem Überputzen problemlos beseitigen und die fellschön-Bürste hinterlässt ein glattes und glänzendes Fell. Im Großen und Ganzen ließen sich alle Testpferde gerade an Hals, Schulter und Kruppe sehr gern putzen und auch der ein oder andere Stallhund hat die fellschön-Pflege sichtlich genossen.  Lediglich an sensiblen Stellen wie dem Rücken oder unter dem Bauch reagierten zwei Testpferde etwas empfindlich und auch für den Kopf und die Beine sollte – wegen der Größe und der Metallklinge – auf herkömmliches Putzzeug zurückgegriffen werden.


Gesamteindruck:
Die bunten Bürsten bringen Farbe in den Putzkasten und sind ergiebige und langlebige Fellwechselhelfer, die das Putzen gerade bei langem und dickem Winterfell zu einem echten Erfolgserlebnis machen. Einziges Manko ist die begrenzte Anwendung für Beine, Kopf und empfindliche Körperpartien.

Punktevergabe:
Reinigungskraft: 3
Funktionalität: 3,5
Qualität des Materials: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

www.fellschoen.de

Bild: fotos fellschoen No. 1
Bild: fotos fellschoen No. 2

FURminator

 

Produktbeschreibung:
Der FURminator verspricht die einfache und schnelle Entfernung des Winterfells und der losen Haare, wobei die Durchblutung und das Haarwachstum angeregt und Haut und Haar besonders gepflegt werden sollen. Durch den knapp 13 Zentimeter breiten, feinzackigen Metallkamm lässt sich das  Deckfell durchdringen, ohne dabei die Haut des Pferdes zu verletzen. Laut Hersteller wird sogar das ungeliebte Haaren um 90 Prozent reduziert. Preis: 49,95 Euro.


Das Testurteil:

Der FURminator ist qualitativ hochwertig und sehr gut verarbeitet. Der Griff sorgt für einen guten Halt und mit geringem Druck lassen sich – gerade bei stark haarenden Pferden – in kürzester Zeit erstaunliche Fellmengen herauskämmen. Der praktische Druckknopf entfernt mit einem Handgriff alle Haare aus dem Kamm, somit bleibt alles sauber und hygienisch und auch das sonst so lästige Reinigen entfällt. Alle Testpferde, die bereits dickeres Fell hatten und stärker haarten, haben das Putzen an den großen Körperpartien sichtlich genossen. Die losen Haare lassen sich spielend leicht herausziehen – wobei matschiges oder stark verklebtes Fell vor der Verwendung des FURminators einmal übergeputzt werden sollte. Drei Testpferde mit dünnerem Fell oder empfindlicher Haut zuckten bei stärkerem Druck das ein oder andere Mal und auch für Beine und Kopf ist der FURminator weniger geeignet. Tatsächlich lässt sich aber bereits nach der zweiten Anwendung eine deutliche Reduktion des Haarens feststellen und das Fell entwickelt einen schönen und natürlichen Glanz.


Gesamteindruck:

Der FURminator ist mit 49,95 Euro ein eher teures Putzwerkzeug, das in den Punkten Funktionalität und Qualität hält, was es verspricht. Die Anwendung empfiehlt sich während des Fellwechsels und ist somit saisonal eingegrenzt. Wer aber einen echten Fellwechselhelfer sucht, trifft mit dem FURminator die richtige Wahl.

 

Punktevergabe:
Reinigungskraft: 3
Funktionalität: 3,5
Qualität des Materials: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.haas-manufatur.de

Bild: fotos furminator No. 1
Bild: fotos furminator No. 2
Bild: fotos furminator No. 3

HandsOn Grooming Gloves

 

Produktbeschreibung:
Der Fünf-Finger Noppenhandschuh der Marke HandsOn Gloves ist mit seinen 113 Gramm sehr leicht. Geliefert werden zwei Handschuhe - für die rechte und die linke Hand. Während des Putzens und Massierens kann der Handschuh durch seine Fünf-Finger-Form und das Bündchen mit verstellbarem Klettverschluss nicht verrutschen. Reinigen lässt sich der Handschuh am besten unter lauwarmem Wasser. Farben: schwarz, Größen: S, M, L, Preis: 28,90 Euro


Das Testurteil:

Die strukturierte Oberfläche mit den Noppen an den Fingern und Handflächen ermöglicht eine beidhändige Massage, die zugleich einen schönen Glanz auf dem Fell hinterlässt. Lose Haare werden ausgebürstet. Die Handschuhe sind nicht steif, sodass man die Hände durch das Gummi und den Stoff ganz normal bewegen kann. Dadurch eignen sie sich auch für sensible Körperpartien wie Kopf und Beine. Wir haben die Handschuhe zur Fellwechselzeit getestet und sie überzeugten mit einem guten Reinigungsergebnis. Ein weiterer Pluspunkt ist die Verwendbarkeit in der Waschbox. Das Shampoo kann auf dem Handschuh verteilt und direkt in das Pferdefell einmassiert werden – endlich keine glitschige Bürste mehr, die beim Waschen ständig herunterfällt! Durch die ideale Passform lassen sich Shampooflasche, Wasserschlauch und Führstrick greifen und festhalten, auch wenn der Handschuh nass ist.


Gesamteindruck:

Der Handschuh ist sauber verarbeitet und hat ordentliche Nähte. Der Preis in Höhe von 28,90 Euro erscheint zunächst hoch. Besonders, wenn man nur einen Handschuh verwendet. Alle Testpferde (und -hunde) haben die Massage mit den HandsOn Grooming Gloves sichtlich genossen. Die Hände und Fingernägel bleiben stets sauber!

Punktevergabe:
Reinigungskraft: 3,5
Funktionalität: 4
Qualität des Materials: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.revolution-handson.de

Bild: fotos hands On No. 1
Bild: fotos hands On No. 2

Animalon CareFlex

 

Produktbeschreibung:
Die Bürsten von Animalon unterscheiden sich bereits auf den ersten Blick von herkömmlichen Modellen. Sie sind „dreigeteilt“, sodass sie sich der Hand flexibel anpassen. Die Biegung von bis zu 90 Grad soll alle Körperstellen des Pferdes leicht erreichbar machen und zudem die Handgelenke schonen, da Verkrampfen und Verdrehen der Hände verhindert werden. Die verstellbare Handschlaufe sorgt dafür, dass die Bürsten auf jede Handgröße anpassbar sind. Sie ist im Material integriert, so wird lästiges Abreißen vermieden. Die Bürsten sind bisher nur Online erhältlich und kosten – je nach Modell – zwischen 13,95 Euro und 21,95 Euro.


Das Testurteil:
Das Putzen mit den Bürsten war anfangs durch die Flexibilität sehr ungewohnt, doch wir haben schnell gemerkt, wie gut sich das Material an das Pferd anpasst und wie man dementsprechend besser an schwierige Stellen, wie Beine und Kopf, herankommt. Die Wurzelbürste mit Naturborsten aus der CareFlex-Reihe ist etwas weicher als Modelle mit Kunststoffborsten. Das hat kleine Abzüge in Punkto Reinigungskraft zur Folge, da man stärker aufdrücken muss, um hartnäckige Verschmutzungen abzuputzen. Die Rosshaar-Kardätsche verleiht dem Fell besonderen Glanz, die Striegel eignen sich hervorragend zum Entfernen von grobem Schmutz, losen Haaren und zur Massage. Alle Testpferde ließen sich gerne mit den Bürsten putzen. Sie sind hochwertig verarbeitet und sparen Zeit, denn besonders das Putzen der Beine funktioniert durch die Flexibilität hervorragend.


Gesamteindruck:
Die Bürsten bereichern jeden Putzkasten. Einziger Minuspunkt ist die etwas zu nachgiebige Wurzelbürste.

Punktevergabe:
Reinigungskraft: 3,5
Funktionalität: 4
Qualität des Materials: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

www.animalon.de

Bild: fotos animalon No. 1
Bild: fotos animalon No. 2

MAGIC BRUSH

 

Produktbeschreibung:
Die MAGIC BRUSH Bürste soll gründlich reinigen und selbst hartnäckigen Schmutz aus dem Fell entfernen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Set-Variationen. Durch das ergonomische Design soll sie sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern optimal in der Hand liegen. Die Einsetzbarkeit der MAGIC BRUSH ist dabei vielseitig: von der Huf-, Bein- und Fellpflege bis hin zur Reinigung von Satteldecken und Gamaschen. Das spezielle Material verhindert ein frühzeitiges Abknicken der Borstenspitzen und die Rückseite der Bürste dient als Schweißmesser. Bei Bedarf kann die MAGIC BRUSH in der Waschmaschine gewaschen werden. Neben der klassischen Bürste gibt es auch eine Soft-Bürste zu erwerben, die auch für hochsensible Pferde geeignet sein soll. Preis: 14,95 Euro (Dreier-Set), 5,95 Euro (Einzelbürste), 5,99 Euro (Softbürste)


Das Testurteil:

Die Bürste liegt leicht und angenehm in der Hand und kommt beim Putzen auch in schmale Vertiefungen. Selbst hartnäckige Matschverkrustungen und eingetrockneten Schweiß konnten wir mit dieser Bürste problemlos und schnell entfernen. Auch im Fellwechsel erleichtert sie das Putzen enorm. Anwendung gefunden hat die Bürste bei uns nicht nur am Pferd: Auch das Equipment lässt sich vor der Wäsche problemlos von Schmutz und Haaren befreien. Einziger Kritikpunkt ist die Säuberung der MAGIC BRUSH selbst, da es schwer ist, die losen Haare wieder aus der Bürste zu entfernen. Für Pferde, die sensibel auf die Borsten reagieren, bietet MAGIC BRUSH mit der Soft-Bürste eine tolle Alternative zum klassischen Modell. Sie ist für die empfindlichen Bereiche wie Kopf und Beine gedacht. Bei sehr stark haarenden Pferden kann man mit der Rückseite der Bürste das Fell herausziehen.


Gesamteindruck:

Eine vielseitig einsetzbare Bürste zur Fell- und Huf-Reinigung oder zum Enthaaren von Schabracken und Decken. Diese Bürste ist ein echter Allrounder und sollte in keinem Putzkasten fehlen. Lediglich feiner Staub lässt sich mit der Bürste schwer aus dem Fell entfernen.


Punktevergabe:
Reinigungskraft: 3,5
Funktionalität: 3
Qualität des Materials: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

www.magicbrush.de

Bild: fotos magic brush No. 1
Bild: fotos magic brush No. 2
Bild: fotos magic brush No. 3

StripHair – Gentle Groomer

 

Produktbeschreibung:
Der 22 cm lange Gentle Groomer ist das neue Multifunktions-Tool aus Amerika für Pferd und Hund. Die Struktur des trapezförmigen Putzwerkzeugs ist an Ober-und Unterseite sowie an den Außenkanten unterschiedlich und erfüllt somit auch verschiedene Aufgaben. Der Gentle Groomer besteht aus einer eigens entwickelten Material-Mischung, welche mit natürlichen Ölen angereichert ist, die das Fell glänzen lassen sollen. Außerdem werden durch das Massieren mit dem Groomer die Blutzirkulation und die Muskulatur stimuliert. Farbe: schwarz, Preis : 39,90 Euro


Das Testurteil:

Die „Gentle-Grooming-Kante“ zieht lose Haare und Schuppen aus dem Fell, die Diamantenstruktur auf der Unterseite entfernt getrockneten Schlamm im Handumdrehen. Des Weiteren lässt sich mit dem Groomer auch Wasser wie mit einem Schweißmesser abstreifen. Durch die flexible Form können sensible Körperpartien wie Kopf und Beine optimal gesäubert werden. Alle Testpferde und     -hunde haben das Putzen mit dem Gentle Groomer sichtlich genossen. Die biegsame Struktur ermöglicht es, das Pferd von der Kruppe bis zum Huf mit nur einem Produkt gründlich zu putzen. Mit der schmalen Seite lassen sich besonders gut der Kopf und die empfindsamen Stellen am Bein pflegen. Der Groomer hat keine Borsten, in denen sich Bakterien bilden oder Rückstände ablagern können, daher ist er sehr leicht durch Abwaschen und desinfizieren sauber zu halten. Besonders die Multifunktionalität hat uns begeistert – auch Decken und Schabracken lassen sich mit dem StripHair reinigen. Das Material liegt gut in der Hand und fühlt sich angenehm an. Die Struktur ist sehr robust und hat nach mehrfachem testen keinerlei Abnutzungserscheinungen aufgewiesen.


Gesamteindruck:

Der StripHair – Gentle Groomer wird seinem Ruf als Multifunktions-Tool definitiv gerecht. Einziger Nachteil ist der relativ hohe Preis sowie die mangelnde Farbauswahl.

Punktevergabe:
Reinigungskraft: 4
Funktionalität: 4
Qualität des Materials: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

www.pferdefaible.de

Bild: fotos strip hair No. 1
Bild: fotos strip hair No. 2

Reitleggings auf dem Prüfstand

Reitleggings erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und werden gerne als Alternative zu herkömmlichen Reithosen gekauft. Sie sind besonders bequem und luftig, bieten mehr Bewegungsfreiheit und verfügen oftmals auch über große Taschen für Smartphones – aber sind sie auch für intensives Training geeignet? Die PFERD+SPORT-TESTREDAKTION hat die Hosen auf den Prüfstand gestellt.

Bild: fotos Prüfstand No. 1

Mountain Horse Sienna Tech Tights

 

Besonderheiten:
Die Reitleggings Sienna Tech Tights von Mountain Horse aus schnell trocknendem Stoff ist eine Stretch-Kompressionshose. An Sitz und Knie ist ein Silikon-Vollbesatz-Grip verarbeitet und der Bund lässt sich per Kordelzug verstellen. Am linken Hosenbein befindet sich eine große Handytasche, die wie der Rest der Hose aus weichem, elastischen Stoff besteht.  Erhältlich ist die Reitleggings nur in der Farbe schwarz und den Größen 34-46.
Der Preis für die Tech Tights liegt bei 99,00 Euro.

Das Testurteil von Anna Blunck:

Schon auf den ersten Blick fiel mir die hochwertige Verarbeitung der Reitleggings auf. Fast unsichtbare Nähte, fester Grip und ein toller elastischer Stoff begeisterten mich – Zweifel hatte ich bezüglich der Langlebigkeit aber doch, weil der Stoff sehr dünn war.
Angezogen sitzt die Hose wie eine zweite Haut, nichts drückt und der Stoff ist sehr leicht. Bei sommerlichen Höchsttemperaturen kam sie zum ersten Mal zum Einsatz und begeisterte mich durch ihre Luftdurchlässigkeit und Schweißabsorption. Außerdem hat man einen tollen Halt im Sattel, auch wenn der dünne Stoff vorerst etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Die Handytasche am Oberschenkel ist sehr praktisch und gerade bei Ausritten ein willkommenes Feature. Nach mehrmaligem Waschen und großer Beanspruchung im täglichen Pferdealltag kann ich nur minimale Gebrauchsspuren feststellen, wie zum Beispiel die leichte Abnutzung des Marken-Schriftzugs. Der Grip hält auf dem elastischen Stoff unerwartet gut.


Gesamteindruck:
In Sachen Optik und Funktionalität kann ich diese Reitleggings gerade in den Sommermonaten nur wärmstens empfehlen. Für 99,00 Euro bekommt man hier eine Hose, die nicht nur langlebig, sondern für ihre Qualität auch preiswert ist.

Punktevergabe:

Tragekomfort: 4,0
Passform: 3,5
Funktionalität: 4
Preis/Leistung: 4

Bild: Fotos Mountain Horse No. 1
Bild: Fotos Mountain Horse No. 2

Pikeur Reithose Gia Grip Athleisure

 

Besonderheiten:
Die Reithose Gia Grip Athleisure von Pikeur ist eine absolut bequeme Reithose mit hoher Taille und optimaler Passform. Die softe Innenseite und das breite, elastische Bundband sollen guten Tragekomfort garantieren. Die Hose ist mit Knie- oder ¾-Grip-Besatz erhältlich. Die verdeckten Reißverschluss-Taschen und die Handytasche am rechten Oberschenkel bieten viel Platz. Der „Pikeur Athleisure“-Metallic-Print auf dem linken Oberschenkel macht die Hose zu einem echten Hingucker.

Material: 73 Prozent Polyamid, 27 Prozent Elasthan, Farben: black, steel grey, nightblue; Größen: 32-46, 68-92  waschbar bis 30 Grad; Preis: 139,95 Euro

Das Testurteil von Johanna Wilke:
Dieses Modell vereint die Eigenschaften einer Reithose mit denen einer  -leggings: Der Stoff ist glatt und dehnbar, jedoch relativ dick. Der Bund ohne Reißverschluss ist bequem und sorgt dafür, dass die Hose nicht rutscht. Die unauffälligen Taschen bieten deutlich mehr Platz, als die meisten Reithosen es können. Der typische Pikeur-Grip, der nicht aus Silikon, sondern aus Polyurethanen besteht, unterscheidet diese Hose von den anderen Reitleggings. Ich habe das Modell mit Knie-Grip getestet, das ich wegen des eingeschränkten Halts im Sattel nur für die Dressurarbeit oder entspannte Ausritte empfehlen würde. Die Qualität des Materials und seiner Verarbeitung sind dem vergleichsweise hohen Preis von 139,95 Euro entsprechend  gut. Der glitzernde Aufdruck am Oberschenkel ist auffällig und sieht auch nach längerer Testzeit so gut aus wie am Anfang.

Gesamteindruck:
Dieses Modell ist mit dem relativ dicken Stoff und der festen Verarbeitung eher eine Reithose als eine Leggings – für alle, die es nicht ganz so luftig mögen. Ich würde die ¾-Grip-Variante wählen, um in allen Disziplinen guten Halt im Sattel zu haben.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 3
Passform: 3
Funktionalität: 3,5
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

Bild: Fotos Pikeur No. 1
Bild: Fotos Pikeur No. 2

Loesdau – black forest Reitleggings Miami Grip

 

Beschreibung:
Die Miami Grip Reitleggings von black forest soll aufgrund des angenehm zu tragendem Vier-Wege-Stretch-Materials besonders elastisch und bewegungsfreundlich sein. Sie verfügt über einen ¾ -Grip-Gesäßeinsatz in Fußballoptik und besitzt am hinteren breiten, elastischen Bund eine Reißverschlusstasche und ein kleines Stick-Logo. Ein elastischer Beinabschluss sowie ein weißes Stick-Logo mit Schriftzug auf dem linken Bein werten die Reitleggings optisch auf.
Größen: 34 bis 44 und 72 bis 84; Farbe: schwarz; Material: 80 Prozent Polyamid, 20 Prozent Elasthan; maschinenwaschbar bei 30 Grad; Preis: 79,95 Euro

Das Testurteil von Jennifer Witt:

Die Miami Grip Reitleggings hat mich bereits auf den ersten Blick mit ihrer tollen Verarbeitung überzeugt. Ein optisches Highlight war dabei das leicht glänzende schwarze Material und der Grip-Gesäßeinsatz in dem ungewöhnlichen Design. Die Grip-Qualität machte nicht nur auf den ersten Blick einen tollen Anschein, auch beim Reiten überzeugte sie durch einen super Halt im Sattel, selbst bei Pferden mit viel Schwung. Hervorzuheben ist auch die Qualität der Logo-Stickerei auf dem linken Bein, die sich durch eine enorme Haltbarkeit auszeichnet. Im Vergleich zu anderen Herstellern setzt Loesdau – black forest hierbei auf eine Stickerei, die viel haltbarer ist als ein öfter genutzter Logo-Druck. Die Größe der Leggings fällt in ihrer Weite und Länge normal aus. Positiv hervorzuheben ist hier, dass es bei dieser Reitleggings auch die Möglichkeit gibt, sie in Langgrößen zu bestellen. Einzige, kleine Kritikpunkte dieser Leggings bestehen darin, dass sich das breite Bündchen am Bauch des Öfteren verdreht, jedoch problemlos wieder in Form zu bringen ist. Die vorhandene Reißverschlusstasche ist in ihrer Größe nicht ideal passend für alle Handyformate. Schlüssel, Geld und andere Kleinigkeiten finden aber problemlos Platz.


Gesamteindruck:

Eine hochbequeme und elastische Reitleggings, die einen tollen Grip-Gesäßeinsatz besitzt und einen super Halt im Sattel ermöglicht. Abnutzungsspuren sind bei dieser Leggings  auch nach häufigem Gebrauch und mehrmaligem Waschen nicht zu erkennen.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 3,5
Passform: 4
Funktionalität: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Bild: Fotos Loesdau No. 1
Bild: Fotos Loesdau No. 2

PFIFF Reitleggings „Lucy“

 

Beschreibung:
Die Reitleggings „Lucy“ von Pfiff ist laut Hersteller mit 90 Prozent Polyester und 10 Prozent Elasthan aus besonders elastischem Material gearbeitet und bei 30 Grad waschbar. Der Grip-Vollbesatz besteht aus je drei Streifen im Kniebereich und drei Streifen am Gesäß. Die Hose ist in den Farben blau/pink und grau von Größe 34 bis 48 erhältlich.
Der Preis für die Pfiff Reitleggings „Lucy“ liegt bei 69,95 Euro.

Das Testurteil von Anna Blunck:

Als ich die Leggings das erste Mal in den Händen hielt, war ich positiv überrascht. Der Stoff ist fest und stabil und die Verarbeitung der Nähte ist sehr sauber. Die Beine sind sehr gut geschnitten, sodass sie auch bei langen Beinen nicht über die Knöchel rutscht.
Das Anziehen der Leggings ist durch den festen Stoff ein wenig aufwendig – er ist zwar elastisch, aber eher eng geschnitten und „klebt“ teilweise an der Haut. Durch den hohen und breiten Bund, den festen Stoff am Bein und die dünnen Elastikeinsätze an den Knöcheln ist die Reitleggings aber nach dem Anziehen sehr angenehm zu tragen. Im Sattel merkt man den Unterschied zur Reithose dann doch ein wenig, da der Silikongrip sehr stark am Leder haftet und es einem an Stabilität fehlt. Eine Tasche, um das Handy während des Reitens zu verstauen, gibt es leider nicht, was gerade bei Ausritten hilfreich wäre.
Nach dreimaligem Waschen nahm der Grip etwas ab und das Reitgefühl verbesserte sich. Die Qualität des Stoffes und die der Nähte hat nicht nachgelassen und auch der Grip hat sich nicht weiter abgenutzt.


Gesamteindruck:
Eine sehr haltbare, schöne Reitleggings, die ich aber eher für Ausritte oder leichte Dressurarbeit empfehle. Hierfür ist der Preis von 69,95 Euro gerechtfertigt.


Punktevergabe:
Tragekomfort:  3
Passform:  3
Funktionalität: 3
Preis/Leistung: 3,5

Bild: Fotos Lucy No. 1
Bild: Fotos Lucy No. 2

Schockemöhle Sports Reitleggings Full Grip

 

Beschreibung:
Die Reitleggings von Schockemöhle Sports verfügt über einen Vollbesatz-Silikonaufdruck in der Schockemöhle-Logooptik. Mit ihrem elastischen, leichten Material sowie dem breiten, hohen Bund soll sie beim Reiten und der Stallarbeit für großen Komfort sorgen. Die dekorativen Teilungsnähte und eine Pferde-Logo-Stickerei am Bund machen sie dabei zu einem echten Hingucker. Die praktischen kleinen Reißverschluss-Taschen vorne und hinten im Bund bieten Platz für Schlüssel oder das Handy.
Größen: 32 bis 44; Farbe: dark navy; Variationen: Full Grip, Knee Grip; maschinenwaschbar bei 30 Grad Celsius; Preis: 89,95 Euro (Full Grip), 79,95 Euro (Knee Grip)

Das Testurteil von Jennifer Witt:

Die Full Grip Reitleggings überzeugt durch einen tollen Tragekomfort – gerade durch das überaus elastische, dünne und leichte Material bietet sie optimale Bewegungsfreiheit und wird so zu einem tollen Allrounder im Stall. Optisch hat mich die Reitleggings durch ihre dekorativen Nähte überzeugt, die sie von anderen Modellen abgrenzen und für mich im Design einzigartig machen. Die Grip-Qualität ist beständig und nutzt auch bei täglichem Tragen und Reiten nicht ab. Die Größe der Leggings fällt normal aus und durch ihr elastisches Material passt sie sich optimal der Figur an. Besonders hervorzuheben ist der Bund, der sehr angenehm am Bauch sitzt und keine Spuren einer Verdrehung des Bündchens oder des darin enthaltenen Gummizuges zulässt.


Leider wies die Reitleggings nach der ersten Wäsche bereits Defizite am linken Bein auf und kleine Risse durchzogen den Logo-Aufdruck. Die Pferde-Logo-Stickerei am Bund hingegen blieb, genauso wie das Grip-Material, auch nach mehrmaligem Waschen in einwandfreiem Zustand. Zwar verfügt die Reitleggings über zwei Taschen im Bündchen-Bereich, sind diese jedoch aufgrund ihrer geringen Größe nur eingeschränkt für Handys (ich besitze ein Iphone) nutzbar. Für Schlüssel, Geld etc. bieten sie jedoch genügend Platz und erfüllen ihren praktischen Zweck.


Gesamteindruck:

Mit der schicken und bequemen Reitleggings hat Schockemöhle Sports eine echte „Wohlfühlhose“ auf den Markt gebracht, die sich auch in ihrem Design von anderen Leggings abgrenzt. Das sofortige Einreißen des Schriftzug-Logos auf dem linken Bein sowie die geringe Größe der Tasche am Bund trüben die Bewertung des Preis-Leistungsverhältnisses der Hose.

Punktevergabe:
Tragekomfort: 4
Passform: 3,5
Funktionalität: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3

Bild: fotos Schockemöhle No. 1
Bild: fotos Schockemöhle No. 2

ea.St Reggings

 

Besonderheiten:
Die ea.St Reggings ist eine hochelastische Reitleggings, die sich laut Hersteller durch dehnbare und flexible Nähte sowie maximale Bewegungsfreiheit auszeichnet. Integrierte Body Shape-Konturen sollen für ein sicheres Tragegefühl sorgen, bei dem Kurven betont und Problemzonen kaschiert werden. Eine große Tasche an jeder Seite des Oberschenkels ermöglicht das problemlose Verstauen des Smartphones und anderer Kleinigkeiten. Die Hose ist mit einem Silikon-Halbbesatz versehen, der sich über die gesamte Oberschenkelinnenseite und das Knie erstreckt.

Material: 85 Prozent Nylon, 15 Prozent Elasthan; Farben: steel grey, white, driftwood, navy, black; Größen: (je nach Farbe verfügbar) 3XS-4XL, maschinenwaschbar; Preis: 89,90 Euro;

Das Testurteil von Johanna Wilke:
Die Reggings von ea.St ist ein sehr bequemes Modell, das gleichzeitig auch sehr praktisch im Stallalltag ist. Durch die Beschaffenheit des Materials fühlt man sich stets „angezogen“, aber ist trotzdem deutlich freier in der Bewegung als mit herkömmlichen Reithosen. Zwar hat die Reggings keinen Voll-Grip, dennoch hat man durch den ausgeweiteten Grip am Bein guten Halt im Sattel – nicht nur beim Dressurreiten.


Durch den streifen-förmig aufgebrachten Grip sieht die Hose nicht aus wie eine Sporthose, was bei anderen Reitleggings oft der Fall ist. Auch nach mehrmaligem Waschen haben sich das Material der Hose und der Grip keineswegs abgenutzt, allerdings hat sich die Naht am Marken-Aufnäher am Oberschenkel nach einem Gelände-Training etwas gelöst – ein rein optisches Manko. Positiv aufgefallen ist auch, wie gut das Handy in den Taschen verstaut werden kann, ohne zu verrutschen oder beim Reiten zu stören. Die Reggings ist ihren Preis von 89,90 Euro absolut wert.

Gesamteindruck:

Die ea.St Reggings ist sehr vielseitig und zeichnet sich besonders durch ihre Bequemlichkeit aus. Eine perfekte Hose für diejenigen, die sich gerne eine Reitleggings kaufen möchten, bei welcher der Tragekomfort nicht auf Kosten des Halts im Sattel geht.


Punktevergabe:

Tragekomfort: 4
Passform: 4
Funktionalität: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

Wir testen für Sie!

Sich im Angebots-Dschungel der Reitsportmarken zurechtzufinden, ist weder einfach, noch möchte man seine Freizeit in langwierige Suchen nach neuen Reithosen, Stiefeln oder Pferdedecken investieren. Deshalb wird die PFERD+SPORT-Testredaktion künftig die Tauglichkeit verschiedener Produkte rund ums Pferd auf Herz und Nieren prüfen. Die Tester sind allesamt passionierte Reiter und unternehmen auch mal den einen oder anderen HÄRTETEST – so finden Sie heraus, welcher Kauf sich wirklich lohnt.

Ken-Christian Horst

Langjähriger Mitarbeiter des RathmannVerlages und erfolgreicher Dressurreiter. Er kann zahlreiche Siege und Platzierungen von Jungpferdeprüfungen bis zur schweren Klasse vorweisen und widmet sich leidenschaftlich der Ausbildung und Pferd und Mensch.

Bild: Bild Ken No. 1

Johanna Wilke

Die RathmannVerlag-Volontärin reitet hauptsächlich Dressur, ist mit ihrer selbst ausgebildeten Oldenburger-Stute aber auch im Parcours und auf der Geländestrecke zu finden.

Bild: Bild Johanna No. 1

Jennifer Witt

Verantwortlich für die Website und Social Media-Auftritte von PFERD+SPORT und abends im Sattel ihres Holsteiner Wallachs zu finden, den sie selbst in Dressur und Springen ausbildet.

Bild: Bild Witt No. 1

Anna Blunck

Macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation und verbringt jede freie Minute im eigenen Stall oder im Sattel ihres Welsh Cob oder Holsteiner Wallachs. Wenn sie nicht reitet, bringt sie ihren beiden Shetlandponys Zirkuslektionen bei.

Bild: Foto Anna No. 1

Alles im Griff - Reithandschuhe im Test

Bild: Fotos - alle Handschuhe No. 1
Bild: Fotos - alle Handschuhe No. 2

Hauke Schmidt Gloves – A touch of MagicTack

Beschreibung:

In Zusammenarbeit mit MagicTack hat Hauke Schmidt diesen Handschuh entwickelt. Durch das System mit austauschbaren Klett-Patches bietet der Handschuh die Möglichkeit, Outfits individuell zu gestalten. Die mit echten Swarovski-Steinen besetzten Patches sind in den jeweiligen Lederfarben erhältlich und es ist eine große Auswahl an verschiedenen Steinchen und Mustern vorhanden.


Aus atmungsaktivem Synthetik-Leder ist der Handschuh in fünf verschiedenen Farben erhältlich und kostet ohne Patches 29,99 Euro, Startersets mit zwei Paar Patches sind ab 69,- Euro erhältlich und einzeln kosten die Klett-Anhefter 23,99 Euro, auch in einer anderen Version ohne Anhefter erhältlich. Größen: 6,5 – 9,5, in der Maschine bis 30 Grad waschbar

Das Testurteil von Anna Blunck:

Auf den ersten Blick wirkt der Handschuh strapazierfähig und schick. An den Reibungspunkten der Zügel ist er verstärkt. Das Synthetik-Leder ist stabiler als bei vergleichbaren Produkten. Lediglich an der Innenseite der Handschuhe sind einige Nähte etwas schief gesetzt und an den Fingerkuppen relativ dick, was den Tragekomfort aber nicht beeinträchtigt. Trotz des dickeren Stoffes konnte ich problemlos mit Handschuhen putzen, satteln und trensen und mein Smartphone bedienen. Auch beim Reiten konnte er überzeugen – ein toller Grip, gutes Reitgefühl und keine schwitzigen Hände trotz hochsommerlicher Temperaturen. Einzig das Ausziehen ist ein wenig unpraktisch, da man beim Öffnen der Lasche oft nur die Patches vom Klett löst. Nach wochenlanger Testzeit und nach mehrmaligem Waschen zeigen sich nur ganz leichte Gebrauchsspuren am Handschuh – nur die Patches haben ein bis zwei Steine verloren. Der Grundpreis für den Handschuh von 29,99 Euro ist somit absolut gerechtfertigt.

Gesamteindruck:

Der Handschuh hat mich in Sachen Langlebigkeit und Tragekomfort definitiv überzeugt. Punktabzug gibt es für die fehlenden Steine nach kurzer Zeit. Wer einen im Vergleich preiswerten und dennoch qualitativ hochwertigen Handschuh sucht, trifft mit dem Hauke Schmidt Handschuh „A touch of MagicTack“ auf jeden Fall die richtige Wahl.


Tragekomfort: 3
Grip: 3,5
Haltbarkeit: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Bild: Fotos Magic Tack No. 1
Bild: Fotos Magic Tack No. 2

Roeckl Mendon

Besonderheiten:

Der Roeckl Mendon Sommer-Reithandschuh besteht aus einem innovativen Material-Mix. Auf der Oberhand soll die elastische, atmungsaktive und zudem feuchtigkeitsabsorbierende Melange Lycra für ein angenehmes Handklima sorgen. Micro Mesh und perforierte Einsätze unterstreichen den luftig-leichten Charakter des Handschuhes. Das bewährte Roeck-Grip soll zudem maximale Griffigkeit und feinfühlige Zügelhilfen zwischen Reiter und Pferd ermöglichen. Die Bedienung von Smartphones ist problemlos möglich.


Größen: 6,0 bis 10,5; Preis: 49,90 Euro; Farben: Mokka, Beere, Anthrazit Melange; maschinenwaschbar bei 30 Grad

Das Testurteil von Jennifer Witt:

Der Reithandschuh überzeugt auf den ersten Blick durch eine tolle Verarbeitung der Nähte und der verschiedenen Materialien. Schwitzende Hände beim Reiten werden – auch bei hohen Temperaturen – durch die gute Belüftung und das feuchtigkeitsabsorbierende Melange Lycra fast komplett vermieden. Durch das dünne, jedoch strapazierfähige Material hatte ich ein tolles Reitgefühl. Die Griffigkeit blieb optimal bestehen. Abnutzungsspuren an den Handschuhen sind auch nach mehrmaligem Waschen und langer Tragedauer kaum erkennbar. Die Größe des Reithandschuhs Mendon fällt normal aus und entspricht meiner tatsächlichen Größe von 7,5 bei optimaler Passform durch den elastischen, atmungsaktiven Stoff auf der Oberhand. Durch den Material-Mix ist der Reithandschuh ein echter Hingucker und grenzt sich durch sein besonderes Aussehen von  anderen Handschuhen ab. Für den täglichen Gebrauch im Stall als Arbeits-Handschuh würde ich den Roeckl Mendon jedoch nicht empfehlen. Aufgrund seiner dünnen, luftigen Beschaffenheit, die zum Reiten optimal ist, ist er für grobe Arbeiten wie Ausmisten, Fegen und Putzen zu empfindlich.

Gesamteindruck:

Ein optimaler Handschuh für das tägliche Reiten, der präzise und feinfühlige Zügelhilfen ermöglicht – absolut empfehlenswert, gerade für heiße Temperaturen im Sommer!


Tragekomfort: 4
Grip: 3,5
Haltbarkeit: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3


Bild: Fotos Mendon No. 1
Bild: Fotos Mendon No. 2

Uvex i-performance 2

Besonderheiten:

Dieser äußerst griffige, hochelastische PU-Handschuh soll sich besonders durch seine Haltbarkeit auszeichnen. Die Mesh-Einsätze an Fingern und Oberhand sollen für optimale Belüftung und besten Tragekomfort sorgen. Ein hochwertiger Schmuckknopf spiegelt die Qualität des Handschuhs wider. Der uvex i-peformance 2 ist touchscreenfähig und waschmaschinenfest bis 30 Grad. Größen: 6,0 bis 11,0, Preis: 32,99 Euro

Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Der erste Eindruck war durchweg positiv. Die Handschuhe sitzen wie eine zweite Haut, ohne dass mein Bewegungsspielraum eingeengt wurde. Die Belüftung an der Oberhand sorgte auch bei heißen Temperaturen für ein angenehmes Tragegefühl. In der Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass einige Modelle die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt haben, weshalb ich eher ohne Handschuhe reite. Da ich den Handschuh in weiß testen durfte, ist besonders zu erwähnen, dass der Handschuh auch nach mehrmaligem Waschen strahlend weiß und ohne Rückstände geblieben ist. Die Grip-Eigenschaften waren für mich optimal. Einen kleinen Minuspunkt gibt es hier, da die Handschuhe bei extremer Nässe des Pferdes nicht mehr das volle Grip-Gefühl wie im Trockenzustand aufweisen. Bei einem relativ günstigen Preis von 32,99 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch als „sehr gut“ zu bewerten. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Bedienung des Mobiltelefons sehr gut funktioniert. Rein optisch haben die Handschuhe mich absolut überzeugt, denn im Reitsport mag ich es gerne klassisch-schlicht sein. Der dezente Schmuckknopf wirkt edel und hochwertig, sodass dieser Handschuh gleichermaßen von Damen und Herren zu tragen ist.

Gesamteindruck:

Der Handschuh hat den Test absolut bestanden und bietet bei einem fairen Preis tollen Tragekomfort und beste Qualität. Zu beachten ist, dass der Handschuh grundsätzlich klein ausfällt und deshalb lieber eine Nummer größer probiert werden sollte.


Tragekomfort: 3,5
Grip: 2,5
Haltbarkeit: 3
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5


Bild: Fotos Uvex No. 1
Bild: Fotos Uvex No. 2

HIRZL Gloves – GRIPPP ELITE

Besonderheiten:

Dieser Handschuh ist aus Känguru-Leder, das hohe Schweißabsorption und Atmungsaktivität gewährleisten soll. Das extra dünne Leder ist deutlich langlebiger und atmungsaktiver als vergleichbare Synthetik-Materialien, da es sich um ein natürliches und organisches Material handelt. Die Grip-Technologie der Firma HIRZL soll zudem für eine absolute Kontrolle über die Zügel sorgen. Die unter Berücksichtigung der Handanatomie integrierten Spandex-Einsätze zeichnen die ergonomische Passform aus. Die Finger werden durch Lederverstärkungen für die Zügel ausgestattet, auch das Berühren eines Touch-Screens ist möglich.
Handwäsche möglich, Größen: 6,5 bis 12, Preis: 64,95 Euro

Das Testurteil von Johanna Wilke:

Die Handschuhe wirken sehr robust und stabil und sind dünner als die Lederhandschuhe, die ich bisher hatte. Die hochwertige Verarbeitung fällt sofort auf – keine losen Nähte, keine unsauberen Abschlüsse, keine Fehler im Leder. Sie fallen klein aus, mit meiner üblichen Handschuhgröße von 7,5 bei den meisten Herstellern benötige ich bei HIRZL Größe 8. Sie sind enganliegend und die Spandex-Einsätze sorgen für den nötigen Freiraum der Zügelfaust. Das erste Reiten mit den Handschuhen fand bei sommerlichen Temperaturen statt, somit wurden meine Hände wärmer als mit Stoff- beziehungsweise Synthetik-Handschuhen. Die Grip-Eigenschaften sind tadellos, sowohl in trockenem als auch in nassem Zustand. Da ich auch bei Stall-Arbeiten und beim Putzen Handschuhe trage, wurden sie in der Testzeit stark beansprucht, wiesen aber auch nach mehrmaligen Waschen und wochenlanger Tragedauer keinerlei Abnutzungsspuren auf. Das rechtfertigt den relativ hohen Preis von 64,95 Euro.

Gesamteindruck:

Diese Handschuhe sind für diejenigen bestens geeignet, die sowohl zum Reiten als auch für andere Aufgaben rund ums Pferd einen langlebigen Handschuh suchen, der viel aushält und sehr gute Grip-Eigenschaften bietet!


Tragekomfort: 2,5
Grip: 4
Haltbarkeit: 4
Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5


Bild: Fotos Hirzl No. 1
Bild: Fotos Hirzl No. 2

Haukeschmidt finestgloves - Rodrigo

Besonderheiten:

Der Rodrigo ist ein eher leichter Handschuh für den täglichen Gebrauch. Der Spandex Handrücken soll für eine angenehme Passform sorgen und durch das Pittards Oiltec Leder an der Innenhand optimaler Grip gewährleistet sein. Größen: 6,0 bis 11,0, Preis: 54,90 Euro, Handwäsche möglich

Das Testurteil von Ken-Christian Horst:

Bei dem Echtleder-Handschuh Rodrigo war ich anfangs etwas skeptisch, da das Leder recht stark und starr wirkte. Nach dem ersten Test-Ritt hat mich dieser Handschuh allerdings komplett vom Gegenteil überzeugt. Er liegt trotz des starken Ledermaterials sehr angenehm und passt sich der Handform aufgrund des flexiblen Spandex-Rückens sehr gut an. Eine übermäßige Hitzebildung gab es trotz der hohen Temperaturen in diesem Handschuh nicht. Besonders überzeugt hat mich der Grip-Effekt des Handschuhs. Im trockenen sowie im nassen Zustand (Pferdeschweiß, Regen) hatte ich sehr guten Halt in diesem Modell. Auch nach täglichem Einsatz über mehrere Wochen und einigen Waschgängen (Handwäsche) zeigte dieser robuste Handschuh keinerlei Abnutzungserscheinungen, das Leder blieb weich und geschmeidig und der Grip hat in keiner Weise nachgelassen. Der in den Farben Schwarz und Schwarzbraun erhältliche Handschuh mit dem Firmenlogo auf dem schmalen Klettverschluss wirkt optisch schlicht und robust und ist somit bestens für die tägliche Arbeit geeignet. Leider lässt sich das Mobiltelefon mit diesem Handschuh wegen relativ dicker Nähte an den Fingerkuppen nur eingeschränkt bedienen – aber wie heißt es so schön: Hände ans Steuer, das Handy kann warten.

Gesamteindruck:

Dieser Handschuh ist aufgrund seiner Robustheit, Langlebigkeit und seines Tragekomforts gleichermaßen für die Arbeit im Stall und auf dem Pferd geeignet. Kleine Abzüge gibt es aufgrund der Waschmaschinenunverträglichkeit und der eingeschränkten Möglichkeit, den Touchscreen am Handy zu bedienen.


Tragekomfort: 3
Grip: 4
Haltbarkeit: 4
Preis-Leistung: 3


Bild: Fotos Rodrigo No. 1