Titelbild: DJM Aachen

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07. bis 10.09.2017 DJM Aachen

11.09.2017 18:50 Uhr

Auf den Spuren von Ludger, Isabell und Co.

Irgendwie waren sie allgegenwärtig, die Isabell Werths und Ludger Beerbaums. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Aachen 2017 auf dem CHIO Aachen-Gelände wandelten von Donnerstag bis Sonntag 650 Nachwuchssportler auf den Spuren ihrer Idole. In den Disziplinen Spring- und Dressurreiten und dem Voltigieren wurden die nationalen Nachwuchschampions gesucht, am Sonntagabend gingen die Titelkämpfe zu Ende.

Viele Blicke gingen an der legendären Siegertafel hoch, die am Einritt ins CHIO Aachen-Hauptstadion hängt. Ob der eigene Name dort eines Tages hängen wird? Das fragte sich so mancher der Nachwuchsstars. Elf Meistertitel wurden auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers vergeben. „Ich bin mir sicher, dass wir viele von denen, die hier bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vorne gelandet sind, eines Tages beim CHIO wiedersehen werden“, sagte Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Bis dahin genießen die Reiter diese ganz besondere Aachen Atmosphäre, „es ist großartig, in Aachen im Deutsche Bank Stadion zu reiten. Das sieht man sonst immer nur im Fernsehen und plötzlich reitet man selbst hier“, sagte Dressurreiterin Anne Middelberg, die am Sonntagvormittag Deutsche Meisterin der Ponyreiter wurde. Diese Atmosphäre hat es auch Schirmherrin Dr. Ursula von der Leyen angetan: „Dieser Aachen-Flair ist da.“ Sie dankte den Organisatoren dafür, „den jungen Menschen diese Begeisterung, diesen Spirit mitzugeben, ihnen zu ermöglichen, hier in diesen heiligen Hallen zu reiten.“ Schließlich seien die DJM keine Veranstaltung, mit der man Geld verdienen könne. Für ALRV-Präsident Carl Meulenbergh war die Ausrichtung indes keine Frage, schließlich „passen die Deutschen Jugendmeisterschaften hervorragend zum ALRV und seinem Engagement für die Jugend.“ Und so freute sich der Präsident über die herausragende Stimmung, und zum Finale am Sonntag gab’s dann auch den zuvor vermissten Sonnenschein.

650 Sportler starteten in vier verschiedenen Altersklassen, um elf nationale Meister zu ermitteln. Vier verschiedene Stadien hatten die Organisatoren für die unterschiedlichen Prüfungen angelegt, wegen der zunächst schwierigen Witterungsbedingungen wurde der Springplatz kurzfristig von einem Rasen- auf einen Sandplatz verlegt. Die Dressurwettbewerbe wurden wie beim CHIO Aachen im Deutsche Bank Stadion organisiert, die Voltigierer starteten in der Albert-Vahle-Halle. „Die Stimmung war an allen Tagen super“, so Frank Kemperman, der sich überaus zufrieden zeigte, dass „trotz des schlechten Wetters an den ersten Tagen viele viele Besucher die jungen Sportler angefeuert haben.“ Sein ausdrücklicher Dank galt noch einmal den Sponsoren und der Horst-Gebers-Stiftung für die Unterstützung der Veranstaltung.


Die Deutschen Meister 2017


Springen Ponys: Lea-Sophiea Gut mit „Salvador“
Springen Children: Anna Braunert mit „Asterix“
Springen Junioren: Max Haunhorst mit „Chaccara“
Springen Junge Reiter: Frederike Staack mit „H.W.`s Saskia“

Dressur Ponys: Anna Middelberg mit „Drink Pink“
Dressur Junioren: Romy Allard mit „Summer Rose“
Dressur Junge Reiter: Semmieke Rothenberger mit „Dissertation“

Voltigieren Damen: Mara Xander mit „Luigi“, Longenführer: Andrea Blatz
Voltigieren Herren: Gregor Klehe mit „Adlon“, Longenführer: Alexander Hartl
Voltigieren Gruppen: Nordheim I mit „Humphrey Bogart“, Longenführer: Andrea Blatz
Voltigieren Doppel: Anne Schlumbohm und Melanie Eger mit „Humphrey Bogart“, Longenführer: Andrea Blatz

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Foto: ALRV/ Alexander Marx

Anna Braunert siegt im Preis der BEWITAL Unternehmensgruppe und sichert sich den Deutschen Meistertitel der Children

Das Sprichwort „Die letzten werden die ersten sein“ hat sich für Anna Braunert und ihren Hengst Asterix doppelt bewahrheitet. Als letzte Starterin ritt sie in den 2. Umlauf der Springprüfung der Klasse M*, dem Finale der BEWITAL Unternehmensgruppe und blieb als einzige Starterin fehlerfrei. Mit dieser souveränen Leistung rutschte Anna in der Gesamtwertung der Children auf den ersten Rang und wurde somit in ihrer Altersklasse Deutsche Meisterin 2017. Zufrieden blickt Anna auf eine erfolgreiche deutsche Jugendmeisterschaft: „Es ist mein letztes Jahr bei den Children und ich freue mich sehr über dieses abschließende Ergebnis. Im nächsten Jahr werde ich natürlich versuchen, bei den Junioren mitzumischen.“ Ihre Konkurrentinnen Lilli Collee und Chiara Reyer konnten sich über die Silber und Bronze Medaille freuen.  

Impressionen vom Sonntag

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10.09.2017 14:50 Uhr

Frederike Staack U21-Meisterin mit H.W.'s Saskia

Frederike Staack aus Steinfeld und H.W.'s Saskia sind die neuen Deutschen Meister der Jungen Reiter im Springen. Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Aachen gewinnt Henry Delfs mit D Consuela die Silbermedaille, Bronze geht an den Vorjahressieger Sven Gero Hünicke mit Sunshine Brown. Sie hat am Ende die Nerven behalten: Frederike Staack und H.W.'s Saskia haben im Finale der Deutschen Jugendmeisterschaften zwei Nullrunden gedreht und sich so die Goldmedaille in der U21-Wertung gesichert. Die 20-Jährige reitet aktuell für den Stall von Paul Schockemöhle in Steinfeld, eigentlich schlägt ihr Herz aber auch für Schleswig-Holstein, schließlich kommt sie gebürtig aus Stormarn. Von Paul Schockemöhle wird ihr auch ihr aktuelles Erfolgspferd, die 12-jährige Stute H.W.'s Saskia (von Stakkato) zur Verfügung gestellt. "So ein deutscher Meistertitel bei den Jungen Reitern ist schon das Größte, was ich bisher erreicht habe, das bedeutet mir viel. Saskia fühlt sich scheinbar hier in Aachen richtig wohl, sie ist an allen Tagen toll gesprungen. Sie ist das ganze Jahr über sehr konstant gegangen, macht unheimlich wenig Fehler und hat einfach alles, was man von einem tollen Sportpferd erwarten möchte", sagt Frederike Staack über ihr Pferd. Die beiden waren bereits im Finale von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport im Rahmen des CHIO Aachen in diesem Jahr erfolgreich. "Frederike hat in diesem Jahr über die U25-Tour eine super Entwicklung gemacht und hat gezeigt, dass sie eine sehr würdige Deutsche Meisterin ist und absolut an die Spitze gehört", lautet die Bewertung von Bundestrainer Peter Teeuwen zur neuen Deutschen Meisterin. Auch für den Silbermedaillen-Gewinner, Henry Delfs aus Steinburg in Schleswig-Holstein, hat der Bundestrainer Lob: "Henry hat sich das Jahr über kontinuierlich aufgebaut und hier jetzt seinen Jahreshöhepunkt gehabt."

Sven Gero Hünicke (Fehmarn) und Sunshine Brown, die Deutschen Meister von 2016, hatten das Feld der Jungen Reiter nach dem ersten Umlauf angeführt. Ein Abwurf im Finale an der Dreifachen Kombination bedeutete am Ende die Bronzemedaille für die beiden. "Es ist immer wieder bewundernswert, wie unheimlich gut dieses Paar aufeinander abgestimmt ist und solche Aufgaben wie den Parcours hier meistert", sagt Teeuwen.

Lars Volmer aus Legden und Maja H lagen zuvor in der Meisterschaftswertung auf Goldkurs. Die beiden stürzten allerdings an einem Oxer im ersten Umlauf, blieben aber glücklicherweise unverletzt. 

Finale Junge Reiter

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10.09.2017 12:50 Uhr

Springreiter Max Haunhorst wird Deutscher Meister der Junioren

Was für ein Tag für Max Haunhorst. Der 16-jährige Springreiter vom Landesverband Weser-Ems wurde Deutscher Meister der Junioren. Im abschließenden „Horsetrucks Terhorst Preis“ reichte ihm bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Aachen 2017 ein dritter Rang.

„Überrascht mich nicht“, schmunzelte der Bundestrainer der deutschen Senioren, Heinrich-Hermann Engemann, „Max ist unglaublich nervenstark und kommt sehr gut mit Druck klar.“ Der Reiter selber war sich da nicht ganz so sicher: „Mein Ziel war, ins Finale zu kommen, super, dass es jetzt sogar der Sieg geworden ist“, so Max Haunhorst, der auch im letzten Springen cool blieb. Zwar unterlief ihm mit „Chaccara“ ein Abwurf, den konnte er sich aber leisten.
Max stammt aus einer Reiterfamilie, auch seine Eltern sind beide in schweren Springen angetreten. Rund 40 Pferde stehen im heimischen Stall in Hagen am Teutoburger Wald, in der Schulzeit (er pendelt täglich nach Osnabrück) reitet er seine drei Pferde täglich: „Crüger“, „Charis“ und eben „Chaccara“, diese achtjährige Stute, die aus Ungarn kommt und seit zwei Jahren im Haunhorst`schen Stall steht.


Max Haunhorst muss nur zur Haustür rausgehen, schon steht er zwischen den Pferden. Kein Wunder also, dass er schon mit drei Jahren im Sattel saß, Shetty „Micky Maus“ war das damals. Mit fünf Jahren „habe ich richtig angefangen zu reiten.“ Inzwischen gehört er der deutschen Juniorenauswahl an, gerade holte das Team im slowakischen Samorin die Bronzemedaille. Klar würde er gerne irgendwann Profi werden, für alle Fälle soll es nach der Schule aber erst einmal eine kaufmännische Ausbildung sein. Wenn er allerdings so weitermacht, wie an diesem großartigen Nachmittag in Aachen, dann wird das schon passen mit der Profilaufbahn. Nur eine Sache lief überhaupt nicht rund für Max am Samstagnachmittag: Sein Lieblingsclub Borussia Mönchengladbach vergeigte das Heimspiel gegen Frankfurt in der Fußball-Bundesliga.

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Max Haunhorst (Foto: ALRV/ Alexander Marx)

09.09.2017 17:47 Uhr

Erfolgreicher Samstag für die Springreiter aus Schleswig-Holstein bei der DJM

(Aachen) Sven Gero Hünicke hatte am Vormittag bei den Jungen Reitern vorgemacht wie das Siegen funktioniert. Mit seinem Erfolgspferd Sunshine Brown konnte der 20-jährige Reiter die zweite Wertungsprüfung für Schleswig-Holstein gewinnen und das mit mehr als drei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. In der Meisterschaftswertung steht Hünicke damit momentan auf Rang zwei. Bereits morgen ab 09.00 Uhr entscheidet sich, welcher Reiter sich im Jahr 2017 mit dem begehrten Meisterschaftstitel schmücken kann – denn dann heißt es Finale!


Was Sven Gero Hünicke in der Altersklasse der Jungen Reiter vorgemacht hat, eiferten die Children aus Schleswig-Holstein in ihrer Altersklasse nach. Zwar reichte es nicht ganz zum Sieg – dafür platzierten sich gleich vier Children aus Schleswig-Holstein unter den ersten sechs.


Johanna Beckmann, die bereits am Vortag die erste Wertungsprüfung der Children mit ihrer Stute Celine gewinnen konnte, machte da weiter wo sie am Vortrag aufgehört hatte – ganz vorne! Fast wäre sie an die Zeit von der Siegerin Lara-Marie Juraske und Good Live heran gekommen, am Ende wurde es Rang zwei für die Reiterin und ihre Fuchsstute Celine, die sie gerade mal seit 2 Wochen reitet. Rang drei sicherte sich Mattis Johannsen, der 14-Jährige Reiter aus Hörup ist einer der Newcomer aus Schleswig-Holstein, die das erste Mal bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Aachen an den Start gehen. Er beschreibt seine neunjährige Oldenburger Stute Chicca Blue als schlau, hochmotiviert und immer für ihren Reiter kämpfend – genau diese Beschreibung  konnten wir heute im Parcours live mitverfolgen.


Dass auch Newcomer sich bei der DJM gut schlagen, bewies nicht nur Mattis Johannsen auch Sara Karstens zählt zu den „Neulingen“ bei der DJM. Mit ihrem Holsteiner Wallach Collector platzierte sie sich auf Rang vier. Ebenfalls in die Platzierung ritt Anna Braunert: Platz sechs wurde es für sie und Asterix. Eine Nullrunde aber leider nicht mehr in der Platzierung , lieferte Tjade Carstensen. Für ihn und den 10-jährigen Holsteiner Wallach endete die zweite Wertung auf Rang neunzehn.


Nach diesem Ergebnis verspricht das Finale für morgen höchste Spannung. Ab 14.15 Uhr reiten die Children am Sonntag um den Meistertitel ihrer Altersklasse.

Impressionen vom Samstag

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09.09.2017 12:50 Uhr

Johanna Beckmann gewinnt 1. Wertungsprüfung der Children

 

(Aachen) Johanna Beckmann (LV Schleswig-Holstein) hat die erste Wertungsprüfung in der Altersklasse Children in Aachen gewonnen. Auf der Stute Celine setzte sich die junge Amazone mit einer fehlerfreien Runde in 65,43 Sekunden knapp gegen ihre Konkurrenz durch.

Der Erfolg kam für sie durchaus überraschend: „Ich habe Celine erst seit zwei Wochen, wir kennen uns noch nicht so lange. Ich bin sehr glücklich, dass es gleich so gut geklappt hat.“ Aachen-Luft hat Johanna Beckmann aber schon öfter geschnuppert: „Ich bin schon zweimal beim Aachen Youngsters Salut-Festival gestartet. Es ist immer etwas ganz besonderes, in Aachen zu sein. Ich freue mich, dass ich bei den Deutschen Meisterschaften reite, dort wo sonst die ganz Großen starten – auch wenn es nur das Fahrstadion ist.“

05.09.2017 13:51 Uhr

Nachwuchsspringreiter Teike, Beeke und Tjade Carstensen starten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen

Teike, Beeke und Tjade Carstensen aus Sollwitt in Schleswig-Holstein starten am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem CHIO Gelände in der Aachener Soers. Sie gehen zum ersten Mal gemeinsam zu dritt an den Start, reiten aber nicht gegeneinander. Teike startet in der Altersklasse der Jungen Reiter (U21), Beeke in der Altersklasse der Junioren (U18) und Tjade in der Altersklasse der Children (U14).

Für die Nachwuchsspringreiter Teike, Beeke und Tjade Carstensen aus Sollwitt sind die Deutschen Jugendmeisterschaften in diesem Jahr eine Art Premiere: „Wir fahren das erste Mal zu dritt auf ein großes Turnier“, sagt Teike. Die 19-Jährige vom RV Obere Ahrlau Behrendorf sattelt in Aachen ihre achtjährige Stute Cadour. „Ich reite sie schon länger, bisher aber eher in kleineren Prüfungen. Besonders in letzter Zeit ist sie über sich hinausgewachsen und hat sich mehr und mehr zu meinem Erstpferd entwickelt“, beschreibt die Nachwuchsspringreiterin ihr Pferd. In Aachen gehen die beiden in zwei Wertungsprüfungen auf S-Niveau an den Start. Die besten U21-Reiter der beiden Wertungsprüfungen qualifizieren sich für das abschließende Finale, das in zwei Umläufen entschieden wird. „Letztes Jahr habe ich das Finale knapp verpasst. Dieses Jahr möchte ich dort aber auf jeden Fall reiten“, resümiert Teike ihre Erwartungen. Schon vor Aachen hat die große Carstensen-Schwester Grund zu feiern. Im Rahmen der DKB-Bundeschampionate am Wochenende in Warendorf hat sie das Finale der sechsjährigen Springpferde mit ihrem Wallach Coral auf dem vierten Rang beendet. „Coral hat all unsere Erwartungen übertroffen, mit einer so guten Platzierung habe ich vorher nicht gerechnet“, freut sie sich.

Auch Teikes jüngere Schwester Beeke feierte kürzlich mit ihrer Stute Venetzia einen großen Erfolg. Bei der U18-Europameisterschaft im slowakischen Samorin freute sie sich mit ihren Teamkollegen nach einer spannenden Aufholjagd am Ende über Mannschaftsbronze. In Aachen startet sie jedoch mit Cara Mia. „Venetzia hat sich nach der EM wirklich eine Pause verdient und Cara Mia ist einfach top in Schuss“, erklärt Schwester Teike. Auch für Beeke sei das Finale das Ziel in Aachen. „Beeke wird richtig angreifen“, ist sich Teike sicher. Auch die Junioren reiten in Springprüfungen auf S-Niveau um die Medaillen.

Neben den beiden Schwestern ist auch der jüngste Carstensen, Bruder Tjade, in Aachen am Start. Der 12-Jährige reitet die Stute Zürich, die schon mit Teike erfolgreich S-Springen absolviert hat. Im vergangenen Jahr platzierten sich die beiden beispielweise beim Preis der Besten auf Rang sieben. „Zürich ist ein herzensgutes Pferd und wie eine Mama für Tjade. Sie passt im Parcours immer auf ihn auf“, beschreibt Teike die zehnjährige Holsteiner Stute. Tjade habe Zuhause kleinere Sprünge mit Zürich absolviert und das habe so gut geklappt, dass sie schließlich auf Turniere gefahren sind. „Die beiden sind richtig zusammen gewachsen“, freut sich Teike. Die Wertungsprüfungen der Children sowie das Finale sind Springprüfungen der Klasse M*.

Die drei Geschwister freuen sich auf ihre Premiere zu dritt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften: „Wenn der jeweils andere reitet, stehen wir am Rand und fiebern mit. Ich finde es fast noch spannender, wenn Beeke oder Tjade im Parcours sind, als wenn ich selbst reite“, gibt die große Schwester zu. Unterstützung bekommen die drei von allen Seiten. „Oma und Opa kommen mit, drücken die Daumen und feuern uns an. Zuhause kümmern sich Freunde und Bekannte um den Hof und unsere anderen Pferde. Alle stehen voll hinter uns“, sagt die Nachwuchsspringreiterin.

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Teike Carstensen mit Zürich (Foto: FN/ Daniel Kaiser)

04.09.2017 14:54 Uhr

Top-Sport und Ponyreiten am Wochenende in der Soers

Das nennt man wohl „geflasht“. „Dieses Stadion, diese Bedingungen, das ist unglaublich“, sagt Dressurreiterin Lisa Prummenbaum. Die 20-Jährige aus Simmerath-Kesternich ist eine von 658 Sportlerinnen und Sportlern, die ab Donnerstag bei den Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) Aachen 2017 an den Start gehen.

Am Montagmittag war ihr bei einem Presserundgang über das Gelände die Vorfreude anzusehen. Zunächst drehte sie im Sattel von „Ronaldinho“ einige Runden im Deutsche Bank Stadion, ehe sie anschließend ins Schwärmen über diesen einmaligen Austragungsort geriet – den sie als treue CHIO Aachen-Besucherin bestens kennt. Irgendwann mal bei genau diesem CHIO Aachen zu reiten, das ist ihr ganz großer Traum. Und genau darum geht es dem ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV): „Wir wollen den jungen Leuten diese ganz spezielle CHIO Aachen-Atmosphäre näherbringen“, so der ALRV-Vorstandsvorsitzende Frank Kemperman.

Lisa Prummenbaum ist auf jeden Fall voller Vorfreude. Bei den DJM wird sie „Serenissima“ satteln und im Deutsche Bank Preis bei den „Jungen Reitern“ (bis 21 Jahre) starten. Die Konkurrenz ist groß, so formuliert sie als Ziel zunächst einmal, die Kür am Sonntag zu erreichen – hierfür qualifizieren sich die zwölf besten Starter.

Die Dressurwettbewerbe werden im Deutsche Bank Stadion ausgetragen, die Voltigierer starten wie beim CHIO Aachen in der Albert-Vahle-Halle und die Springreiter im Fahrstadion. „Hier haben wir einfach die besten Bedingungen und die beste Atmosphäre“, erläutert Frank Kemperman. Bereits 2003 und 2010 wurden in der Soers Deutsche Jugendmeisterschaften ausgetragen. „Mit den deutschen Jugendmeisterschaften 2017 setzen wir unser Engagement für den reiterlichen Nachwuchs konsequent fort“, so Frank Kemperman. Am Montag freute er sich noch über einen besonderen Gast: Die vierjährige Emma dreht im Sattel von Pony „Twix“ einige Runden, denn für die DJM-Besucher wird es ein familiäres Rahmenprogramm geben, eben auch mit Ponyreiten – im Übrigen gleich am Richterturm im legendären CHIO Aachen-Hauptstadion. Organisiert wird das Rahmenprogramm von der Aktion „Pferde für unsere Kinder“.

Um 11 Meistertitel kämpfen die Starter ab Donnerstag. Alle aktuellen Championatssieger werden am Start sein, hochklassiger geht’s nicht. Alle Infos gibt es auch online unter www.djm2017.de , der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Die DJM Aachen 2017 in Zahlen:

7. bis 10.9.2017, CHIO Aachen-Gelände
3 Disziplinen: Springen, Dressur, Voltigieren
416 Pferde und Ponies
183 Teilnehmer Springen
141 Teilnehmer Dressur
343 Teilnehmer Voltigieren
658 Teilnehmer gesamt
11 Meistertitel
17 Aussteller
33 Prüfungen
250 Mitarbeiter
50 Ordner
Springen: Fahrplatz
Dressur: Deutsche Bank Stadion und vor dem Deutsche Bank Stadion
Voltigieren: Albert-Vahle-Halle


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v.l. Lisa Prummenbaum im Sattel von Ronaldinho, den ALRV-Vorstandsvorsitzenden Frank Kemperman und im Sattel von Pony „Twix“ sitzt die vierjährige Emma. (Foto: ALRV)

25.08.2017 12:50 Uhr

Der Countdown läuft – die Teilnehmer der Deutschen Jugendmeisterschaften Aachen 2017

In zwei Wochen starten die Deutschen Jugendmeisterschaften in der Aachener Soers. An vier Turniertagen kämpfen 658 Nachwuchssportler verschiedener Altersklassen in den Disziplinen Springen, Dressur und Voltigieren um Siege und Platzierungen. Teilnehmen werden Starter aus den Landesverbänden der Bundesrepublik Deutschland. Am Ende werden es 11 Meistertitel sein, die auf dem legendären Gelände des CHIO Aachen vergeben werden.

Die 183 Teilnehmer im Springen, 141 Teilnehmer in der Dressur und 334 Teilnehmer im Voltigieren werden mit 416 Pferden nach Aachen kommen. Das freie Training auf den Vorbereitungsplätzen beginnt bereits am Mittwochnachmittag. Den Turnierauftakt machen am Donnerstagnachmittag die Springreiter mit der ersten Wertungsprüfung der Junioren (bis 18 Jahre), einer Springprüfung der Klasse S*. Die Wertungsprüfungen der Jungen Reiter (bis 21 Jahre) und der Children (bis 14 Jahre) sowie die NETAACHEN Preise der Ponyspringreiter (bis 16 Jahre) folgen ab Freitagmorgen. Hier wird auch Mia Charlotte Becker, Tochter des deutschen Bundestrainers der Springreiter Otto Becker, um den Titel der Deutschen Meisterin im Ponyspringen kämpfen. Auf ein besonderes Ereignis am Sonntag darf sich Springreiterin Justine Tebbel, Schwester von Nationenpreisreiter Maurice Tebbel, freuen: Der hocherfolgreichen jungen Reiterin wird im Rahmen der Jugendmeisterschaften ihr goldenes Reitabzeichen durch Schirmherrin Dr. Ursula von der Leyen verliehen.

Für die Dressurreiter und Voltigierer starten die Wettkämpfe am Freitagmorgen. In der Dressur werden ebenfalls die Jungen Reiter im Deutsche Bank Preis, in einer Dressurprüfung der Klasse S*, vor den Junioren an den Start gehen. Die Starter der Ponydressurprüfungen reiten zeitgleich um den HAVENS Pferdefutter-Preis. „Es ist einfach unglaublich, hier auf der Aachener Anlage reiten zu dürfen, da wo sonst nur die Profis an den Start gehen, das ist für mich fast wie ein kleiner CHIO“, berichtet Kim Burschik, die in der Dressur der Junioren um den Meistertitel kämpfen wird. Für Burschik ist das CHIO Aachen Gelände nicht unbekannt, vor wenigen Wochen blickte sie als eine der CHIO Aachen Bloggerinnen hinter die Kulissen.

Die amtierenden Deutschen Jugendmeister in der Disziplin Springen werden auch in diesem Jahr vertreten sein. Joan Wecke, amtierende Meisterin der Children, wird bei den Junioren im Springen an den Start gehen, Lea-Sophia Gut wiederholt im Springen der Ponys, Philip Houston hat von den Junioren in die Altersklasse der Jungen Reiter gewechselt und wird sich hier dem Vorjahressieger Sven Gero Hünicke stellen. Die Meisterin in der Dressur (Junioren), Rebecca Horstmann, wird nun versuchen, in der Altersklasse der Jungen Reiter zu überzeugen.

Bei den Voltigierern startet das Programm um die Preise der Sparkasse mit der Einzelpflicht der Damen (bis 18 Jahre) und Herren (bis 18 Jahre), im Anschluss folgen Gruppenpflicht und Doppelvoltigieren. „Gerade für unsere Junioren ist es etwas ganz besonderes bei den DJM in Aachen an den Start zu gehen, hier konnten sie noch vor wenigen Wochen beim CHIO den ganz großen Sport bestaunen und sind nun selber ein kleiner Teil davon, sie sind sehr motiviert und trainieren fast täglich“, berichtet Justin Van Gerven, Trainer der Juniorenmannschaft des VV Köln-Dünnwald.

Am Turniersamstag geht es in allen Disziplinen um die zweiten Wertungsprüfungen, bevor in den Finalprüfungen am Sonntag die letzten Entscheidungen fallen. Die Meisterehrungen mit Pferden finden im Anschluss an die letzten Prüfungen statt.

Aus der Städteregion Aachen gehen Alejandro Sanchez Mehlkopf (Springen, Junioren), Daniel Hagmanns (Springen, Children), Lisa Prummenbaum (Dressur, Junge Reiter) und Fynn Bading (Voltigieren, Einzel) an den Start.

Die vollständigen Teilnehmerlisten und das Programm der DJM Aachen 2017 finden Sie unter www.djm2017.de

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Foto: Holger Schupp

17.08.2017 14:50 Uhr

DJM Aachen: Große Kulisse für junge Reiter – Im Gespräch mit Daniel Hagmanns aus Heinsberg

Trotz seiner jungen Jahre kann Daniel Hagmanns aus Heinsberg schon auf eine beachtliche Reiterkarriere zurückblicken. Er ist einer von vier Teilnehmern in der Altersklasse Children (U14 auf Großpferden), die der Landesverband Rheinland für die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in Aachen (8.-10. September) nominiert hat. Mit seinem „Canter de la Chavee“ wird er im Springen an den Start gehen.

Wie bist Du zum Pferdesport gekommen?
Hagmanns: Zum Reitsport gekommen bin ich durch meine Schwester, die sich sehnlichst ein Pony gewünscht hatte. Ich habe mit sieben Jahren mein Shetland-Pony bekommen und dieses bis zum E-Springen gebracht. Das war damals noch auf Gut Hanbruch, in Aachen. Anfangs sind wir eher im Aachener Wald ausgeritten, doch ich wusste schon früh, dass ich gerne Springreiter werden wollte. Ich war von Anfang an recht ehrgeizig, obwohl mein Pony es mir anfangs wirklich nicht leicht gemacht hat. Ernsthafte Turnierambitionen haben sich dann nach unserem Umzug nach Heinsberg entwickelt, als wir mehr oder weniger zufällig im Reitsportzentrum Pütt landeten. Dort bekam ich gute Pferde gestellt und lernte meinen Trainer kennen.

Mit welchem Pferd gehst Du bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start?
Hagmanns: Mein Wallach wird mir vom Reitsportzentrum zur Verfügung gestellt. Er heißt „Canter de la Chavee“ und ist ein neunjähriges belgisches Sportpferd.

Was ist der größte Erfolg, den Du mit diesem Pferd zusammen hattest?

Hagmanns: Das ist noch gar nicht so lange her, Anfang August haben wir in Kevelaer den zweiten Platz in einem M Springen belegen können.

Was bedeuten die DJM in Aachen für Dich?
Hagmanns: Die DJM sind das bisher größte Ereignis in meiner Karriere. Ich hatte nicht erwartet, dass ich jetzt schon für die DJM nominiert werde.

Worauf freust Du Dich besonders?

Hagmanns: In erster Linie auf die Prüfungen, aber auch auf die besondere Atmosphäre und darauf, viele neue Leute kennen zu lernen.

Ist Deine Entwicklung das Ergebnis harter Arbeit oder auch Glück?

Hagmanns: Es steckt sehr harte Arbeit dahinter. Fast täglich reite ich bis zu vier Pferde. Die Vereinbarung von Schule und Training stellt eine tägliche Herausforderung dar. Ich besuche das Kreisgymnasium Heinsberg und lerne oft bis in den späten Abend hinein, da ich den Nachmittag und frühen Abend zum Training benötige. Selbst auf Autofahrten und in Pausenzeiten übe ich Vokabeln. Sonstige Freizeit bleibt da außerhalb der Ferien keine.

Welches Ziel verfolgst Du, was möchtest Du als Reiter erreichen?
Hagmanns: Ich möchte Berufsreiter werden, dafür trainiere ich jeden Tag sehr hart.

Wie wichtig sind dabei Turniere wie die DJM?

Hagmanns: Hier kann ich ganz besonders wertvolle Erfahrungen sammeln, aber auch wichtige Kontakte knüpfen. Vielleicht schon im Hinblick auf einen Ausbildungsplatz.

Kannst Du Dir vorstellen in ein paar Jahren im Hauptstadion bei den „Großen“ mitzureiten?
Hagmanns: Ja, klar, das ist natürlich ein großes Ziel.

Wer ist immer dabei, wenn Du zum Turnier fährst?
Hagmanns: Mein Trainer und meine Mutter sind immer an meiner Seite, unterstützen mich tatkräftig und fiebern natürlich auch immer mit.

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Daniel Hagmanns beim Aachen Jumping Youngsters - Salut Festival 2016. Copyright: Alexander Marx.

08.08.2017 12:50 Uhr

Auf dem CHIO-Gelände: Top-Pferdesport, Shoppen und Ponyreiten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vom 8. bis 10. September


Der ein oder andere der Nachwuchssportler wird wohl schon mal einen Blick ins Hauptstadion werfen. Dort, wo vor kurzem noch Ludger Beerbaum und Co.  beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, um 2,7 Millionen Euro Preisgeld gekämpft haben, angefeuert von 350.000 Besuchern.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, die in einem Monat auf der traditionsreichen Anlage des CHIO Aachen beginnen, ist alles noch ein paar Nummern kleiner. Allerdings nicht minder professionell organisiert. „Wir wollen den Aktiven bestmögliche Bedingungen ermöglichen“, sagt Frank Kemperman. Der Niederländer ist Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) und Turnierleiter sowohl des CHIO Aachen wie auch der DJM. Wenn also vom 8. bis zum 10. September Deutschlands beste Nachwuchsreiter und -voltigierer im Schatten des Hauptstadions starten, werden sie original CHIO-Luft schnuppern können. Und idealerweise gelingt dann irgendwann der Sprung in den großen Sport – so wie bei Laura Klaphake. Sie wurde 2010 hier in der Aachener Soers Deutsche Meisterin der Ponyspringreiter, in diesem Jahr startete sie nicht nur erfolgreich beim CHIO Aachen, sondern gehört auch der Nationenpreis-Equipe an.

In drei Disziplinen (Springen, Dressur, Voltigieren) und vier Altersklassen werden die besten nationalen Nachwuchsreiter starten: Children (nur Springen, bis 14 Jahre), Ponyreiter (bis 16 Jahre), Junioren (bis 18) und Junge Reiter (bis 21). Die Voltigierer starten in den Kategorien Juniorengruppen (bis 18), Damen (bis 18) und Herren (bis 18).

Freitag, Samstag und Sonntag sind pickepackevoll mit Sport. Ab dem frühen Morgen geht es auf vier verschiedenen Plätzen um die nationalen Meistertitel. Die Voltigierer starten genau wie beim CHIO Aachen in der Albert-Vahle-Halle. Die Springreiter gehen auf dem CHIO-Fahrplatz in den Parcours und die Dressurreiter starten auf gleich zwei Plätzen. Neben großem Sport gibt es natürlich auch die Möglichkeit zum Shoppen, neben dem Fahrplatz wird es Ausstellungsflächen geben, inklusive gastronomischer Angebote. Und die ganz Kleinen dürfen sich beim Ponyreiten auch schon mal im Sattel versuchen. Der Eintritt ist an allen Tagen frei (beim Voltigieren gibt es ein begrenztes Platzangebot), und auch das Parken wird kostenlos direkt neben dem Turniergelände möglich sein.

Mit der Ausrichtung der Deutschen Jugendmeisterschaften setzt der ALRV sein Engagement für den reiterlichen Nachwuchs konsequent fort. Neben der Integration von Nachwuchsprüfungen beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, haben sich die Organisatoren einen Namen als Ausrichter des jährlichen „Aachen Jumping Youngsters – Salut Festival“ gemacht. Ab diesem Jahr kommt das „Aachen Dressage Youngsters“ hinzu. „Wir werden dieses Engagement für die Jugend auch zukünftig weiter ausbauen“, so Frank Kemperman.

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Foto: Holger Schupp