Titelbild: Arthrose in der kalten Jahreszeit

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Arthrose in der kalten Jahreszeit

Arthrose in der kalten Jahreszeit

 

Bei kaltem, feuchtem Wetter klagen nicht nur viele Menschen über Gelenksprobleme. Auch für manche Pferde sind die kalten Monate eine schwierige Zeit. Ganz besonders für Pferde mit Arthrose. Wir haben uns bei der Pferdeklinik Bargteheide über Arthrose beim Pferd informiert und unterstützende Maßnahmen  zur Linderung der Symptome erfragt.
 

PFERD+SPORT: Was ist genau ist Arthrose und wie entsteht sie?
Arthrose ist eine nicht-entzündliche und degenerative Verschleißerkrankung der Gelenke. Degenerativ bedeutet, dass Zellen durch Verschleiß immer weiter zerfallen, ohne das vom Körper an dieser Stelle neue gebildet werden. Arthrose kann als normale Alterserscheinung auftreten oder in Folge anderer Gelenkserkrankungen entstehen. Es können einzelne oder auch mehrere Gelenke arthrotisch verändert sein. Wenn der Gelenkknorpel geschädigt wird, liegt der Knochen teilweise oder komplett frei und der Körper reagiert darauf mit einer Gelenksentzündung. Der Körper versucht dem degenerativen Prozess entgegen zu wirken, indem er das Gelenk knöchern durchbaut und damit versucht es zu stabilisieren.  


Grundsätzlich ist Arthrose nicht gleich Arthrose. Es gibt Pferde, die in Folge von zum Beispiel einer Fraktur, Gelenksentzündung, Fehlstellung oder einem Trauma eine Arthrose im betroffenen Bereich entwickeln. Wichtig ist, dass diese Arthrose, also der degenerative Prozess durch therapeutische Maßnahmen und Ruhe zum Stillstand gebracht wird. Die Kontrolle erfolgt hier durch Röntgenbilder. Wieder rückgängig machen kann man die Veränderung nicht, aber wenn die Arthrose geringgradig bleibt, muss sie nicht zwangsläufig eine Lahmheit verursachen. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose steht immer im Vordergrund, die Lebensqualität des Pferdes zu erhalten, beziehungsweise zu optimieren und ihm ein schmerzfreies Leben auf der Weide zu ermöglichen.

 

PFERD+SPORT: Warum zeigen Arthrose-Pferde gerade zur kalten und nassen Jahreszeit mehr Beschwerden?
Herbst, Winter, Frühjahr ist Paddock und Matschzeit – zumindest in den meisten Ställen.  Dadurch entsteht das Problem, dass sich die Pferde automatisch weniger bewegen und steifer werden. Sowohl die geringere Bewegung, als auch das kalte und nasse Wetter führt zu verminderter Durchblutung im Gewebe und reduzierter Viskosität der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Die Gelenkflüssigkeit schmiert die Gelenke und hat im Normalfall eine relativ hohe Viskosität (gelartig). Wenn die Viskosität abnimmt, also die Synovia wässriger wird, entsteht eine vermehrte Reibung der Knochen aufeinander und somit Schmerzen im Gelenk.

 

PFERD+SPORT: Wie kann man diese Pferde unterstützen und Beschwerden lindern? Ist viel oder wenig Bewegung förderlich?
Der Arthrosepatient braucht, zusätzlich zu Medikamenten bzw. Maßnahmen, die vom Tierarzt angeordnet sind, eine gute Ernährung und einen individuell angepassten Bewegungsplan mit einer längeren Aufwärmphase. Lange Stehzeiten und Übergewicht sollten vermieden werden. Wie oben bereits beschrieben, stellt die nasse und kalte Jahreszeit eine besondere Herausforderung dar. Hier könnte zum Beispiel mit verschiedenen Futterplätzen und längeren Strecken zwischen der Tränke und dem Futterplatz ein Anreiz zur vermehrten Bewegung geschafft werden. Außerdem sollte die Aufwärmphase in den kalten Monaten noch zusätzlich verlängert werden. Es gibt natürlich noch weitere Maßnahmen. Wärmetherapie mit Rotlicht (Pferdesolarium) fördert zum Beispiel die Durchblutung und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden des Tieres aus. Außerdem kann man zur weiteren Unterstützung knorpelaufbauende Zusatzfuttermittel einsetzen. Auch zur Behandlung von Arthrose gibt es sowohl schulmedizinische, als auch alternative Medikamente.

 

Über die Pferdeklinik Bargteheide
Die Pferdeklinik Bargteheide bietet mit über 50 Mitarbeitern Pferdemedizin auf höchstem Niveau und die bestmögliche medizinische Versorgung von Pferden. Auf dem weitläufigen Areal der Klinik gibt es neben 72 Boxen großzügige Räumlichkeiten und vielfältige Diagnosemöglichkeiten auf dem neuesten Stand der Medizintechnik.
Weitere Informationen zur Pferdeklinik Bargteheide gibt es unter www.pferdeklinik-bargteheide.de

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