Turnier der Sieger: Isabell Werth gewinnt die Grand Prix Kür unter Flutlicht

Isabell Werth mit Anne Beth - hier bei den VR Classics (Foto: Stefan Lafrentz)

Nahezu perfekte Trabtraversalen, gelungene Galopppirouetten und viel Ausdruck im starken Galopp: Das sorgte für tosenden Beifall im Publikum und eine exzellente Richterbewertung. Zu klassischen Instrumentalklängen lieferten Isabell Werth und Anne Beth am Samstagabend eine ausdrucksstarke Vorstellung mit vielen Höhepunkten ab und sicherten sich den Sieg in der Grand Prix Kür unter Flutlicht.

Eine anspruchsvolle Kür mit perfektem Musik-Takt-Zusammenspiel: So lautete das Erfolgsrezept von Isabell Werth am Samstagabend im westfälischen Münster. Auf der zwölfjährigen Stute Anne Beth gewann sie die Grand Prix Kür unter Flutlicht beim Turnier der Sieger. Zu klassischen Klängen lieferte das Paar eine sehr ausdrucksstarke und weitestgehend harmonische Vorstellung ab. Eine kleine Unstimmigkeit im Übergang von der Passage zum Schritt sowie ein Moment der Unachtsamkeit in den Zweierwechseln kosteten Punkte, man wünschte sich etwas mehr Losgelassenheit im Schritt, doch insgesamt überwogen die zahlreichen Höhepunkte der Darbietung: Doppelte Galopppirouetten, ein beeindruckender starker Galopp und hervorragende Trabtraversalen kamen an – beim Publikum und bei den Richtern. Die aktuelle Nummer Eins der Weltrangliste heimste reichlich Applaus und sehr gute Bewertungen ein. Ein Ergebnis von 78,275% bedeutete am Ende den Sieg für Werth.

An zweiter Stelle platzierte sich Marcus Hermes. Auf dem elfjährigen Wallach Cabanas zeigte Hermes eine Kür auf höchstem Niveau zur Titelmusik des Films „Fluch der Karibik“. Die Richter bewerteten diese Vorstellung mit 76,375%. Den dritten Platz belegte Fabienne Lütkemeier, die ihr elfjähriges Pferd Fiero gesattelt hatte, mit 76,225%.

Die Kür auf Grand Prix-Niveau unter Flutlicht war wieder einmal ein echter Publikumsmagnet. Vor vollbesetzten Rängen zeigten die Teilnehmer verschiedenste Kürprogramme – von „König der Löwen“ bis zu Techno-Beats war eine Vielzahl von Musikrichtungen vertreten – bei durchgehend hohem Schwierigkeitsgrad. Das historische Schloss des Münsters, am späten Abend von Scheinwerfern beleuchtet, sorgte für eine stimmungsvolle Kulisse. Am Sonntag wird der Dressursport auf Münsters Schlossplatz mit dem Grand Prix Spécial fortgesetzt.

Als besonderes Schmankerl boten die Veranstalter dem Publikum diesmal an, selbst aktiv zu werden: Mittels einer Handy-App konnten die Zuschauer die dargebotenen Ritte selbst beurteilen. Dabei kamen obendrein eine beachtliche Spendensumme für die Welthungerhilfe zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren