(Warendorf) Mit einer starken Mannschaftsleistung sicherte sich das Team aus Schleswig-Holstein beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf die Silbermedaille in der Abteilung der Pferde. Nach einem beeindruckenden Auftritt im abschließenden Stilgeländeritt verbesserte sich das Quartett noch vom vierten auf den zweiten Rang und musste sich lediglich dem erneut dominierenden Team aus Westfalen geschlagen geben.
Schon vor der Geländeprüfung hatten sich die Reiterinnen aus Schleswig-Holstein eine vielversprechende Ausgangsposition erarbeitet. Leni Hansen setzte mit Caluna E ein Ausrufezeichen und gewann die Stilspringprüfung der Klasse A** mit der Wertnote 8,4 und auch das Vormustern mit einer glatten 10,0. Auch ihre Teamkolleginnen Charlotte von Donner mit Feldgoldpeanut, Mia Sophie Klonowski mit Daybreaker sowie Emmi Pauline Ostmann mit Crackers Lady v. Cracker Jack–Almoretto (Z.: Petra Wilm) präsentierten sich mit harmonischen Vorstelllungen und trugen insgesamt 362,20 Punkte zum Mannschaftsergebnis bei.
Den entscheidenden Beitrag zum Silberrang leisteten Clara Gräfin von Platen-Hallermund und die von ihrer Mutter Inken Gräfin von Platen-Hallermund gezogene Holsteiner Stute Koronia v. Adagio de Talma–Quinar. Mit einer herausragenden Geländenote von 9,3 legte das Paar den Grundstein für den Erfolg. Dank dieser starken Leistung verbesserte sich das Team um zwei Plätze und belegte hinter Westfalen den zweiten Rang.
Den Mannschaftssieg sicherte sich Westfalen mit 383,90 Punkten. Das Team bestätigte seine Führung aus den vorherigen Teilprüfungen Dressur, Stilspringen, Theorie und Vormustern auch im Gelände und gewann verdient die Goldmedaille. Bronze ging an Hessen, das sich mit einer ebenfalls starken Geländeprüfung noch auf den dritten Platz verbesserte.
Max Theodor Steinkraus dominiert die Einzelwertung
Unangefochtener Gewinner der Einzelwertung war der Hamburger Max Theodor „Theo“ Steinkraus, der sich in allen Teilprüfungen als souverän erwies: Theorie 10,0, Vormustern 9,5, Dressur 8,5, Springen 8,2. Sein Pferd war der 14-jährige Hannoveraner Agamemnon, mit dem seine Mutter Katharina Luise Steinkraus vor zwei Jahren das Deutsche Amateur-Championat gewinnen konnte. Im Gelände vergaben die Richter für das Paar die 9,7 – besser ging es nicht in dieser Abteilung, bei insgesamt 73 Startern. „Es ist selten so, dass uns nicht mehr ganz viel einfällt, aber in diesem Fall ist es so. Du hast sehr vieles sehr richtig gemacht“, kommentierte Richterin Monika Schnepper den Geländeritt. „Immer frisch im Vorfeld, auch ganz rhythmisch vom Sprung weggeritten. Also keine Sekunde verschenkt, ohne aber den Plan zu verlieren und die folgenden Sprünge gleichermaßen ausbalanciert sitzend vorzubereiten. Klasse!“
Mit einer Gesamtpunktzahl von 134,8 Punkten verwies Steinkraus die westfälische Reiterin Carla Lindner mit Dibavero mit vergleichbar guten Noten und einer 9,5 im Gelände auf Platz zwei (131,8) vor ihrer Teamkollegin Sophie Korte mit der in der Familie selbstgezogenen Stute Cassiopeia (126,8).
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