Nisse Lüneburg gewinnt den Großen Preis der Breitenburger Reitertage

Derbysieger Nisse Lüneburg und Alina (Foto: Bugtrup)

(Breitenburg) Nisse Lüneburg und Alina haben alles richtig gemacht - effektiv, zügig, nicht übereilt legten der Derbysieger aus Hetlingen und die elf Jahre alte Holsteiner Stute Alina eine absolut sehenswerte Runde im Stechen des Großen Preises der Breitenburger Reitertage hin und sicherten sich damit den Löwenanteil des Preisgeldes in Höhe von 10.000 Euro.



Guter Zuwachs für Lüneburg
„Sie hat schon sehr viel Nerv, aber eben auch Charakter und ich glaube sie ist sehr wettbewerbsfähig im Parcours und macht dann auch voll mit”, merkt Nisse Lüneburg zu Alina an. Mit Siegerehrungen kann sie nicht so viel anfangen, dafür ist sie bis in die Ohrenspitzen konzentriert, wenn es um Oxer, Steilsprünge, Mauern oder Wassergraben geht. Seit anderthalb Jahren sind der 30-jährige Chefbereiter auf dem Magdalenenhof und die Holsteiner Stute ein Team. Zuvor stand Alina in der Nachbarschaft und wurde von Carsten-Otto Nagel geritten. Nicht ungewöhnlich und auch nicht das erste Mal, dass ein Pferd vom Moorhof wechselt - die Anlagen gehören den Brüdern Wolfgang und Michael Herz, beide im Sport engagiert.



Erneut Lars Bak Andersen Spitze

Lüneburgs flotte Runde war schneller als die von Lars Bak Andersen aus Elmshorn. Der einstige Angestellte des Holsteiner Verbandes gewann am Samstag bereits die Große Tour und brachte das Kunststück fertig, im Großen Preis zwei Pferde für das Stechen zu qualifizieren. Diesmal was es Q3 Qalisya, die dem Dänen die beste Platzierung bescherte. Mit 3Q Qira wurde er zudem Sechster. Noch knapp 24 Stunden vorher hatte Bak Andersen sich das gewünscht: „Beide Pferde fehlerfrei und dann ins Stechen - das wäre schon toll…”
Der erst 18 Jahre alte Jonte Hansen aus Behrendorf eroberte mit Carreras Platz drei und unterstrich damit einmal mehr wie gut Schleswig-Holsteins Springsportnachwuchs ist. Und manchmal kann die Routine und Erfahrung eines internationalen Stars doch hilfreich sein. Mylen Kruse aus dem niedersächsischen Zeven, 19 Jahre jung, durfte auf den hilfsbereiten Rolf-Göran Bengtsson vertrauen. Weil ihre Stute Fortuna im Umlauf des Großen Preises ein Hufeisen verloren hatte, war der Start im Stechen zweifelhaft. Bengtsson, immerhin schon Olympiazweiter und Europameister und im “Erstberuf” mal Landmaschinenmechaniker, bot fix Hilfe an und zeigte, das Handwerk immer nützlich ist - auch für Reiter. Mylen und Fortuna wurden prompt Vierte mit einer fehlerfreien Runde.



Siege auch für Naeve und Meyer-Zimmermann

Insgesamt 32 Paare gingen im Großen Preis der Breitenburger Reitertage, Preis der Fa. HOLCIM AG, Werk Lägerdorf, an den Start, sechs Teilnehmer erreichten das Stechen. Im Youngster-Finale - Preis der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe - gelang das gleich zehn Paaren. Volkert Naeve aus Bovenau sicherte sich mit seinem Calle Deluxe den Sieg in diesem Finale. Und auch die norddeutsche Vorzeigeamazone, Janne Friederike Meyer-Zimmermann aus Pinneberg, freute sich über einen Breitenburg-Erfolg: Mit Cellagon Flipper gewann die einstige Mannschafts-Weltmeisterin das Finale der Mittleren Tour.

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