LPO 2018 – Teil IV: Die wichtigsten Änderungen für Vielseitigkeitsreiter, Voltigierer und Fahrer

Am 1. Januar 2018 ist die überarbeitete Leistungsprüfungsordnung (LPO) in Kraft getreten und mit ihr ergeben sich einige Neuerungen für Teilnehmer aller Disziplinen des Pferdesports.
PFERD+SPORT hat die wichtigsten Änderungen zusammengefasst. 

In diesem Teil der Serie: Änderungen in Vielseitigkeitsprüfungen, beim Voltigieren und Fahren

Vielseitigkeit
- Geländehindernisse in den Klassen E, A* und A** werden in Höhe und Weite an Hindernisse gleichklassiger Springprüfungen angeglichen.

- In Geländeprüfungen der Klassen E und A ist die Besichtigung der Strecke mit fachkundigem Personal (Parcourschef, technischer Delegierter etc.) obligatorisch, auch in den höheren Klassen sollte sie möglich sein. 

- Ein Hindernis gilt dann als überwunden, wenn der Teilnehmer es zu Pferde innerhalb der äußeren Begrenzung, also innerhalb der der Markierung durch Flaggen, mit seinem Kopf sowie dem Kopf, dem Hals und beiden Schultern des Pferdes passiert hat.

Voltigieren
- beim Voltigieren sind nun auch E-Prüfungen möglich

- für Junioren gibt es fortan auch Doppel-Voltigieren

- Juniorvoltigierer dürfen pro Wettkampf nur noch in höchstens zwei Prüfungen starten, um die jungen Teilnehmer vor Überbelastung zu schützen.

Fahren
- Das Turnier-Fahren wird an das internationale Regelwerk angepasst:

1. Bei Überschreiten der erlaubten Zeit in der Gelände-LP gehen pro angefangene Sekunde 0,25 Strafpunkte (zuvor 0,2) auf das Fehlerkonto des Fahrers.

2. Ponys mit einem Stockmaß von höchstens 1.10 m dürfen nicht mehr in Fahrprüfungen der Klassen M und S vor dem Einspänner in Geländeprüfungen gefahren werden.

Im ersten Teil der Serie geht es um allgemeine Änderungen für alle Turnierreiter, im zweiten Teil um Änderungen für Springreiter, der dritte Teil beschäftigt sich mit den Neuerungen für Dressurreiter.

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