(Greven) Mareike Meier aus Negernbötel hat bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner in Greven ihre derzeitige Topform eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einer souveränen und konstanten Vorstellung über Dressur, Marathon und Kegelfahren arbeitete sie sich auf den Bronzerang vor. Im abschließenden Kegelfahren setzte die erfahrene Fahrerin mit der schnellsten Nullfehlerrunde des gesamten Starterfeldes ein echtes Ausrufezeichen. Die Bronzemedaille unterstreicht auch ihre Ambitionen mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft.
Bereits zum Auftakt der Meisterschaften hatte Mareike Meier die Dressur für sich entschieden und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Im anspruchsvollen Gelände belegte sie Rang fünf und ging als Vierte in das entscheidende Kegelfahren. Dort zeigte sie Nervenstärke und lieferte die beste Leistung des gesamten Starterfeldes ab. Mit lediglich 7,99 Strafpunkten – zwei gefallenen Bällen und nur 1,99 Strafpunkten für eine minimale Zeitüberschreitung – gewann sie die Teilprüfung und verbesserte sich noch auf den Bronzerang.
Besonders spannend wurde es anschließend, als die bis dahin vor ihr platzierten Fahrer in den Parcours gingen. Titelverteidigerin Anna Sandmann konnte ihren Vorsprung trotz drei gefallener Bälle zunächst behaupten und sicherte sich am Ende Silber. Ihr Vater Christoph Sandmann blieb ebenfalls nicht fehlerfrei, verteidigte jedoch mit seiner Leistung Rang eins und gewann seinen insgesamt elften deutschen Meistertitel.
Für die deutschen Fahrer bietet sich bereits Ende Juli die nächste Gelegenheit, ihre starke Form zu bestätigen. Beim Nationenpreis der Vierspänner in Rastede vom 24. bis 26. Juli steht die letzte Sichtung für die Weltmeisterschaft in Aachen an. Erst im Anschluss erfolgt die Nominierung des deutschen WM-Teams.