Deußer und Cornet d’Amour unter den Top-Ten in Paris

Daniel Deußer und Cornet d’Amour (Foto: lafrentz)

Daniel Deußer und sein westfälischer Wallach Cornet d’Amour erwischten zum Abschluss einen perfekten Tag in Paris. In beiden Umläufen der letzten Teilprüfung blieben alle Stangen liegen, lediglich ein Strafpunkt für Zeitüberschreitung kam hinzu. Nach ihrem fehlerfreien Auftakt im Zeitspringen am Donnerstag und dem rabenschwarzen Freitag, an dem sie an der zweifachen Kombination scheiterten und 14 Strafpunkte sammelten, schoben sie sich am Sonntag im Gesamtklassement von Platz 15 auf acht vor. „Der erste Tag war super, heute war super, nur Freitag hatten wir leider ein Missverständnis. Für so ein Weltcup-Finale, bei dem alles zählt, war das natürlich eine Katastrophe“, sagte Deußer. „Aber abgesehen davon war Cornet d’Amour hier super bei der Sache, so wie er heute gesprungen ist und so wie er in Schuss ist, bin ich sehr zufrieden mit ihm. Ich wusste, dass ich nicht mehr ganz nach vorne reiten konnte, aber unter die besten Zehn wollte ich es noch schaffen. Von daher war das natürlich ein guter Abschluss.“ Mit seinem zweiten Pferd, dem Oldenburger Cornet, hatte Deußer am Samstagabend außerdem den Großen Preis von Paris gewonnen. Die Prüfung zählte zwar nicht für das Weltcup-Finale, dennoch war es ein schöner Erfolg für die beiden.

„Cornado fühlte sich an, als könnte er heute nochmal von vorn anfangen, so frisch war er drauf. Das war ein richtig gutes Gefühl und ich freue mich über dieses super Finish“, sagte Marcus Ehning (Borken), nachdem er mit seinem Hengst den letzten Parcours beendet hatte. „Er ist hier insgesamt toll gesprungen, an allen Tagen. Ich ärgere mich nur über mich selbst, weil ich am Freitag keinen guten Tag hatte.“ Sowohl am Freitag als auch im ersten Durchgang am Sonntag war die dreifache Kombination die größte Klippe für die beiden Westfalen. Genau wie Deußer und Cornet d’Amour waren Ehning und Cornado NRW ohne Probleme in das Turnier gestartet. Sie waren Vierte nach dem Zeitspringen, machten dann aber in der zweiten Teilprüfung am Freitag mit zwölf Strafpunkten alle Podest-Hoffnungen zunichte. Am Sonntag kamen im ersten Umlauf noch einmal vier Strafpunkte hinzu, ehe die beiden im zweiten und letzten Durchgang mit einer mustergültigen Runde noch einmal zeigten, weshalb sie im Vorhinein als Mitfavoriten gehandelt worden waren.

Kein Vorbeikommen gab es in diesem Jahr an der US-Amerikanerin Beezie Madden und ihrem Hengst Breitling LS. Die beiden leisteten sich über die drei Wettkampftage lediglich einen Abwurf, und das im allerletzten Umlauf. Diesen konnten sie sich auch leisten, denn ihre ärgsten Verfolger, der Schwede Henrik von Eckermann mit Mary Lou und Maddens Landsmann Devin Ryan mit Eddie Blue hatten zuvor schon Strafpunkte gesammelt. Nach einem weiteren Abwurf im letzten Durchgang rutschte der Schwede noch von Rang zwei auf Rang drei im Gesamtklassement ab. Ryan kletterte dagegen nach zwei fehlerfreien Runden am Sonntag auf den Silberrang vor.

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