Christian Kukuk gewinnt Großen Preis der Volkswagen AG

Christian Kukuk siegt mit Lacasino (Foto: Christian Kukuk siegt mit Lacasino)

(Braunschweig) Der Sieg im Großen Preis der Volkswagen AG beim Braunschweig CLASSICO geht in diesem Jahr an Christian Kukuk. Zum zweiten Mal nach 2017 hat sich der Bereiter aus dem Stall Beerbaum den Braunschweiger Sieg gesichert. 2017 saß er auf Cordess, in diesem Jahr hatte er den elfjährigen Lordanos-Sohn Lacasino unter dem Sattel. „Dieser Sieg ist für mich eine unheimlich schöne, emotionale Sache und ich freue mich sehr, hier jetzt stehen zu dürfen“, strahlt der Sieger. „Lacasino hat ein großes Dankeschön verdient. Nach der Mauer im zweiten Umlauf habe ich ehrlich gesagt nur noch Richtung nächsten Sprung gesteuert, den Rest hat er gemacht. Er hat sensationell mitgekämpft und es mir heute sehr leicht gemacht!“ Kukuk blieb mit seinem 'Kämpfer' in beiden Umläufen fehlerfrei und flitzte in 34,76 Sekunden durch die zweite Runde. Uneinholbar für alle anderen.

13 der 42 Starter aus zehn Nationen durften im zweiten Umlauf noch mit um den Sieg reiten, keiner kam an Kukuks Zeit heran. Platz zwei ging an die 23-jährige Finja Bormann. Bormann und Braunschweig – das passt. Im vergangenen Jahr hatte die aufstrebende Springsportlerin bereits ein Springen der großen Tour gewonnen, in diesem Jahr wurde es Platz zwei im Sattel des 13-jährigen A Crazy Son of Lavina im Besitz des Elmgestüts Drei Eichen, Familie Müter. Mit 36,58 Sekunden legte sie eine verdammt schnelle Runde aufs Parkett und blieb dennoch fast zwei Sekunden hinter der Zeit von Kukuks Husarenritt. „Bis zum Großen Preis lief das Wochenende für mich nicht so gut, gestern hatte ich zwei Fehler im Stechen“, resümierte Finja Bormann. „Vielleicht war das genau richtig, so habe ich heute im zweiten Umlauf einen kühlen Kopf behalten.“

Deutlich wird der enorme Speed der beiden Erstplatzierten auch, wenn man auf die weiteren Platzierten blickt: Rolf-Göran Bengtsson folgt auf Platz drei in 37,25 Sekunden. Sein Partner: der elfjährige Holsteiner Carlyle. „Ich war heute ein bisschen feige, naja zurückhaltend, und bin nicht voll nach vorne geritten“, gab Bengtsson zu. „Aber auch sonst hätte ich gegen Christian keine Chance gehabt.“

Fünf Reiter hatten das Kunststück vollbracht und sind in beiden Umläufen fehlerfrei geblieben. Einfach war das nicht, Parcourschef Marco Behrens hatte sich wieder einmal einen kniffligen Parcours ausgedacht. Als besondere Tücke im Parcours von Parcourschef Marco Behrens erwies sich die dreifache Kombination auf der Schlusslinie. „Die Dreifache am Ende und zum Ausgang hin, das war schwierig für die Pferde“, erklärte Tobias Meyer. „Da hatte ich auch ein paar Probleme, aber Corny hat toll mitgekämpft.“So schaffte das Erfolgspaar zwar noch den Sprung in die zweite Runde, dort aber kassierten sie einen Abwurf und wurden am Ende Achte.

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