(Neumünster) Der Versuch wurde belohnt: Die Erste Norddeutsche Hengstschau mit Spring- und Dressurvererbern aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen in den Holstenhallen Neumünster mit verschiedenen Hengsthaltern und -stationen traf auf breite Resonanz. Ebenso das nationale Turnier CDS Holstein Indoor mit üppig besetzten Starterfeldern vom Stilspringen bis zum Großen Preis der Theurer Trucks.
Den Großen Preis, ein Springen über 1,40 Meter mit Stechen, gewann Hannes Ahlmann aus Reher mit dem Holsteiner Schimmelwallch Cayadino v. Cayado-Quick Fire (Z.: Carl-Ulrich Rodde) und freute sich zum einen über den Erfolg, zum anderen über das sichere Ticket für die nationalen Prüfungen bei den VR Classics. Ahlmann wie auch etliche Kollegen hatten keine 24 Stunden zuvor die von der Gebr. Schütt KG präsentierte Hengstschau-Premiere ganz praktisch begleitet. Aus neun Stationen und Hengsthaltungen wurden Vererber vorgestellt. Anschaulich über Hindernissen, fachlich kommentiert von Lars Bak Andersen und kurzweilig moderiert von Wolfgang Kohne. Mittendrin gab es Turnkunst witzig verpackt von der Showturngruppe Madness Brothers vom TSV Plön und Live-Gesang von der Künstlerin Jennifer Hans, bevor dann die Dressurhengste durch die Holstenhalle federten.
Resonanz gut - Planungen für zweite Auflage aufgenommen
Das Programm abwechslungsreich gestalten und nie „langatmig“ zu werden - darin lag die Herausforderung für die Veranstalter vom Club der Springreiter Schleswig-Holstein/ Hamburg (CdS). Die Vielfalt trug dazu bei. Lars Bak Andersen, dänischer Springreiter mit Wohnsitz in Elmshorn fasste den Abend passend zusammen: „Es ist sehr interessant, dass nicht nur ein Hengsthalter da ist oder nur der Holsteiner Verband seine Hengste präsentiert, sondern viele verschiedene Stationen. Auf Turnieren sieht man die Hengste ja durchaus, aber in Ruhe jeden Hengst zu sehen, wie die in die Bahn kommen - über kleine Sprünge und dann auch höhere - also die Entwicklung der Hengste zu erkennen - das ist ja ein Unterschied zu Turnieren. Das war schon interessant zu sehen.“
Es waren 26 Hengste unterschiedlichen Alters, die sich in der Holstenhalle präsentierten und schon vorher beim Klönschnack in der Stallgasse besuchbar waren. Dort trafen sich Aussteller und Züchter zum Austausch, Kontaktaufnahme und Informationen sammeln und auch nach der Schau wurde ausgiebig im Nordturm des Hallenovals beim Züchterabend diskutiert und gefachsimpelt.
„Wir haben ganz klar eine gute Resonanz gehabt, sowohl für den Livestream bei ClipMyHorse.TV mit hohen Zugriffszahlen, als auch vor Ort“, freut sich Philipp Battermann-Voss vom CDS und er ergänzt: „Der Optimierungsbedarf ist nicht groß, sodass wir eine zweite Auflage in die Planungen aufnehmen wollen“.
Sport und Schau unter einem Dach
Die Hengstschau war Teil des CDS Holstein Indoor, dessen große Starterfelder unterstrichen, dass der Bedarf nach guten Hallenevents unverändert vorhanden ist und dass die Holstenhallen eben auch als guter Standort bekannt sind. Sowohl in den Amateurprüfungen, als auch bei den Berufsreiter kam das Programm gut an und erzeugte hohe Starterzahlen zwischen 50 und 110 teilnehmenden Pferden und Reitern pro Prüfung. Das hatte Folgen, denn den Montag hängte der veranstaltende CdS noch an die vier Turniertage dran - als Block mit Springpferdeprüfungen für die jungen Pferde, die dank des Engagements von U.P. Sporthorses ein breites Prüfungsprogramm bekamen.
Alle Ergebnisse und die Starterliste der Hengstschau sind hier nachzulesen.