Doppelsieg im HSH Nordbank Grand Prix

Mit dem Doppelsieg der Ehning-Brüder – Johannes siegte vor Marcus – im HSH Nordbank Grand Prix endeten die vier tollen Turniertage in der Kieler Sparkassen-Arena.

Wir hatten 4000 Zuschauer mehr als im vergangenen Jahr,“ freute sich Turnierleiter Peter G. Rathmann am Abschluss­tag der Baltic Horse Show in der Kieler Sparkassen-Arena. Sein Dank galt auch den  politischen Institutionen in Kiel, die mit der Freigabe des Exerzierplatzes die Durchführung des CSI **** ermöglicht  hatten. „Die Stadt Kiel weiß genau, wie wichtig das Turnier für die Stadt und Region ist“, so ­ Peter G. Rathmann.
Mehr als gelungen war einmal mehr die Symbiose von Sport und Show, die sich in diesem Jahr ausschließlich aus  hippologischen Elementen zusammen gesetzt hatte. Da waren die Kinder von der Gläserkoppel Preetz gekommen, um noch einmal ihr ­rasantes Siegerschaubild aus Neumünster zu zeigen. Die Weltmeister im Voltigieren, Nicola Ströh und Kai Vorberg, stellten ihr großes Showtalent unter Beweis, und im HANSANO-Fahrduell fetzten Zwei- und Vierspänner durch das Hallenoval. Das ­Publikum war begeistert. Und last but not least waren nach vielen Jahren die Dressurreiter wieder mit dabei. Nach dem vom Gestüt Drei Kronen präsentierten Kür-Finale ­Young-Horses Classics (Prix St. Georges-­Niveau) durften die ersten drei - es waren Peter Koch/Dick Tracy, Kornelia Kindermann/Despina und Karin Lührs mit ­
Sergeant Pepper - am Sonntag noch einmal in das Dressurviereck um den Publikumspreis auszureiten. Den stärksten Beifall bekam Kornelia Kindermann für ihre Vorführung mit Despina. Von Juwelier Happe gab es dafür eine TAGHeuer-Uhr. „Es war immer ein Wunsch der Zuschauer, dass wir die Dressur wieder mit ins Programm nehmen“, freute sich Peter G. Rathmann über die tolle Stimmung. „Wir machen weiter“, versprach er.
Genauso glücklich war Landestrainer Detlef Peper - „unser Nachwuchs hat sich hier von allerbester Seite gezeigt“ - über die Vorstellung seiner Junioren und Jungen Reiter im Parcours. Diese gingen im Finale des JugendTeamCups an den Start. Als Sieger konnten sich in der ­Sparkassen-Arena die Reiter des Teams PFERD+SPORT (Felix Hauschildt/Rakete, Max Labjuhn/Apacho, Jasper Köhlbrandt/­Melina, Anna-Lena Detlefs/­Capanos) feiern lassen. Um einiges höher waren dann die Hindernisse im Förderpreis des Holsteiner Verbandes. Zwei Teilnehmer hatten sich für das Stechen der Springprüfung Kl. S, das Ann-Marie May mit Quincy und Johann-Anton Lohmeyer mit Loyano aufgrund von Zeitfehlern verpasst hatten, qualifiziert. Nach einem feinen Ritt behielt Ina Reimers mit Phantasie, für die es der erste S-Sieg war, die Oberhand. Jeldrik Krüger wurde mit Tough Cookie Zweiter. 
„Das passte schon“, schmunzelte Markus ­Ehning nach dem HSH-Nordbank Grand Prix in der Kieler Sparkassen-Arena. Und das obwohl  der Borkener im Hauptereignis der Baltic ­Horse Show „nur“ Zweiter geworden war. Der Sieger hieß nämlich Johannes Ehning, der den Großen Preis zum zweiten Mal nach 2002 - damals saß er im Sattel von Carmen - für sich entscheiden konnte. Sein Pferd, Salvado V, ein neunjähriger KWPN Wallach v. Calvados-Voltaire steht erst seit einem Dreiviertel Jahr im Ehning-Stall. Für Johannes war das Turnier bis dahin nicht wie erhofft verlaufen. „Da habe ich mir vorgenommen, wenigstens im Großen Preis gut zu reiten“. Mehr als eine Sekunde war er schneller als Bruder Marcus, der im Sattel  von Leconte v. Lasino-Contender (Manfred Kummetz, Krummesse) saß, der vor wenigen Wochen noch unter dem Australier Matthew Williams bei den Olympischen Spielen in Hongkong am Start ­gewesen war. 
„Der Parcours ist dieses Mal doch um ­einiges schwerer als letztes Jahr“, meinte ­Katharina Müller, die wie zehn andere Starter auf eine „Weiterreise“ im Umlauf verzichtet hatte. Zehn Reiter schafften es, ohne Fehler zu bleiben, darunter auch Carsten-Otto Nagel, der zuvor bereits vier Springen gewonnen hatte. Er saß nicht im Sattel seines Paradepferdes Corradina v. Corrado I-Sandro (Professor Dr. Hartwig Schmidt, Borsfleth), die er am Samstag im Warsteiner Springen geritten hatte.  Der Wedeler hatte sich für  Cazaro v. Chambertin-Athlet Z (Rita ­Siebke-Baasch, Sarzbüttel) entschieden, der die ­gestellten Aufgaben mit ­Bravour löste und zwei Mal ohne Springfehler blieb. Der springgewaltige Achtjährige steht noch am Beginn einer hoffnungsvollen Karriere, deshalb ließ es Carsten-Otto Nagel im Stechen auch etwas ruhiger angehen. Er wurde Sechster. Mit Loriot K v. ­Lorentin-Alacatraz (Herbert Knutzen, Hürup) hatte Carsten-Otto Nagel am Freitagabend den vom AUDI Zentrum Kiel präsentierten Holsteiner ­Masters Zukunftspreis - das höchst dotierte Springen für sechsjährige (Holsteiner) Springpferde - gewonnen. Neben der Siegprämie von 7000 Euro gab es noch eine Überraschung: Ein funkelnagel neuer, schneeweißer AUDI steht künftig in Carsten-Otto Nagels Garage.

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