Zwei Mal Gold, ein Mal Bronze für Holstein


Zwei Mal Gold - Chessman bei den sechsjährigen Springpferden, Edino bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden - und ein Mal Bronze durch den Verbandshengst Cassiano bei den sechsjährigen Springpferden - war die Ausbeute der Holsteiner Zucht bei den Bundeschampionaten in Warendorf.

Die Bundeschampionate 2007 gehören der Vergangenheit an. Wenngleich der Zuschauerzuspruch - es sollen an die 35 000 Besucher gewesen sein - wieder groß war, konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Championate ein wenig „in die Jahre“ gekommen sind. Vom Nervenkitzel, der vor Jahren vor allem rund um die Vierecke herrschte, war nichts mehr zu  spüren, Emotionen blieben außen vor. Vermisst wurden vor allem die dreijährigen Hengste, die im Jahr zuvor ihren Körungsplatz als Sieger verlassen hatten. Sie waren einst das Salz in der Suppe auf dem Reitpferdeplatz gewesen. Apropos Reitpferde: Die Reiterei ist deutlich besser geworden, zusammengezogene, strampelnde Pferde wurden von den Richtern „abgestraft“. Das gleiche war auch bei den Dressurpferdeprüfungen der Fall. Ein Weg, der Hoffnung macht. Bei den Vielseitigkeitspferden waren nicht alle Richterurteile nachvollziehbar. Vielleicht sollte einmal darüber nachgedacht werden, einen Aktiven mitrichten zu lassen. Das ist am Warendorfer Springplatz schon lange Usus.  2006 waren es die fünfjährigen Springpferde, die zu überzeugen wussten. Das spiegelte sich in diesem Jahr in der Qualität der Sechsjährigen wieder, von denen etliche schon beim letzten Mal dabei waren. 

Sechsjährige Springpferde  
Lars Bak Andersen, der Däne in Diensten des Holsteiner Verbandes, hatte allen Grund zum Strahlen. Gerade war der letzte Reiter des Stechens im Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde, Bastian Freese aus dem Stall Schockemöhle, mit einem dicken Fehler am Schlußoxer ins Ziel gekommen, und das bedeutete: Der Bundeschampion des Jahres 2007 heißt Chessmann v. Carry-Alcatraz aus der Zucht von Claus Heinrich Petersen in Ahrenviöl. Der Schwarzbraune war als Fohlen in den Besitz des Holsteiner Verbandes gekommen. „Als  Hengstanwärter war er nicht typvoll genug, deshalb haben wir ihn kastrieren lassen“, wusste Norbert Boley zu berichten. Und nun bescherte er Lars Bak Andersen seinen ersten Bundeschampionatssieg. Chessman, der mit viel Ruhe auf seine Turnierlaufbahn vorbereitet worden ist,  war mit einer 8,9 ins Stechen gegen die Uhr der besten neun aus dem Umlauf eingezogen. Die Richter hatten ihm in der ersten Runde  ein souveränes Springen mit viel Vermögen und guten Sprungablauf bescheinigt. Der Wallach stammt übrigens aus einer Vollschwester der Mutter von Quante v. Aljano. Die von Janne-Friederike Meyer gerittene Landeschampionesse 2007  konnte in Warendorf nicht an den  Start gehen. Sie hatte sich eine Verletzung zugezogen.
Der Finalsonntag war der Tag des Lars Bak Andersen, denn mit dem Verbandshengst Cassiano v. Cassini I-Calypso II (Carsten Lauck, Pinneberg) konnte er sich auch noch über die Bronzemedaille freuen. Der mit Vermögen und großer Übersicht springende Schimmel hatte sich mit einer 8,7 für das Stechen qualifizieren können. Dort bekam er zu spüren, wie glatt der Springplatzboden durch den immer mal wieder aufkommenden Regen geworden war.  Dann  hatte Cassiano auch noch nach dem dritten Sprung ein Eisen verloren. „Ich habe bemerkt wie das Eisen weggeflogen ist, da konnte ich nicht mehr allzu viel riskieren“, sagte Lars Bak Andersen nach seinem Ritt.  Die Mutter des gewaltig springenden Schimmels, Zivia H - sie erblickte einst beim Holsteiner Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen das Licht der Welt -, ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Stuten in der Holsteiner Zucht. Der heute von Georgina Bloomberg gerittene Cim Christo - bei den Olympischen Spielen von Athen 14. unter dem Koreaner Song Bong-Gak -, und die gekörten Carambo und Calazio gehören zu ihren erfolgreichen Nachkommen.
Das Vizechampionat ging mit einer sicher herausgerittenen Nullrunde im Stechen an ein Pferd, das eigentlich so keiner richtig auf der Rechnung hatte. Der in Mecklenburg gezogene Coco v. Cellestial-Monsum hatte sich unter Heiko Schmidt über das Kleine Finale für die Entscheidung qualifiziert, war also zwei Runden mehr als die meisten der  Finalpferde gegangen.  Im Umlauf hatte der aufmerksame, rationell springende Braune eine gleichmäßige Runde gezeigt, die mit einer 8,7 belohnt worden war. Bereits im vergangenen Jahr war der Lican-Calido I-Sohn Linton (Josef Platte, Attendoorn) - damals noch unter dem Sattel von Anke Hilger-Ense - mit seinen großen Qualitäten am Sprung positiv aufgefallen. Unter dem Schockemöhle-Bereiter Bastian Freese erhielt er jetzt im Umlauf ebenso eine 9,0, wie der von Franz-Josef „Peppi“ Dahlmann gerittene Vizechampion des Vorjahres, Pikeur Cafu v. Candillo-Carolus I (Kathi Teegen, Bebensee). Als vorletzter bzw. letzter Starter im Stechen hatten sie es in der Hand, Chessman den Sieg noch streitig zu machen, doch in der Eile wurde ihnen der Schlussoxer zum Verhältnis.  Über die Trostrunde hatten sich Karin Ernsting-Engemann und die Aloubé Z-Capitol I-Tochter Amity (Klaus Rathjen, Nortorf), die nicht spektakulär, aber immer sicher am Sprung war, ins Finale vorgearbeitet. Mit einer 8,8 rückten sie ins Stechen ein. Nach zwei Abwürfen landete das Paar auf Rang neun hinter Pikeur Cafu.

Fünfjährige Springpferde
„Der Fünfjährigen-Jahrgang war in diesem Jahr nicht so stark wie der der Sechsjährigen“, befand nicht nur der Bronzemedaillengewinner von Seoul, Karsten Huck, der in diesem Jahr Alois Pollmann-Schweckhorst als Aktiver auf dem Richterturm abgelöst hatte. „Ich bin vom Club Deutscher Springreiter gefragt worden, ob ich Lust dazu hätte“, erklärte der gefragte Ausbilder aus Schleswig-Holstein. Er hatte auch eine Erklärung parat, warum  etliche der  qualifizierten Pferde nicht nach Warendorf gekommen waren. „Die meisten erreiten sich ihre Startberechtigung auf Tagesturnieren. Viele Reiter wollen den jüngeren Pferden, die meistens das erste Mal in Stallzelten stehen, den über viele Tage andauernden Stress in Warendorf nicht mehr zumuten.“ Auch Peter Luther, der in Warendorf neben Lars Bak Andersen auch Christian Thiesen unter seine Fittiche genommen hatte, meinte: „Hier wird von den Fünfjährigen das Äußerste abverlangt. Deshalb haben wir es auch mit Hengsten wie  Canto, Cassaro oder Cormint von Vornherein nicht darauf angelegt, hier an den Start zu gehen“.
Am Ende waren es aber doch noch 149 Fünfjährige - bei den Sechsjährigen waren 142 am Start -, die sich um den Titel des Bundeschampions bewarben. Zum ersten Mal stellte ein Landgestüt aus den neuen Bundesländern einen Champion bei den Springpferden. Der Montender-Ramiro-Sohn Monte Bellini ging unter Marco Kutscher zwei ganz  souveräne -mit 9,5 und 9,7 belohnte - Runden. Er war eines der wenigen Montender-Fohlen des Jahrgangs 2002 und wurde vor drei Jahren in Westfalen gekört. Der damalige Leiter des sachsen-anhaltinischen Landgestüts Prussendorf, Frank Bangert, hatte Monte Bellini  auf der Körung in Münster-Handorf entdeckt und gekauft. „Er gehörte im Freispringen nicht zu den Überfliegern, und ich dachte mir, dass das die Chance ist, ihn zu bekommen“, erinnert er sich.
„Als wir hierher gefahren sind, habe ich mir schon einiges erhofft“, freute sich Marco Kutscher, der Monte Bellini optimal in Szene gesetzt hatte. „Er hat es mir heute sehr leicht gemacht“. Wie an der Perlenschnur gezogen absolvierte der Braune die beiden Parcours und war letztendlich ein verdienter Sieger. Den Vizechampion stellte mit dem gekörten Codex One v. Contendro I-Glückspilz das hannoversche Zuchtgebiet. Er hatte aus dem Umlauf eine 9,4 mitgebracht. Dem Sieger des hannoverschen Springpferdechampionats in Verden, der am Sprung große Qualitäten zeigte, kostete im Stechen zweimaliger kurzer Kreuzgalopp eine höhere Wertnote.  Dritter wurde - trotz eines Abwurfs im Stechen - der Oldenburger Quinaro v. Quattro- Figaro, der unter Oliver Ross im Umlauf eine 9,1 erhalten hatte. Der beste Holsteiner landete auf Rang vier. Lamarque v. Limbus-Coriano (Heinrich Schoof, Büsum), ein Halbbruder des Verbandshengstes Nekton, war vor drei Jahren in Neumünster auf der Auktion der nicht gekörten Hengste von Bernfried Erdmann ersteigert worden. Unter Anette Hülsmann offenbarte der Braune viel Vermögen am Sprung. Auch seine hohen Rittigkeitswerte wurden von den Richtern gelobt. Jan Philipp Schultz, der auf Cocolino S v. Coriano-Cantus (Ursula Schultz, Böbs) auch im Finale der Sechsjährigen vertreten war, freute sich über seinen sechsten Platz auf der  patent mit schöner Bascule springenden Siara v. Coronado-I Love You (Serafino Ingardia, Neustadt). Mit der Wertnote 8,3 verpassten Dirk Ahlmann mit Clintash v. Clinton I-Cash (Zucht- und Turnierstall Hartmann, Rendsburg) und Torben Köhlbrandt mit Hof Asgard’s Louis v. Lancer II-Corofino I (Heike Groth, Kastorf) das entscheidende Stechen nur knapp.           DvP


Sechsjährige Vielseitigkeitspferde
Die Generalprobe in Westensee verlief optimal für Kai Rüder und den inzwischen im niederländischen Besitz befindlichen braunen Holsteiner Edino, der dort mit einer lockeren Trainingsrunde souverän die Vielseitigkeit der Kl. L gewann. Auch als es Ernst wurde in der gänzlich anderen Liga, der Bundeschampionatsprüfung der Vielseitigkeit in Warendorf eine Woche später, blieben der Esteban xx-Loutano-Sohn Edino (Dörte Rehse-Behncke, Brügge) und sein Reiter in Vorfreude fokussiert auf den Wettbewerb mit den drei Teilprüfungen Dressur, Springen und Gelände. Immer „cool“ zu bleiben, so die Aufzüchterin von Edino, Maren Tramm aus Damp, war schon die Stärke von Edino als ganz jungem Pferd, das sich sogar liegend impfen ließ. In der reiterlichen Ausbildung, zunächst durch Ragna Müller, entwickelte sich die „Coolness“ oder Abgeklärtheit in der Verbindung mit optimaler Leistungsbereitschaft zum Charisma eines losgelassen, die Stärken der Grundgangarten und das enorme Galoppiervermögen präsentierenden Holsteiner Halbblüters.
Von Beginn an setzte der in Warendorf bereits im letzten Jahr mit Ragna Müller auf sich aufmerksam machende Braune mit seinem diesjährigen Reiter Kai Rüder seine Marke. Als vorletzter Starter des ersten Teilwettbewerbes (Dressur) um die Krone beim Bundeschampionat der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde setzte sich der dunkelbraune Edino losgelassen und durchlässig mit der Note 9,0 in einem stark besetzten Feld an die Spitze des Wettbewerbs. Auch mit Carolinus, einem Sohn des Carolus I aus einer Schampus xx-Mutter (Professor Dr. Hartwig Schmidt, Borsfleth) wusste Kai Rüder zu überzeugen. In der Teilprüfung Springen spielten die beiden von Kai vorgestellten Braunen ihre Stärken souverän aus: fehlerfrei mit den Höchstnoten  8,4 (Carolinus) und 8,6 (Edino). Was für eine Ausgangsposition für Kai Rüder vor der Hauptprüfung Gelände: Führung mit  Edino und dritter Platz mit Carolinus.
Die anspruchsvolle Geländeprüfung mit technischen Schwierigkeiten warf Carolinus mit einer ansprechenden Bewertung von 8,4 zwar aus den Medaillenrängen, aber mit dem vierten Platz eine beachtliche Platzierung eines rittigen Holsteiners mit viel Zukunftspotential. Ein weiteres Pferd mit Holsteiner Brand in diesem Feld der besten deutschen Nachwuchspferde, die Stute Cayenne aus der Zucht von Breido Graf zu Rantzau, Breitenburg. Sie entfaltete im Gelände ihre eigentliche Stärke. Die Cardino-Sir Shostakovich xx-Tochter wurde von Inga Marie Höper in forschem 500m Tempo leichtfüßig vorgestellt und erhielt gleich als erste Starterin die Note 9,0, die das Paar im Endergebnis vom 14. auf den guten 8. Platz katapultierte. Und eine weitere, (derzeitige) zweibeinige Holsteinerin, die Schwedin Malin Larsson, verbesserte sich auf einem wunderbar elastischen Versatels Walter von der Vogelweide (Han.) durch eine tolle Geländerunde sogar auf den Bronzerang.
Als der vorletzte Starter, Edino, den Geländekurs betrat, konnte man die Spannung fast knistern hören, es war ganz still im gut besuchten Areal der Vielseitigkeit auf dem Bundeschampionatsgelände in Warendorf. Wie würde die Taktik von Kai Rüder sein in dem entscheidendem Prüfungsteil, bei dem die Richter für Linda Algottson und den Oldenburger Jarome v. Just Spectacular xx schon eine 9,8 in der Bewertung gezogen hatten sowie eine 9,3 für Elmar Lesch und den Trakehner Raumalpha. Kai Rüder legte auf dem cool agierenden Edino eine sichere Nullrunde hin, ohne etwas zu riskieren, flüssig und harmonisch im Ablauf, passend zu den Hindernissen reitend, ohne Fehler. Applaus brandete auf, die Richter ließen sich ein bisschen bitten, zückten dann aber die 9,5 und der Sieg von Edino war perfekt und damit Kai Rüders erster Bundeschampionatserfolg.
Danach Emotionen pur bei Züchterin und Aufzüchtern, Pferdebesitzerin und allen mitgereisten Fans der Holsteiner Vielseitigkeitspferde und -reiter. Für die gesondert geehrte Züchterin von Edino, Dörte Rehse-Behncke, erfüllte sich der Traum ihres Vaters. So scheint selbstverständlich, dass sie die junge Vollschwester von Edino auf jeden Fall zur Weiterzucht behalten will, während ein weiterer Nachkomme aus der Passer-Paarung der Loutano Stute mit Esteban xx in Süddeutschland auf den Sport vorbereitet wird. Auch die junge niederländische Besitzerin von Edino, Madeleine Brugman, war am Sonntag in Warendorf. Sie will Edino irgendwann selber im großen Vielseitigkeitssport einsetzen, aber bis dahin soll Kai Rüder ihn weiter ausbilden können.
Amei Koll-Stobbe

Fünfjährige
Vielseitigkeitspferde
Die fünfjährigen Vielseitigkeitspferde gingen in diesem Jahr im Vergleich mit ihren älteren „Kollegen“ zunächst etwas unter. „Das Starterfeld war weniger überzeugend als in den Vorjahren“, sagte Hans Melzer. Ingesamt bewarben sich 47 Pferde um den Titel, wobei bereits die Finalqualifikation die Kandidaten bereits stärker selektierte als sonst. Wie bei den Sechsjährigen setzte sich auch bei den Youngsters Erfahrung im Sattel durch: Mit der Note 8,8 beendeten Linda Algotsson und die Hannoveraner Stute Lilli Pop K v. Le Primeur den Geländekurs und erzielten dank guter Vorleistungen in der Dressur (7,8) und Springen (7,7) ein Gesamtergebnis von 33,1 Punkten. Einen ebenfalls erfahrenen Reiter im Sattel hatte der Württemberger FBW Gin-Tonic, der wie sein Vater, Bundeschampion Birkhof’s Grafenstolz TSF, von Michael Jung  präsentiert wurde. Ganz reichte der Junior allerdings nicht an seinen Vorfahren heran, der als Sechsjähriger mit einer 9,7 aus dem Geländefinale gekommen war. Mit einer 7,5 in der Dressur, einer 7,8 im Springen und einer 8,7 für eine „schon fast lässig wirkende Geländerunde“ kam der  Hengst auf 32,7 Punkte und sicherte sich damit Platz zwei. Der Württemberger Hengst konnte sich erst über das Kleine Finale für die Endrunde empfehlen - ebenso wie Lanzelot (Han.) v. Lauries Crusador xx, der von Elmar Lesch vorgestellt wurde. Für diesen vergaben die Richter die höchste Note von 9,0  Fast hätte es damit für Lanzelot sogar noch zum Titel gereicht, wäre es für ihn nach einer 7,7 in der Dressur auch im Springen bei der Grundnote von 7,6 geblieben. Abzüge für eine Verweigerung und Zeitfehler ergaben allerdings eine 5,7 und damit ein Endergebnis von 31,4 Punkten. Bester Holsteiner auf Rang sechs war der von Peter Thomsen vorgestellte Barny v. Barnaul xx-Cornetto (Volker Jacobs, Ostenfeld), der für seine Geländerunde eine 8,8 erhielt. Siebter wurde der von Jens Borgmann gerittene Chippieh v. Carnaby GL-Caretino (Stefanie Kinscher, Norderstedt), der das Gelände mit einer 8,4 abschloss.  Fn-Press


Translation
More than 35 000 horse sport enthusiasts visited the German Young Horse Championships in Warendorf to have a look at the young horse and pony talents. Excellent show jumpers competed in the 6-year-old division where the championship was determined in a timed jump-off. Lars Bak Andersen, a professional rider at the Holstein Association’s facility at Elmshorn had two horses in the jump off: Chessmann (by Carry - Alcatraz) and the Association-owned stallion Cassiano (by Cassini I – Calypso II), a half brother to Georgina Bloomberg’s Cim Cristo. In the end, the Danish rider, with the Association-owned stallion Con Air a participant in the European championships at Mannheim two weeks previously, took gold with Chessmann and bronze with Cassiano. The Westfalian branded Monte Bellini (by Montender – Ramiro) ridden by Marco Kutscher became champion of the 5-year-old jumpers which were nowhere near on a par with the 6-year-olds. The best Holstein in this division was Lamarque (by Limbus –Coriano) finishing 4th under Anette Hülsmann. Three years ago, this half brother to the Association-owned stallion Nekton has not been licensed as a breeding stallion and was sold in the Neumünster auction. 6-year-old eventer Edino (by Esteban TB – Loutano) who had already been last year’s reserve champion in the 5-year-old division, became the second Holstein champion.  He was ridden by Kai Rüder, who also placed 4th with Carolinus (by Carolus I – Schampus TB).


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