
Die dritte Auflage des Elitepreises Schleswig-Holstein auf Gut Tangstedt wurde erweitert: Für die Junioren und Jungen Reiter kam eine große Tour aus zwei M- und einem S-Springen mit Stechen hinzu, die gut angenommen wurde.
Für das Stechen um den Preis der Firma Kaminbau Brose hatten sich nur zwei Teilnehmer von 23 Startern aus insgesamt acht Bundesländern qualifiziert.
Rittigkeit und Springvermögen erforderte der anspruchsvoll aufgestellte Parcours von Horst Milahn - und beides wurde in beeindruckender Weise von Harm Wiebusch auf dem erst achtjährigen Caraloco (v. Carthago/Graf Gotthard) sowohl im Umlauf als auch bei seinem Siegesritt im Stechen demonstriert. Ronja Bergmann auf der Mecklemburgerin Arthemis versuchte als zweite Starterin im Stechen alles, um die fehlerfrei vorgelegte Zeit von Harm Wiebusch zu unterbieten, gab aber nach einem Abwurf zur Schonung ihres Pferdes auf.
Ronja gewann durch diesen zweiten Platz die Tour der Jun./JR vor Harm Wiebusch und Valentina Teich vom Duderstädter Reitclub.
Die Veranstaltung erlebte mit der Erweiterung der Ausschreibung eine deutliche Aufwertung und gesteigertes Zuschauerinteresse. Die Familien Theurer und Pfaffenrott als Ausrichter sowie die Familie Pieper vom Gut Tangstedt gaben sich alle erdenkliche Mühe, damit sich die zum Teil von weit her angereisten Teilnehmer wohlfühlen konnten. Stallzelte direkt an der Prüfungshalle, Tribüne zum Zuschauen, Reiterparty, Einladung zum gemeinsamen Abendessen und natürlich diese einmalig konzipierte Reitanlage mit allen organisatorischen Möglichkeiten sorgten für Lob von allen Seiten. Als besonders hervorzuheben gilt es, dass neben den nachwachsenden Jungprofis auch die Einsteiger ihre Tour mit drei Prüfungen auf E- und A- Niveau reiten konnten. Dort gingen 87 Nennungen ein. In dieser kleinen Tour siegte eindrucksvoll Jesse Luther mit Masetto vor Ulf Dibbern mit Galimar und Carlotta Kertscher auf Lando.
Seriensieger auf dieser Veranstaltung wurde in beeindruckender, selbstbewusster und stilistisch einwandfreien Ritten Josch Löden vom RV Zeven, der in jeder Tour mit mehreren Pferden und Ponys an den Start ging. Alleine vier Siege, darunter ein Sieg im Stilspringen der Kl. L mit der Traumnote 8,8 und etliche Platzierungen gingen auf sein Konto. Taktisch immer super eingestellt, verzichtete Josch nach Rücksprache mit seinem Vater Jens auf die Teilnahme am S-Springen - vorbildlich auch diese Überlegung und Selbsteinschätzung. Die mittlere Tour gewann Josch vor Klas-Kristoff Kudlinski (RSG Groß Buchwald) und Sven Kruse auf Picola (RV Zeven).
Jahreszeitlich bedingt, ist die Verabschiedung der herausgewachsenen Junioren aus dem Ponysport am Samstagabend, bei der es immer feierlich zugeht und manches Herz schwer wird. Abgefedert wurde dieser Schmerz etwas durch großzügige Spenden von der Firma Dresswerk, die mit Jacken, Decken und allerlei Zubehör aus Abschiedstränen dann doch Freudentränen werden ließ.
Den größten Preis, einen nagelneuen Motorroller, erhielt in diesem Jahr Laura Jane Hackbarth mit ihrem Joop für den Sieg in der Großen Ponytour, mit dem sie auch gleich nach der Übergabe eine zugegeben noch etwas mühsame Ehrenrunde in der Halle absolvierte.
Um diesen Roller wurde heiß gekämpft, und erst die letzte Prüfung führte zur Entscheidung. Sowohl Andreas Theurer, Cassandra Orschel und Sven Kruse (RV Zeven) hatten jeweils ein M-Springen dieser Tour gewonnen, dicht gefolgt von Josch Löden und Laura Jane Hackbarth mit guten Plazierungen. So entschied erst das Stechen in der dritten Wertung, wer den Roller mit nach Hause nehmen durfte.
CS