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Preis der Zukunft: Charlott-Maria Schürmann siegt in Münster


Münster - Im Rahmen des Münsteraner Hallenturniers entschied Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) mit Donna Jackson den ersten Leistungsvergleich der deutschen Jungen Dressurreiter 2012 für sich. Mit 71,053 Prozent verwies sie im Preis der Zukunft, einer Dressurprüfung Kl. S*, Louisa Lüttgen (Kerpen) mit Diamantenbörse OLD und Lars Schulze Sutthoff (Greven) mit Emotion auf die Plätze. Für den Dressurausschuss des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) ist der Preis der Zukunft traditionell der erste Termin im Jahr, um sich einen Eindruck über die Form der hoffnungsvollsten Paare im Junge-Reiter-Lager zu verschaffen.

 

 

Schon in der Qualifikationsprüfung legte Charlott-Maria Schürmann mit ihrer elfjährigen Stute Donna Jackson v. Dr. Jackson die Messlatte mit ihrem 71,228-Prozent-Ritt für die Konkurrenz hoch. Souverän absolvierte das Paar, das 2011 EM-Mannschaftsgold und Einzelbronze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gewann, dann auch die FEI-Einzelaufgabe und überschritt erneut als einzige Teilnehmerin die 70-Prozent-Marke (71,052 Prozent). „Charlott-Maria hat hier in Münster gezeigt, wie konstant sie in diesem Winter gearbeitet hat, um ihre Leistungen zu festigen. Auch ihre Championatserfahrung und die Vorjahreserfolge haben mit Sicherheit zu dieser guten Leistung heute beigetragen“, resümierte der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Hoya).

 

Ebenfalls 2011 mit EM-Mannschaftsgold dekoriert, trat Louisa Lüttgen in Münster nicht mit Erfolgspferd Habitus, sondern mit der zehnjährigen Oldenburger Stute Diamond-Hit-Tochter Diamantenbörse im Viereck an, die sie von ihrer Schwester zur Verfügung gestellt bekommen hat. In der Qualifikation noch auf Platz neun, kamen die beiden im Finale mit 69,561 Prozent auf den zweiten Rang. „Diamantenbörse war WM-Dritte der sechsjährigen Dressurpferde von 2008 und bringt natürlich einiges an Grundqualität mit“, kommentierte der Bundestrainer. Auch Habitus soll 2012 wieder zum Einsatz kommen. Als einen „sehr korrekten und guten Reiter“ bezeichnete Meyer zu Strohen den drittplatzierten Lars Schulze Sutthof mit seiner elfjährigen Westfalen Stute Emotion v. Ehrentanz I (69,123 Prozent). „Lars war im letzten Jahr schon immer sehr gut in den Sichtungen dabei. Nun hat er seine Leistung mit zwei konstanten Ritten gut bestätigt.“

 

Auf Platz vier (68,860 Prozent) konnte sich mit Marc Lingelbach (Biebertal) ein weiterer junger Mann einreihen. Der C-Kader-Reiter, der kürzlich mit dem Deutschen Reiterabzeichen in Gold geehrt wurde, platzierte sich mit seinem 16-jährigen Wallach Rolex in der Qualifikation auf Rang fünf und machte im Finale noch einen Platz gut. Fünfte wurde Charlotte Dassler (Bockhorn) mit D’accord (67,632 Prozent). „Charlotte hatte gestern etwas Pech, zeigte heute aber eine sehr gute Runde“, so Meyer zu Strohen. Sechste wurde die Rheinländerin Juliette Pietrowski (Kaarst) mit Flick Flack v. Fidermark I (15). In der Qualifikation belegte das Paar sogar Platz zwei (68,860 Prozent). „Ich freue mich, dass Juliette, die gerade die Altersklasse gewechselt hat, dieses Pferd 2012 zur Verfügung“, erklärte der Bundestrainer.

 

Die Doppel-Europemeisterin der Jungen Reiter von 2011, Sanneke Rothenberger (Bad Homburg), trat in Münster nicht mit ihren beiden Kaderpferden Deveraux OLD und Wolke Sieben an, sondern mit dem 13-jährigen Weyden-Sohn Wembley aus familieneigener Zucht. Mit 66,140 Prozent erreichten beide Platz sieben im Finale. „Sanneke muss mit dem Hengst das Prüfungsreiten noch etwas mehr festigen. Münster sollte ein Testlauf sein, um die Fitness des Pferdes zu überprüfen.“ Den siebten Platz teilte sich die Bad Homburgerin mit Nadine Husenbeth (Sottrum) und dem routinierten Riverdance, die exakt dieselbe Prozentzahl erreichte. Sarah Runge (Wuppertal) ritt in der Qualifikation „eine sehr starke Runde“ mit dem Hengst Contendros Bube v. Contendro I (10) und belegte Platz drei (68,509 Prozent). „Im Finale gab es leider zu viel Spannung in der Schritt-Tour“ (Platz zehn).

 

Das Fazit zum Dressur-Auftakt der Jungen Reiter des Bundestrainers: „Ich bin mit dem praktischen Ablauf in Münster und dem sachlichen Richten sehr zufrieden. Nun müssen die Nachwuchsreiter weiter konsequent arbeiten. Die Leistungen waren sehr gut, die Prozentpunkte im Hinblick auf den internationalen Vergleich aber noch nicht zufriedenstellend. Wir werden sehen, wie sich die Paare nun auf den beiden Sichtungen im Februar und März zum Preis der Besten 2012 zeigen.“||FN press


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