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Erlebnispädagogik mit dem Pferd


München - Die dritte überarbeitete Auflage der „Erlebnispädagogik mit dem Pferd“ ist im Reinhardt-Verlag München erschienen. Herausgeberin ist wie bei den früheren Auflagen Marianne Gäng. Die Diplom-Sozialpädagogin ist Gründerin und Präsidentin der Schweizer Gruppe Therapeutisches Reitern (SG-TR) in Rohrsdorf, Schweiz. Sie hat Beiträge verschiedener Autoren bzw. Fachleute zusammengestellt, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Erlebnispädagogik mit dem Pferd widmen:

 

Marianne Gäng führt zunächst in „Eine Erlebnispädagogik mit dem Pferd“ ein und definiert darin, was sie unter Erlebnispädagogik versteht: Sie misst dem Lernen durch Erleben große Bedeutung zu. Dass dabei ein Pferd oder auch mehrere mitmachen, ist für die emotionale Entwicklung eines (jungen und/oder behinderten) Menschen besonders wichtig. Dem betreuten Reiter „soll mit Hilfe und durch die Präsenz des Pferdes ein neuer Zugang zu sich und der Umwelt ermöglicht werden“. Zahlreiche Projekte lassen sich dabei zusammen mit dem Pferd gestalten. Marianne Gäng erklärt dabei auch die Rolle des Pferdes genauer: „Es wird mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert und soll entsprechend flexibel reagieren, um den wechselnden Anforderungen gerecht zu werden.“ In den Beiträgen des Buches werden etliche Projekte vorgestellt, die Einblicke in die Arbeitsweise der jeweiligen Autoren zulassen.

 

Insgesamt sind 15 Beiträge ausgewählt worden: Dabei geht es für Sabine Boehm um „Erlebnispädagogik für alle: Pferde auf der Jugendfarm“. Eberhard Laug widmet sich mehreren Themen: „Wanderreiten. Erlebnispädagogische Aktivitäten im Kinderhof Campe-moor“, „Der Schulritt – Schulische Integration vom Sattel aus“ und „Reiten & Fußball“. Susanne Ortelli-Jurklies schildert die “Umzugswanderung mit Pferden“. Bernhard Pflug arbeitet das Thema auf: „Trecking mit ehemaligen Drogenabhängigen“. Henrike Struck und Kathrin Schäffer berichten über „Erlebnispädagogik und Heilpädagogisches Reiten: Erwachsene Menschen mit Behinderung“. Elisabeth Groll beschreibt in ihrem Beitrag das „Wanderreiten“ als Teil der „Erlebnispädagogik und des Heilpädagogischen Reitens“. Barbara Ritz gibt sehr gute Tipps zu „Parelli-Spielen“, während Dagmar Schwab die „Integrative Erlebnispädagogik“ beschreibt und dabei eine „Indianerwoche mit Pferden“ vorstellt. „Integrative Erlebnispädagogik: Theater mit Pferden“ ist das Thema von Erhard P. Müller zusammen mit Ulrike Wintermeyer. Ein Projekt zum gleichen Thema stellt Almut Schulz vor, indem sie vom „Theaterspielen mit Kindern und Pferden“ berichtet. Ingrid Hatz hat sich dem „Märchenspiel mit Pferden“ gewidmet und erzählt von den „Drei Brüdern, die auszogen, um vernünftig zu werden“. „Pferdediebe in Botzelaer“ heißt ein Filmprojekt, das Elvi Lange und Dorthee Wintersohle verwirklichten. Angela Knoerr lässt den Leser „Auf den Spuren der Indianer“ erfahren, wie sie ihr „Projekt Erlebnispädagogik Mädchenarbeit“ erlebt hat. Interessant ist auch, dass an einzelnen Fallbeispielen beschrieben wird, wie die Arbeit der verschiedenen Autoren auf ihre jeweiligen Jugendlichen wirkten.

 

Das Buch „Erlebnispädagogik mit dem Pferd“ ist im Reinhardt-Verlag München erschienen und ist unter ISBN 978-3-497-02251-9 zu bestellen. Das Taschenbuch kostet 19,90 €.

||Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V.


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