Sehr gut besucht war die Hengstvorführung der Privathengsthalter in Elmshorn, bei der sich 22 Hengste dem Publikum präsentierten.
Sechs Stationen - Hengststation Ahlmann, Gestüt Grotenhof, Gestüt Tasdorf, Gut Osterrade, Stall Maas J. Hell, Hengststation Mohr und die Hengststation Völz - nutzten die Möglichkeit, ihre Hengste in der Elmshorner Fritz-Thiedemann-Halle zu zeigen. Sieben Nationenpreis- und ein Olympiareiter waren in den Sattel gestiegen, um sie optimal zu präsentieren - auf das Freispringen hatte man wie schon im vergangenen Jahr verzichtet.
Die meisten Vererber - neun an der Zahl - hatte Dirk Ahlmann aus Reher mitgebracht. Dabei war natürlich auch der strahlende Siegerhengst des Jahres 2008, Cantoblanco v. Canto-Carolus I (Dietmar Hartmann, Rendsburg), der den samstäglichen Hengstpräsentation mit seiner umgelegten Siegerschärpe eröffnete und unter Janne Ahlmann den Schlußpunkt der kurzweiligen Präsentation der Privaten Hengsthalter setzte. Über dem Sprung demonstrierten der S-erfolgreiche Askari v. Acord II-Lavall I (Ute Lill-Bonhoff, Kl. Offenseth) und Carland v. Contender-Landgraf I (Claus Albert Hein, St. Margarethen) sowie Cliostro v. Clinton I-Contender (Werner Brügge, Neustadt) unter Stefan Parow ihre hervorragenden Möglichkeiten, Dirk Ahlmann sprang den sechsjährigen Clintord I v. Clinton I-Caletto I (ZG Hamdorf, Dorf Berlin), der über seine Mutter Miss Monica eng mit dem Topvererber Cambridge verwandt ist. Den auf der Januar-Körung für die Holsteiner Zucht zugelassenen dreijährigen Vollbruder Clintord II präsentierte der Hausherr in Reher in den Grundgangarten. Wie alle Clinton I-Nachkommen wusste der Schimmel nicht nur durch seinen herrlichen Typ zu begeistern. Wie schon im Vorjahr hatte sich Janne Ahlmann in den Sattel von Casparino v. Carpaccio-Calando I (Dörte Struve-Brandt, Breiholz) geschwungen, dessen hoffnungsvolle Dressurkarriere unter Hubertus Schmidt frühzeitig aufgrund einer Verletzung ein jähes Ende gefunden hatte. Die ältesten Nachkommen des bewegungsstarken Braunen in Westfalen sind inzwischen sechsjährig und - wie im Jahrbuch der FN nachzulesen - in Dressur und Springen erfolgreich. Und dann war da noch Pheline Ahlmann. Sie durfte Larius W v. Landgraf I-Thuswin xx (Detlef Hennings, Bendorf) vorstellen, und der inzwischen 19jährige Hengst schien genau zu wissen, dass er auf die Zehnjährige „aufpassen“ musste. Mit gespitzten Ohren sprang er über Steilsprung und Oxer.
Die Station Maas J. Hell war mit dem von Christopher Frazer vorgestellten Aragorn v. Acorado-Cor de la Bryère (Rudolf Wieck, Auufer) vertreten. „Er hatte in Neumünster einen dummen Fehler im Umlauf, ich hätte ihn gerne im Stechen gesehen“, wusste Tjark Nagel, der als Co-Moderator Stefan Krawczyk unterstützte, zu berichten. Auch Carry Best v. Cassini I-Leonid (Adolf Mohr, Nortorf) wurde von Christopher Frazer vorgestellt. Auch der dreijährige Caretino-Libertino I-Sohn Candiro (Hermann Blohm) war aus Kl. Offenseth gekommen. Ihn setzte Friederike Wolf, früher erfolgreiche Ponyreiterin, gekonnt in Szene. Den Braunen, der bei seiner Körung auch am Sprung zu überzeugen wusste, kann man sich mit seinem hervorragenden Bewegungsablauf durchaus auch als Dressurpferd vorstellen.
Der Parcours ist eindeutig das Metier des Körsiegers des Jahres 2003 von der Station Lothar & Sven Völz. Carinjo v. Cascavelle-Landgraf I (Klaus-Hermann Hollm, Wacken) sprang unter Thomas Voss vom Feinsten. Mit dem Leonardo B-Reiter konnte der Braune im vergangenen Jahr Erfolge bis zur Kl. M aufweisen. „Es ist phantastisch wie Carinjo mit arbeitet“, sagte Tjark Nagel. An die Stätte seines Erfolges - beim CdS-Turnier hatte er eine Springpferdeprüfung Kl. M gewonnen - war Con Cosmos v. Colman-Cascavelle (Lothar Völz, Wöhrden) zurückgekehrt. Unter Björn Nagel demonstierte der Schimmel, dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war. Björn Nagel stellte auch den fünfjährigen, vom Wöhrdener Starvererber Colman abstammenden Casillas a. e. Lordship-Mutter (Lothar Völz), der dreijährig bei seiner HLP bester Springhengst in Marbach war, vor.
Beste Möglichkeiten offenbarte der fünfjährige Calazio v. Calato-Calypso II (Carsten Lauck, Pinneberg), der von Takashi Haase gefühlvoll in Szene gesetzt wurde. Der Braune, der sich deutlich entwickelt hat, scheint sich an zuschicken, in die „Hufstapfen“ seiner erfolgreichen Halbgeschwister Cim Christo, Cassiano und Candyman zu treten. Der zehnjährige Com Air v. Contender-Landadel (Gerd Küst, Pinneberg) machte unter der Tochter seines Züchters Vivien seine Aufwartung. Hecken und schmale Sprünge - kein Problem für den Braunen, und Vivien Küst, Mannschaftseuropameister der Vielseitigkeits-Junioren 2005, würde gerne mit ihm wieder im Busch durchstarten. Begleitet wurde Com Air bei seinem Auftritt von dem in seiner Zuchtstätte Gestüt Grotenhof, Ahrensbök, stationierten Hosco v. Heraldik xx-Silvester, der erst seit wenigen Wochen unter dem Sattel von Nicola Winkler - ebenfalls Medaillengewinnerin bei Vielseitigkeits-Europameisterschaften - geht und für den das Bundeschampionat der Vielseitigkeitspferde in Warendorf das Saisonziel ist. Der fünfjährige Dunkelbraune war, wie sich Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen erinnerte, bereits bei seiner Körung durch hervorragendes Springen aufgefallen. Auch in Elmshorn sprang er ohne Fehl und Tadel und wusste sich zudem auch noch gut zu bewegen. „Solche Pferde brauchen wir für unseren Sport“, befand Landestrainer Detlef Peper, der die Vorstellung von Com Air und Hosco mit kommentierte.
Über die Station Fromberger, Osterrade, wird in diesem Jahr Coolidge v. Clinton I-Contender (Anne Plüschau, Hohenhorst) eingesetzt. Der siebenjährige Braune aus dem Brilliante-Stamm hat unter Jörg Naeve, der auch in Elmshorn in seinem Sattel saß, erste Meriten in der internationalen Youngster-Tour einheimsen können. Springgene vom Allerfeinsten vereint der in Frankreich gezogene Quick Orion d’Elle v. Quick Star-Jalisco B in sich. Ständerhöhe war kein Problem für den von Heiko Rabenstein vorgestellten Braunen. In Vertretung seines Vaters Casino v. Capitol I-Caletto II (Hans Helmut Sievers, Tasdorf), unlängst auch in Hannover anerkannt, demonstrierte eindrucksvoll der achtjährige Schimmel Casino Son a. e. Lagano-Mutter unter Michael Aabo die Vererbungskraft seines Vaters.
Ein weiterer Sohn des Heraldik xx war aus dem Gestüt Tasdorf erschienen. Eine Woche zuvor war H-Ekwador a. e. Corofino I-Mutter (Georg Clausen, Rabenkirchen) unter seiner Besitzerin Katarzyna Milczarek in der FEI-Weltcup-Kür am Start gewesen. Das Publikum dort war begeistert von der Vorstellung des eleganten Paares. Und so ist es auch in Elmshorn gewesen, der rittige Schimmel überzeugte auch das vornehmlich springinteressierte Publikum in den schweren Grand Prix-Lektionen. DvP
Translation
The presentation of the privately owned stallions which was held in Elmshorn was very well attended. 22 stallions were shown to the public. Six stallion stations - Hengststation Ahlmann, Gestüt Grotenhof, Gestüt Tasdorf, Gut Osterrade, Stall Maas J. Hell, Hengststation Mohr and Hengststation Völz - used the opportunity to present their stallions in the Fritz-Thiedemann hall. Seven nations cup riders and one Olympic rider had mounted the saddle to present the stallions at their very best. Same as last year, there was no free jumping.
Dirk Ahlmann of Reher had brought the most stallions, 9 in number. Among them of course Cantoblanco by Canto-Carolus I (Dieter Hartmann, Rendsburg), the shining 2008 champion stallion. He opened the stallion presentation on Saturday showing his champion sash and closed the private stallion owners’ entertaining show under the saddle of Janne Ahlmann.
The stallion station Maas J. Hell was represented by Aragorn and Carry Best, both presented by Christopher Frazer. 3-year-old Candiro (Hermann Blohm), another Klein Offenseth stallion, was expertly shown by Friederike Wolf. Due to his excellent movements, this bay stallion should also pass as a dressage horse.
The strong suits of Carinjo, the 2003 champion stallion standing at the stallion station Lothar and Sven Völz, definitely lie in the jumping course. Under Thomas Voss he did an excellent jump, as did Con Cosmos and Casillas, both presented by Björn Nagel.
5-year-old Calazio offered bright prospects. The bay stallion is about to follow in the steps of his successful half brothers Cim Christo, Cassiano, and Candyman. Hedges and narrow jumps were no problem for 10-year-old Com Air, ridden by his breeder’s daughter, Vivien Küst. 5-year-old Hosco, this season aiming for the German young event horse championships (Bundeschampionat) held in Warendorf, accompanied Com Air’s appearance.
Coolidge, who won first merits in the international youngsters tour under Jörg Naeve, is available through stallion station Fromberger of Osterrade this year. The pedigree of France-bred Quick Orion d'Elle combines top-of-line show jumping genes. Jumping to maximum stand height was no problem for the bay stallion presented by Heiko Rabenstein.