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Klasse setzt sich durch

 

Eingeläutet durch das fantastische Cellagon-Konzert unter Leitung von  Kiels Generalmusikdirektor Georg Fritzsch (siehe nächste Ausgabe) bot die Baltic Horse Show in der Kieler Ostseehalle - umrahmt von einem attraktivem Showprogramm - viele spannende Springen und sportliche Höhepunkte.

Es war ein Wechselbad der Gefühle, dass Peter G. Rathmann und seine Mitstreiter bei der diesjährigen Baltic Horse Show erleben mussten. Schon früh stand fest, dass die Crème de la Crème der deutschen Springreiter zum Top-Ten-Finale nach Genf reisen würde. Auch Heinrich-Hermann Engemann und Alois Pollmann-Schweckhorst, die beide sehr gern nach Kiel kommen, hatten abgesagt. Heinrich-Hermann Engemann wollte nach den ersten beiden Weltcupstationen in Oslo und Helsinki in der Schweizer Bankmetropole sein Punktekonto erhöhen, und Alois Pollmann-Schweckhorst stand bei seinem neuen Arbeitgeber, Paul Schockemöhle, in der Pflicht, dessen PSI-Auktion am gleichen Wochenende  auf dem Programm stand. Ludger Beerbaum  & Co.  wurden in Kiel sicherlich ein wenig vermisst. Andere Länder wären jedoch froh, Reiter dieser Qualität, die in der Ostseehalle an den Start gegangen waren,  in ihren Reihen zu haben. Das Fehlen der Top-Reiter war auch eine Chance für den Reiternachwuchs aus dem Land zwischen den Meeren in der großen Tour an den Start zu gehen. Und die wurde auch genutzt. Allen voran von der 19-jährigen Alessa Hennings aus Bendorf, die am Samstag im Warsteiner Preis allen die Schau stahl. Sie hatte in dem fulminanten Stechen als eine der ersten Starterinnen auf der Westfalenstute Pikeur Fairy die Konkurrenz mit einem sensationellen, hervorragend anzusehenden Ritt die Konkurrenz unter Druck gesetzt und letztendlich den Sieg eingefahren. Dabei waren die Tage vor der Baltic Horse Show für die Gymnasiastin  reichlich turbulent verlaufen: „Am Dienstag hatte ich noch Fieber, am Freitag musste ich eine Klausur schreiben. So hatte ich gar nicht viel Zeit zum trainieren“, erzählte sie immer noch überwältigt von ihrem großartigen Erfolg. Ihre zehnjährige Erfolgsstute hatte Alessa Hennings, die bei Dirk Ahlmann trainiert, vor zwei Jahren von Wolfgang Brinkmann bekommen, einem guten Freund der Familie. Zufrieden war auch Carsten-Otto Nagel mit Calle Cool, der den zweiten Platz belegte. Er zollte der Siegerin ebenso großes  Lob wie Michael May, Vertreter des neu geschaffenen Präsidiums der Baltic Horse Show: „Der Sieg von Alessa Hennings war ein großer Gewinn für den Reitsport in Schleswig-Holstein“. Auch der ebenfalls 19-jährige Nisse Lüneburg, „ebenfalls ein ganz großes Talent“, so nicht nur die Meinung von Landestrainer Detlef Peper, machte in der Kieler Ostseehalle mit etlichen Platzierungen in nationalen und internationalen Springen eine gute Figur. Apropos Jugend: Die Hereinnahme des Jugend-Team-Cups war ein großer Gewinn für die Veranstaltung und könnte als Vorbildfunktion für andere Landesverbände dienen. Nicht nur Lars Nieberg hat um die Modalitäten zu dieser über die ganze Saison ausgerittenen Tour gebeten.

 


Franke Sloothaak -
Sieger im HSH Nordbank Grand Prix

Drei Springreiter, die schon lange im großen Sport dabei sind - Gilbert Böckmann, Lars Nieberg und Franke Sloothaak -, machten am Ende den Sieg im HSH Nordbank Grand Prix unter sich aus. Nur diese drei Reiter hatten das Stechen erreicht, nachdem vorher im Umlauf über einen weihnachtlich geschmückten, technisch sehr anspruchsvollen Parcours irgendwie „der Wurm“ drin gewesen war. Das fing mit dem Warten auf den ersten fehlerlosen Ritt an und hörte bei der „Demontage“ des AUDI-Sprunges durch Richard Robinsons Olli-Pop und der damit verbundenen zeitaufwändigen Reparatur sowie dem gerissenen Zügel bei Philipp Weishaupts Leoville gleich zu Beginn seines Ritts auf.
Dabei hatte das Hauptereignis der Baltic Horse Show eigentlich  gut angefangen, nachdem der Däne Andreas Schou mit Tangerups Agenda als erster Reiter des 34-köpfigen Starterfeldes mit nur einem Flüchtigkeitsfehler das Ziel gesehen hatte. Die Geduld von Veranstalter und Zuschauern wurde dann auf eine lange Probe gestellt, bis der erste makellose Ritt erfolgte. Das war Gilbert Böckmann, seit einiger Zeit Bundestrainer der australischen Springreiter, mit dem ehemaligen Bundeschampion HGF High Fly v. Cordalmé, der als 18. Starter fehlerfrei blieb. Zuvor war das zwar schon Karin Ernsting-Engemann mit ihrem erst achtjährigen Holsteiner Conley gelungen, doch die Zeit hatte nicht gereicht: 0,25 Zeitstrafpunkte bedeuteten am Ende den vierten Platz.  Es gab noch weitere Pechvögel an diesem Tag:  Cornwall W von Andreas Ripke sprang hervorragend, ausgerechnet am letzten Sprung fiel eine Stange. Auch die Grippe geplagte Janne-Friederike Meyer kassierte mit Lambrasco einen ärgerlichen Fehler am überbauten Wassergraben. Der Baltic-Horse-Show-Sprung wurde Jörg Kreutzmanns Sauternes ter Vlucht und Carsten-Otto Nagels Calle Cool zum Verhängnis.
So waren es dann die drei Routiniers, die den Sieg unter sich ausmachten. Als erster Reiter ließ es Gilbert Böckmann etwas ruhiger angehen. „Mein Pferd ist etwas nervig, geht erst seit einem Jahr richtig konstant. Deshalb wollte ich nicht allzu viel riskieren“, sagte der Lastruper, der sich trotzdem über seinen dritten Platz richtig freute. Auch dem Zweitplatzierten Lars Nieberg stand die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben. „Lucy ist sicherlich eines der besten Pferde, die ich je geritten habe“, sagte er. Die inzwischen 14-jährige Stute war zunächst sehr schwierig, zeigte erst als Elfjährige konstante Leistungen. Doch dann kam eine langwierige Verletzung, so dass sie erst Mitte diesen Jahres wieder richtig gearbeitet werden konnte. Mit etwas Glück am letzten Sprung - Aquino war ein wenig aus der Spur gekommen - sicherte sich Franke Sloothaak den Sieg im HSH Nordbank Grand Prix. Der gewaltig springende Acobat-Corrado I-Sohn aus der Zucht von Reinhold Marks in Sommerland, präsentierte sich in der Ostseehalle wieder in Bestform. In Bestform war auch sein Reiter, zugleich Sportdirektor der BHS. Er konnte mit der Lordanos-Tochter Lou auch noch alle drei Springen der Nachwuchspferdetour für sich entscheiden konnte. Die jetzt achtjährige Schimmelstute steht seit zwei Jahren in seinem Stall und wurde zunächst von Daniel Deusser und Vicky Young geritten bevor der „Chef“ sie Anfang des Jahres übernahm. Seitdem hat sich Lou, die ihren Start im Kieler Nachrichten K.O.-Springen keineswegs übel genommen hatte, zu einer Seriensiegerin in den Youngster-Springen entwickelt. „Ich weiß gar nicht, wie oft wir in diesem Jahr schon gewonnen haben“, sagte Franke Sloothaak. Ob die talentierte Stute den geplanten Umzug ihres Reiters nach Sommerstorf mitmachen wird, steht allerdings noch in den Sternen. „Ich kann mir vorstellen, dass ihre Besitzer sie in ihrer Nähe behalten wollen.“

 


Holsteiner Masters Zukunftspreis
präsentiert vom Audi Zentrum Kiel


Der Sieger heißt Lamour


Dass der Holsteiner Masters Zukunftspreis Sprungbrett für die spätere Karriere eines Springpferdes ist, zeigte Carlucci v. Carvallo-Calato aus der Zucht von Johann Vollersen, Sterdebüll, der dieses Springen im vergangenen Jahr unter Richard Robinson gewonnen hatte. An diesem Wochenende platzierten sich die beiden drei Mal in der Nachwuchspferdetour, und unter den Experten war man sich einig: „Von diesem Pferd wird man noch viel hören.“ Der diesjährige Sieger des mit 30 000 Euro (!) dotierten Springens für Sechsjährige kam aus dem Stall Beerbaum: Lamour v. La Zarras-Contender (Stamm 1120) aus der Zucht von Günter Schüder in Bahrenfleth. Dieser hatte übrigens mit der Siegerin des Einlaufspringens, Roulette v. Contender-Caretino, ein weiteres  Pferd aus einer Zucht am Start. Im Finale unterlief der Stute unter Johannes Ehning ein Flüchtigkeitsfehler. Der ungemein rittige Lamour, dessen Vater La Zarras einst mit Toni Hassmann u. a. Europameister der Jungen Reiter wurde, war vor einigen Monaten von Vivien Schockemöhle im Stall Heckmann in Insterberg entdeckt und gekauft worden. Sie verstanden sich auf Anhieb prächtig und qualifizierten sich auch fürs Bundeschampionat.  In Kiel konnte die Tochter von Paul Schockemöhle Lamour allerdings nicht selber reiten: Sie steckt im Staatsexamen, und so hatte sie den Ritt in der Ostseehalle Philip Weishaupt, Bereiter bei Ludger Beerbaum, überlassen. Dieser war am Tag vor dem Springen zum ersten Mal in den Sattel von  Lamour gestiegen. „Er ist super ausgebildet und hat mir alles sehr leicht gemacht“, wusste der 22-Jährige zu berichten. Der Parcourschef Frank Rothenberger hatte von den Pferden z. B. mit Vor- und Rückwärtsdistanzen einiges verlangt.  Auch die Zeit war eng bemessen gewesen, „aber dass müssen die Pferde lernen, wenn sie im nächsten  Jahr in den Youngster-Prüfungen an den Start gehen“, so Philip Weishaupt. Aus dem Stall Beerbaum kam auch der Zweitplatzierte, ein „alter Bekannter“: Captain Fire v. Contender- Calido I (Klaus Grothmann, Brunsbüttel), im vergangenen Jahr Bundeschampion  und im Januar für die Holsteiner Zucht gekört. Er wurde vom Schweden Henrik von Eckermann vorgestellt, der nach kurzfristigen Intermezzi in den Ställen Puschak und Cian O’Connor wieder nach Riesenbeck zurückgekehrt ist und hinsichtlich seines Reitstils seinen Lehrmeister nicht verleugnen kann.



Jörg Kreutzmann -
Sieger im Cellagon-Championat von Kiel


Um Jörg Kreutzmann war es lange Zeit etwas ruhiger geworden. Bei der Baltic Horse Show war der Blonde, der einst viele Erfolge - auch international - u. a. mit Filou le Rouge, Controe oder Lasino gefeierte hatte, fast in allen Platzierungslisten zu finden. „So ist das, wenn man gute Pferde hat, dann läuft es auch wieder“, freute sich Jörg Kreutzmann, der inzwischen auf Hof Schretstaken in Elmenhorst eine neue Bleibe mit Platz für 60 Pferde gefunden hat und sich dort „pudelwohl“ fühlt. Mit Goshawk und dem Belgier Sauternes ter Vlucht - mit ihm belegte er als Schnellster der Vier-Fehler-Reiter den fünften Platz im HSH Nordbank Grand Prix - hat er wieder zwei Pferde im Stall, mit denen er  oben mitmischen kann. Sie gehören dem in der Lebensmittelforschung tätigen Hamburger Karl Märker. Jörg Kreutzmanns Nachbar, ein Rechtsanwalt,  hatte den Kontakt hergestellt. Mit Dr. Axel Schürmer aus dem Rheinland, der 15 - zumeist junge - Pferde bei ihm hat, ist ein weiterer neuer Besitzer bei dem Springreiter eingezogen. Für ihn hatte er die westfälisch gebrannte Lancer II-Tochter Lea in Warendorf ins Finale gebracht.
Mit Goshawk, einem hannoverschen Graf Top-Sohn sicherte sich Jörg Kreutzman das Cellagon-Championat von Kiel. Im Stechen hatte er Gilbert Böckmann mit Böckmann’s Olivia, der ebenso wie Markus Beerbaum mit El Paso ohne Fehler geblieben war, mehr als eine Sekunde abgenommen.

 

In Memoriam

Hans-Günter Berner 

Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann, passionierter Züchter und ein großer Förderer von Zucht- und Turnierveranstaltungen in Norddeutschland: Hans-Günter Berner, der im November im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Als gebürtiger Kieler hatte er eine ganz besondere Affinität zur Baltic Horse Show entwickelt. Der Name seiner erfolgreichen Firma - Cellagon - steht für das Auftaktkonzert der Kieler Philarmoniker zur Baltic Horse Show. Eine Veranstaltung, die ihresgleichen in der Szene sucht und die Nachfrage nach Karten nicht befriedigen kann. Selbstverständlich ließ es  sich Hans-Günter Berner  in den vergangenen Jahren nicht nehmen, diesem großartigen Ereignis beizuwohnen. Auch das sportliche Geschehen hat er in der Kieler Ostseehalle stets mit großer Passion verfolgt. Zum Auftakt des Cellagon-Springens würdigte Hans-Heinrich Isenbart den Verstorbenen mit einfühlsamen Worten. Hans-Günter Berners Tochter Frauke, die sich auch weiterhin der Baltic Horse Show verbunden fühlt, überreichte in seinem Gedenken den Ehrenpreis an den Sieger des Cellagon-Championats von Kiel, Jörg Kreutzmann. Auch wir werden Hans-Günter Berner für immer in Erinnerung behalten.

 

Peter G. Rathmann im Interview

„Im kommenden Jahr gibt es ein ****CSI“

PFERD+SPORT: Herr Rathmann, Sie haben eine Nacht über die Veranstaltung geschlafen. Wie sieht Ihr Fazit der diesjährigen Baltic Horse Show aus?

Peter G. Rathmann: Nachdem ich nach längerer Zeit wieder einmal mehr als acht Stunden geschlafen habe, bin ich ausgeruht zum Neun-Uhr-Meeting ins Büro gekommen. Die Nachbetrachtung zur diesjährigen BHS ist positiv ausgefallen. Über 23 500 Besucher sind in die Kieler Ostseehalle gekommen, um Sport und Show zu erleben. Großartiger Sport, so wie wir es in Kiel gewohnt sind... auch wenn die Top-Ten-Reiter in Genf am Start waren. Siegertypen wie das Holsteiner Mädel Alessa Hennings in der Warsteiner Winning-Round sind eben wie eine gute Theater-Inszenierung. Kurzum, Sport und Show haben wieder einmal gut zueinander gepasst.
 
PFERD+SPORT: Inzwischen liegen auch die Ergebnisse aus den Ticketverkäufen vor. Wie sahen die Zuschauerzahlen in diesem Jahr aus?

Peter G. Rathmann: Wir hatten mehr als 23 500 Zuschauer über dreieinhalb Veranstaltungstage. Das sind etwa 5,5 Prozent mehr Besucher als 2006.

PFERD+SPORT: In der Pressekonferenz haben Sie angedeutet, dass es während des Turniers etliche Probleme zu bewältigen gab. Können Sie das näher erläutern?

Peter G. Rathmann: Der viele Regen und der andauernde Sturm haben den Zelten mit den Boxen sehr zu schaffen gemacht. Späne und Stroh haben wir daraufhin kostenlos an die Pfleger verteilt. Unsere technischen Helfer haben zusammen mit den Pfleger(innen) einen großartigen Job gemacht. Ich zolle allen meinen größten Respekt!

PFERD+SPORT: Seit kurzem gibt es ein Präsidium bestehend aus Ihnen, Till Demtrøder, Michael May, Peter Luther und Norbert Boley. Welchen Input erhoffen Sie sich von den Mitgliedern?

Peter G. Rathmann: Ich selber gehöre nicht zu dem Präsidium, da ich als Veranstalter lieber die frischen Ideen des Präsidiums entgegen nehme. Diese Herren vertreten die Baltic Horse Show in den Bereichen Image-Transfer, Zucht, Sport und wirtschaftliche Verbindungen. Wir müssen die Baltic Horse Show ständig verbessern und der heutigen Zeit anpassen.
 
PFERD+SPORT: Es steht fest, dass es im nächsten Jahr rund um die Baltic Horse Show etliche Veränderungen geben wird. Was wird Reiter und Zuschauer dann erwarten?

Peter G. Rathmann: Nachdem wir zwei Jahre eine nationale BHS waren, haben wir uns entschlossen, die BHS wieder nach den Rules der FEI auszurichten. Es gab sehr positive Gespräche mit der FEI, so dass es in Zukunft wieder Weltranglisten-Punkte bei der BHS gibt.
Nachdem es mit der Stadt Kiel und der Landesregierung von Schleswig-Holstein sehr gute Gespräche gegeben hat, können wir davon ausgehen, dass es im nächsten Jahr ein weiteres Abreitezelt geben wird und die Pferde in größeren Boxen (3 x 3 Meter) aufgestallt werden können. Zusätzlich werden wir die BHS 2008 als ein ****Sterne CSI mit erhöhtem Preisgeld durchführen.
 
PFERD+SPORT: „Ich bin ganz begeistert, für Kiel hat die Baltic Horse Show eine ganz besondere Bedeutung“, hat der Vorstandsvorsitzende Torsten Heik der HSH Nordbank, erstmals als Sponsor in Kiel dabei, gesagt. Haben Sie während des Turniers schon Rückmeldungen anderer Sponsoren erhalten?

Peter G. Rathmann: Nachdem in diesem Jahr die HSH Nordbank und AUDI als weitere Sponsoren gewonnen wurden, hat sich die Gesprächsreihe mit weiteren Interessenten auf dieser Veranstaltung fortgesetzt.̨



Mit dem Traumschiff MS Deutschland nach Dubai

Jörg Naeve siegt im Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holsteinn

„Es war ein harter Weg bis hierher“,  verriet ein „urlaubsreifer“ Jörg Naeve bei der Siegerehrung des heimlichen Großen Preises von Kiel, dem Finale des Holsteiner Masters 3plus 1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein. Nach vier Stationen sicherte sich der Nationenpreisreiter aus Bovenau den Sieg in der Springsportserie. Sein Preis: Eine Kreuzfahrt auf dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland der Deilmann Reederei.

Für Naeve hatte ein zweiter Platz im finalen S***-Springen der Springsportserie gereicht, um genügend Punkte für den Gesamtsieg zu kassieren. Mit 116 Zählern zeigt sein Konto einen satten Vorsprung vor dem Sieger des S***-Springens, Lars Bak Andersen. Der Reiter des Holsteiner Verbandes hatte in der Ostseehalle den neunjährigen Holsteiner Hengst Boritas v. Baldini I-Alcatraz (Klaus Thiedemann, Oesterwurth) gesattelt und im Stechen der besten acht mit einer souveränen Runde (0/38.18) geglänzt - sogar fast zwei Sekunden schneller als Naeve (0/40,04). „Ich bin nur zwei Stationen und das Finale geritten, im kommenden Jahr werde ich darauf achten, dass ich die Serie in meinen Turnierplan einbaue“, kündigte der in Elmshorn lebende Däne Andersen an.
Naeve hatte nichts dem Zufall überlassen und war in allen vier Wertungsprüfungen - Niebüll, Fehmarn, Tasdorf und Segeberg - an den Start gegangen. Im Finale hatte der 40-Jährige auf Calapuno v. Caretino-Grundyman xx (Ulrike Hamann, Jörl) gesetzt. „Ich habe ihn bewusst nur am Freitag zweimal geritten und am Sonnabend pausieren lassen“, sagte Naeve zu seiner erfolgreichen Strategie, die ihm in diesen Prüfungen einen dritten Rang im S*-Springen und einen ersten im S** einbrachte. Der achtjährige Holsteiner Wallach ist zweijährig in den Besitz seines Vaters Klaus-Detlef Naeve gekommen, der ihn angeritten hat. Der Ranking-Führende, Jörg Kreutzmann (Schretstaken), hatte mit der neunjährigen Schimmelstute Calista-Ninette v. Cambridge-Corrado (Thingholm Kristensen, DK) den Einzug ins Stechen des Serienfinales verpasst.
Wann Naeve im kommenden Jahr die Reise für zwei Personen mit dem ZDF-Traumschiff der Deilmann Reederei aus Neustadt antritt, wusste er noch nicht zu sagen. Fest steht, dass Ehefrau Catrin mitkommt - und dass es einer Meinung nach „sofort losgehen“ könne - obwohl er seekrank werde, wie er zugab. Frisch erholt kann er sich dann an die Organisation seines Reitturniers machen, das wieder auf dem Hof Kirchhorst in Wittensee ausgerichtet werden soll. Dieses Mal, das steht schon fest, wird dort eine Station der zweiten Auflage des Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein ausgetragen werden.      Jessica Bunjes


Ergebnisse Baltic Horse Show 2007

1_Preis der Stadt Kiel – Springprüfung Kl. S
1.    Heiko Schmidt/Galan
2.    André Thieme/Cilest
3.    Markus Renzel/Calimero v. Chambertin-Cantus (Kai Gerken, Lasbek)
4.    Karin Ernsting-Engemann/Conley v. Corrado I-Cantus (Anna Matz, Quarnbek)
5.    Charlotte Lund/Andante
6.    Thorben Köhlbrandt/Quite Capitol v. Quidam de Revel-Capitano (Harm Thormählen, Kollmar)
7.     Jörg Kreutzmann/Goshawk
8.     Thomas Voß/Optik v. Acorado I-Lord Calando (Friedrich Dehn, Schwesing)
9.     Lars Nieberg/Adlantus As FRH
10.     Torben Köhlbrandt/Quebec v. Quick Star-Landgraf I, George de Roeck, Melsele)

2_Cellagon Championat von Kiel –Springprüfung Kl. S mit Stechen
1.    Jörg Kreutzmann/Goshawk
2.    Gilbert Böckmann/Böckmann’s Oliva
3.    Markus Beerbaum/El Paso
4.    Janne-Friederike Meyer/Lambrasco v.  Achill-Libero-Coriolan (ZG  Bigeng, Borgwedel)
5.    Claudia  Vasall/Parland
6.    Alessa Hennings/Cash v. Cash-Fernando (ZG Stademann/Lamke, Heiligenstedterkamp)
Carsten-Otto Nagel/Natalie v. Concerto II-Lord ((ZG Sievers-Paulsen)
7.    Andreas Schou/Can Can
9.     Lars Bak Andersen/Quadrigo v. Quinar-Cassini I (Helmut Bohm, Haselund)

3_Preis der Rathmann Verlags GmbH & Co. Sprinprüfung Kl. S mit Stechen
1.    Charlotte Lund/Andante
2.    Philipp Weishaupt Leoville
3.    Franke Sloothaak/Legurio
4.    Jörg Kreutzmann/Goshawk
5.    Andreas Ripke/Cornwall W v. Caretino-Lord (Angka Wieden, Volsemenhusen)
6.    Nisse Lüneburg/Carassina v. Concerto II-Lord (Otto Boje Schoof, Hedwigenkoog)
7.    Gilbert Böckmann/Böckmanns Olivia
8.    Markus Renzel/Calimero v. Chambertin-Cantus (Kai Gerken, Lasbek)
9.    Torben Köhlbrandt/Quite Capitol
10.   Thomas Voss/Leonardo B v. Loran-Sympathico (Karl-Heinz Brinkop, Neumünster)

4_ Preis der Warsteiner Brauerei –Springprüfung Kl. S mit Siegerrunde
1.    Alessa Hennings/Pikeur  Fairy
2.    Carsten-Otto Nagel/Calle Cool v. Concerto II-Landgraf I  (ZG Gehrts/Zuba, Hemme)
3.    Kathrin Müller/Lifou
4.    Markus Renzel/Conally v. Caretino-Lord (Elfriede Bornholdt, Moorege)
5.    Jörg Kreutzmann/Sauternes ter Vlucht
6.    Andreas Schou/Taagerups Agenda
7.    Richard Robinson/Olli  Pop
8.    Franke Sloothaak/Aquino v. Acobat II-Corrado I (Reinhold Marks, Sommerland)
9.    Lars Nieberg/Adlantus As  FRH
10.  Janne-Friederike Meyer/Chika’s Way v. Caretino-Lord (Otto Boje Schoof, Hedwigenkoog)

5_Holsteiner Masters präsentiert HSH Nordbank Grand Prix
1.    Franke Sloothaak/Aquino
2.    Lars Nieberg/Lucie
3.    Gilbert Böckmann/HGF Can Fly
4.    Karin Ernsting-Engemann/Conley v. Corrado I-Cantus (Anna Matz, Quarnbek)
5.    Jörg Kreutzmann/Sauternes ter Vlucht
6.    Markus Beerbaum/Leena
7.    Janne-Friederike Meyer/Lambrasco
8.    Carsten-Otto Nagel/Calle Cool
9.    Andreas Schou/Tagerups Agenda
10.  Mylene  Diedrichsmeier/Soloterma
11.  Andreas Ripke/Cornwall W
12.  Thomas Voss/Leonardo B
13.  Jörg Naeve/Nemo v. Cambridge-Cantus (Kai Gerken, Lasbek)

6_Preis des Stalles Maas J.Hell – Erste Qualifikation 7- und 8jährige Pferde
1.    Franke Sloothaak/Lou
2.    Nisse Lüneburg/Lordica v. Little  Lord-Carthago (ZG Lüneburg, Hetlingen)
3.    Hilmar Meyer/Ciao Pasadena J v. Coronado-Caletto I (Angela Jansen, Wacken)
4.    Richard Robinson/Carlucci v. Cavallo BB-Calato (Johann  Vollersen, Sterdebüll)
5.    Gabriella Sallick/Centuria v. Candillo-Cor de la Bryère (Klaus Struck, Jevenstedt)
6.    Markus Renzel/La  Ina
7.    Heiko Schmidt/Coverlady
8.    Mylene Diedrichsmeier/Quartz
9.    Charlotte Lund/Adur
10.  Dirk Schröder/Ciano v. Corrado I-Ahorn Z (Paul-Hermann Thamling, Kollmar)

7_Bau Dienst Kiel präsentiert Springprüfung Kl. S – Zweite Qualifikation 7- und 8jährige Pferde
1.    Franke Sloothaak/Lou
2.    Heiko Schmidt/Coverlady
3.    Markus Renzel/La Ina
       Richard Robinson/Carlucci
5.    Mylene Diedrichsmeier/Quartz
6.    Gabriella Sallick/Centuria
7.    Jörg Kreutzmann/Conquest of Future v. Contender-Lasino (Nicole Hansen,  Lepahn)
8.    Charlotte Lund/Adur
9.    Holger Wulschner/Acomet
10.  Philip Weishaupt/Sundari
11.  Dirk Schröder/Ciano

8_Alles Gute... Steiskal präsentiert Springprüfung Kl.S für Nachwuchspferde mit Stechen
1.    Franke Sloothaak/Lou
2.    James Davenport/Texola
3.    Carsten-Otto Nagel/Cazaro v.  Chambertin-Athlet (Rita Siebke-Baasch, Sarzbüttel)
4.    Richard Robinson/Carlucci
5.    Heiko Schmidt/Coverlady
6.    Charlotte Lund/Adur
7.    Markus Renzel/La Ina
8.    Andreas Ripke/Clark
9.    Henrik von Eckermann/Al Bartino
10.  Nisse Lüneburg/Lordica

9_Lotto Schleswig-Holstein präsentiert „Holsteiner Masters 3 plus 1“
1.    Thomas Voß/Ivana v. Campione-Le Grand (Anja Kühl, Seedorf)
2.    Sören von Rönne/Chester v. Carolus I-Lord  (Walter Lohmann, Löwenstedt)
3.    Jörg Naeve/Calapuno v. Caretino-Grundyman xx  (Ulrike Hamann, Jörl)
4.    Nisse Lüneburg/Latoya v. Lasino-Caribo GL (Gerd  Magens, Ottenbüttel)
5.    Carsten-Otto Nagel/Conception v. Contender-Sir Shostakovich xx (Claus-Albert Hein, St.  Margarethen)
6.    Birte Brunk/Colorado v. CorradoII-Lagos (Johann  Vollersen, Sterdebüll)
7.    Ralf Hönig/Cummerow v. Corrado II-Landlord (Rainer  Jensen, Olderup)
8.    Alberto Martinez/Leonhard

10_Lotto Schleswig-Holstein präsentiert „Holsteiner Master 3 plus 1“
1.    Jörg Naeve/Calapuno  ,
2.    Mike Patrick Leichle/Ludwig v. Lavaletto-Cinzano  (Hans-Petersen, Sollerup)
3.    Carsten-Otto Nagel/Conception v. Contender-Sir Shostakovich xx (Claus-Albert Hein, St. Margarethen)
4.    Thieß Luther/Chaco v.Coriander-Schampus xx (Prof. Dr.  Hartwig Schmidt, Borsfleth)
5.    Jörg Kreutzmann/Calista-Ninette v.  Cambridge-Corrado I (Klaus  Thingholm Kristensen, DK-Bjerringbro)
6.    Birte Brunk/Colorado  v
7.    Christopher Frazer/Aragorn W v. Acorado I-Cor de la  Bryère (Rudolf Wieck, Auufer)
8.    Tim Markus/Cisco v. Chambertin-Acord II (Waldemar Beuck, Rodenbek)

11_Lotto Schleswig-Holstein präsentiert „Holsteiner Master 3 plus 1“ – Finale
1.    Lars Bak Andersen/Boritas v. Baldini I-Alcatraz  (Klaus Thiedemann, Poppenwurth)
2.    Jörg Naeve/Calapuno
3.    Takashi Haase/Quixotic v. Quantum-Caletto I (Uwe  Haßler, Schönberg)
4.    Sören von Rönne/Chester v. Carolus I-Lord (Walter Lohmann, Löwenstedt)
5.    Bin Zhang/Coertis v. Coriano-Locato (ZG Clausen, Oldersbek)
6.    Nisse Lüneburg/Latoya
7.    Anna-Sophie Meyer/Conradin v.
8.    Rasmus Lüneburg/Nataschah v. Calando I-Landgraf I (Marion Ramcke, Hamburg)

12_Audi präsentiert Holsteiner Masters Zukunftspreis
1.     Johannes Ehning/Roulette v. Contender-Caretino (Günter Schüder, Bahrenfleth)
2.     Holger Wulschner/Cypriano v. Coriano-Lord Calando (Gerd Magens, Ottenbüttel)
3.     Karin Ernsting-Engemann/Amity v. Aloubé Z-Capitol I (Klaus Rathjen, Nortorf)
4.     Bettina Jäger/Rantana v. Acobat II-Leonid (ZG Oldekop, Schönwalde)
5.     Michael Aabo/Royal Lady S (Johann Peter Lass, Leck)
6.     Dirk Ahlmann/Contendro II v. Contender-Reichsgraf (Manfred Birchler, Bilten)
7.     Jörg Kreutzmann/Laskara v. Lovari-Calypso I (Erwin Anthes, Kasseburg)
8.     Claudia Vasall/Listo v. Liatos-Carolus I (Manfred Birchler, Bilten)
9.     Cora Ackermann-Ripke/Chelsea v. Capo-Caletto II (Paul Kitzmann, Dägeling)
        Claas Gröpper/Calado v. Calando I-Landgraf I (Gunter Stange-Steinmetz, Krempe)

13_Audi Zentrum Kiel präsentiert Holsteiner Masters Zukunftspreis (Finale)
1.    Philip Weishaupt/Lamour v. La Zarras-Contender (Günter Schüder, Bahrenfleth)
2.    Henrik von Eckermann/Captain Fire v. Contendro-Caldio I  (Klaus Grothmann, Brunsbüttel)
3.    Jörg Naeve/Carlo v. Contender-Cascavelle (Hans-Werner  Ritters, Krumstedt)
4.    Thieß Luther/Carryline v. Carry-Louis (Rüdiger Schmidt,  Dörpum)
5.    Claas Gröpper/Calado 
6.    Cora  Ackermann-Ripke/Chelsea
7.    Jörg Kreutzmann/Laskara 
8.    Takashi Haase/Lasca v. Lascadell-Capitol I (Gestüt Wolfskrug, Güby)

14_Alois Dallmayr Automatenservice präsentiert Holsteiner Masters Partnerkreis
1.    Henning Heidkamp/Gustav
2.    Jörgen Köhlbrandt/Bonaparte NN
3.    Inke Reimer/Dick Tracy
4.    Lisa-Minou Eggers/Leroy Liberty v. Landadel-Ahorn Z  (Franz Georg  Harms, Wangerland)
5.    Meike Lamottke/Limmerick v. Limbus-Cantus (Jörgen Hansen)
 
15_Holsteiner Masters Partnerkreis
1.    Jasper Köhlbrandt/Melina
2.    Bettina Jäger/Patschuli v. Coronado-Lord (ZG  Oldekop, Schönwalde)
3.    Lisa-Minou Eggers/Leroy Liberty
4.    Lars Gottscholl/Pauline M v. Lancer II-Caretino (Susanne Möller, Langwedel)
5.    Alberto Martinez/H. S. Eurovision v.  Carthago-Landgraf I (ZG Hans Schlachter, Neuburg)

16_Peer Span präsentiert Jugend Team Cup – Springprüfung Kl. M
1.    Finja Früchtnicht/Anders v. Acobat II-Cor de la  Bryère (Werner Früchtnicht
2.    Greta Kölln/Pretty Woman v. Contender-Carthago (Lothar Prang, Ovendorf)
3.    Jarka Luther/Riva
4.    Nele Kortsch/Acapella v. Acord  II-Latino
5.    Vivine Poggensee/Colette v. Carpaccio-Langata Espress xx (Dirk Bruhn, Oldenbüttel)
6.    Mascha Krause/Vis a Vis
7.    Marten Witt/Carwan v. Caletto I-Roman (Reimer  Witt, Norderwöhrden)
8.    Stephanie Sperling/Loreen v. Leandro-Constant (Otto  Henck, Pansdorf)
9.    Felix Willer/Heraldo von  Heraldik
10.  Arne Schulz/Coconut

17_Peer Span präsentiert Jugend-Team-Cup Finale
1.    ATA Automobile Hamburg Team (Andreas Theurer, Benno von Buchwaldt, Mascha Krause, Johann-Anton Lohmeier)
2.    WM Schienenschleiftechnik-Team (Nina Weck, Anne Tuschke, Marten Witt, Vivien Poggensee)
3.    Team Brinkop (Nele Kortsch,Leonie Luciana Brinkop, Finja Früchtnicht, Bastian Philip Walser)
4.    Team BioCina (Cedric Hawk Hinrichs, Caroline Thomsen, Felix Willer, Alexander Schwieder)
5.     Kaufhaus Stolz Team (Greta Kölln, Ina Reimers, Dennis Herzog, Kimberly Diener)


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